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Neues Jahr, neue Bastelprojekte am Wohnmobil und weil die Temperaturen gerade wieder fallen, widmen wir uns dem Thema Isolierung in Form einer entsprechenden DIY-Anleitung. Die Fenster im Wohnmobil sind die mit Abstand größten Kältebrücken, was sich in Herbst und Winter auch beim Energieverbrauch eurer Heizung bemerkbar macht.

Für die Frontscheiben vom eigentlichen Fahrzeug habe ich vor ein paar Wochen erst praktische Thermomatten mit eingelassenen Magneten vorgestellt. Was die restlichen Ausstellfenster und Dachhauben im Aufbau angeht, so kann man sich hier entsprechende Isolierungen ohne großen Aufwand und am Ende auch noch preiswert selbst herstellen. Die Auswahl an geeignetem und teilweise auch preiswertem Dämmmaterial ist riesig und evtl. kann man sogar ein paar Reste aus ganz anderen Projekten sinnvoll verarbeiten.

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Langsam steigen die Temperaturen, es ist jeden Tag ein kleines bisschen länger hell und die Camper erwachen schrittweise aus ihrem Winterschlaf. Sofern du nicht gerade über eine trockene und beheizte Abstellmöglichkeit verfügst, dann kann ich nur hoffen, dass du dein Wohnmobil bestmöglich Winterfest gemacht hast. Hierbei sind besonders Wasserleitungen und Entnahmestellen die größte Schwachstelle und aufgrund der ganzen Kunststoffteile, reicht bereits eine kleine Menge Restwasser für einen Frostschaden aus. Daher solltest du frühzeitig alle Leitungen auf Dichtigkeit prüfen, damit deine nächsten Reise nicht wortwörtlich in Wasser fällt, wie es uns bereits einmal passiert ist.

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In „nur“ 17 Tagen sind wir von Oldenburg nach Helsinki und dann durch Finnland bis zum Polarkreis und dann weiter bis nach Norwegen zum Nordkap und von dort wiederum durch Schweden zurück nach Hause gefahren. Eine ziemlich verrückte Tour in einer so kurzen Zeit und das ganze auch noch im Winter auf vereisten Straßen und bei Temperaturen von bis zu -34° Grad.

Trotz aller Widrigkeiten und der langen Fahrtzeit haben wir jede Sekunde genossen und in diesem Artikel findest Du jetzt nicht nur am Ende eine Zusammenfassung unserer Reise, sondern auch wichtige Tipps, falls Du eventuell selbst eine solche Tour planen solltest. Dabei möchte Dich auf der einen Seite nicht verunsichern, dass alles viel so schwierig ist und sehr viel Vorbereitung benötigt. Auf der anderen Seite wäre es aber auch leichtsinnig zu sagen, man kann „einfach mal so“ mit jedem beliebigen Camper ohne jegliche Vorkehrungen losfahren kann.

Der eiskalte skandinavische Winter bestraft nämlich Leichtsinn relativ schnell und der Urlaub kann ein unschönes Ende nehmen und das wollen wir ja bestmöglich versuchen zu vermeiden. Wenn Du aber lieber im warmen Süden bleiben und „nur“ unseren Reisebericht lesen möchtest, dann spring einfach zum passenden Punk, oder klicke hier und ich wünsche Dir viel Spaß beim Lesen der einzelnen Etappen.

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In Gällivare hatte es in der Nacht über -30° Grad und am nächsten Morgen ließ sich die Abdeckhaube für die Frontscheibe auch nicht mehr falten. Sie war wie auch einige Klappen der Außenfächer festgefroren. Also erst haben wir sie in die Heckgarage zum Auftauen verstaut. Unser Sprinter startete heute mit einem seltsamen Geräusch unter eher nur unter Protest. Bei solchen Temperaturen ist das für uns immer wieder etwas aufregend und am Ende sehr erleichternd, wenn er dann anspringt und wir nicht festsitzen und auf Hilfe angewiesen sind.

Allerdings sage ich mir aber auch jedes Mal, was soll denn schon schiefgehen und die Menschen hier oben fahren doch dieselben Automarken wie wir, es wird also alles gutgehen. Nachdem der Motor etwas warmgelaufen war, ging es von nach Gällivare dann über die E45 durch eine wunderschöne Winterlandschaft in Richtung Polarkreis.

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Der Besuch vom Nordkap war natürlich das Highlight des Tages und auch die Rückfahrt vom Kap in Richtung Alta hatte es in sich. Die Stadt Alta liegt an Norwegens Nordküste, am Ende des gleichnamigen Altafjords und ist für die Sichtung der Nordlichter bekannt. Die Nordlichter oder auch Aurora Borealis hatten wir bis dato leider noch nicht gesehen. Diverse Male zeigte unsere Aurora App in den vergangenen Tagen zwar einen sehr hohen KP-Wert an und wir befanden uns auch meistens im optimalen Bereich, wenn die Wolken jedoch den Himmel verdecken, sieht man sie einfach nicht.

Die Nordlichter haben sich auf jeden Fall inspirierend beim Bau der Nordlichtkathedrale aus dem Jahr 2013 auswirkt, welcher wir einen kurzen Besuch abstatteten. Bedauerlicherweise war die Kirche nur von außen zu besichtigen und so fuhren wir nach ein paar Fotos und einem Zwischenstopp an Norwegens nördlichster LPG Station weiter zum Igluhotel Sorrisniva. Im Sommer empfehlen wir übrigens auch den Besuch vom Alta-Canyon.

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Wir hatten am Abend die Webseite vom norwegischen Straßendienst (175.no) und den Straßendienst (yr.no) immer wieder im Blick. Das Wetter änderte sich ständig und mal waren die Straßen zum Nordkap geschlossen, ein anderes Mal wieder geöffnet. Somit beschlossen wir, es einfach auf uns zukommen zu lassen. Wetter kann man nicht ändern und das Norwegische erst recht nicht.

Am nächsten Morgen sah es etwas besser aus und wir müssten eh erst weiter von Lakselv aus auf der E6 in Richtung Norden fahren. Bei Olderfjord gehts dann auf der E6 in Richtung Westen, also nach Alta, oder auf die E69 in Richtung Nordkap. Wenn man es doch schon so weit geschafft hat (nur noch 130 km) und der Wind und die Straßenverhältnisse es noch zulassen, dann sollten wir es einfach versuchen. Also gaben wir an der Kreuzung Honningsvåg in Navi ein, die letzte Stadt vor dem Nordkap.

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Auf dem Campingplatz in Karasjok⁩ wurden wir herzlichst von den Betreibern Silje und Ronny begrüßt. Der Platz bietet neben Stellflächen für Wohnmobile und Wohnwagen, auch mehrere Hütten, Saunen oder einen Jacuzzi an. Ronny ist Guide für Schneemobile und Silje hat eigene Huskys, mit denen sie nahezu täglich kleine Touren unternimmt. Im Lavvuv bzw. in der Kote, dem traditionellen Zelt der Sami brannte auch noch ein gemütliches Feuer, an welches wir uns selbstverständlich gesellen dürfen, teile uns Silje beim Chek-in mit. Vom Campingplatz aus hat man auch einen Blick auf das Sámi Parliament of Norway.

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