Beiträge

Die Lesedauer für diesen Artikel beträgt ca. 13 Minuten

In „nur“ 17 Tagen sind wir von Oldenburg nach Helsinki und dann durch Finnland bis zum Polarkreis und dann weiter bis nach Norwegen zum Nordkap und von dort wiederum durch Schweden zurück nach Hause gefahren. Eine ziemlich verrückte Tour in einer so kurzen Zeit und das ganze auch noch im Winter auf vereisten Straßen und bei Temperaturen von bis zu -34° Grad.

Trotz aller Widrigkeiten und der langen Fahrtzeit haben wir jede Sekunde genossen und in diesem Artikel findest Du jetzt nicht nur am Ende eine Zusammenfassung unserer Reise, sondern auch wichtige Tipps, falls Du eventuell selbst eine solche Tour planen solltest. Dabei möchte Dich auf der einen Seite nicht verunsichern, dass alles viel so schwierig ist und sehr viel Vorbereitung benötigt. Auf der anderen Seite wäre es aber auch leichtsinnig zu sagen, man kann „einfach mal so“ mit jedem beliebigen Camper ohne jegliche Vorkehrungen losfahren kann.

Der eiskalte skandinavische Winter bestraft nämlich Leichtsinn relativ schnell und der Urlaub kann ein unschönes Ende nehmen und das wollen wir ja bestmöglich versuchen zu vermeiden. Wenn Du aber lieber im warmen Süden bleiben und „nur“ unseren Reisebericht lesen möchtest, dann spring einfach zum passenden Punk, oder klicke hier und ich wünsche Dir viel Spaß beim Lesen der einzelnen Etappen.

Weiterlesen
Die Lesedauer für diesen Artikel beträgt ca. 8 Minuten

In Gällivare hatte es in der Nacht über -30° Grad und am nächsten Morgen ließ sich die Abdeckhaube für die Frontscheibe auch nicht mehr falten. Sie war wie auch einige Klappen der Außenfächer festgefroren. Also erst haben wir sie in die Heckgarage zum Auftauen verstaut. Unser Sprinter startete heute mit einem seltsamen Geräusch unter eher nur unter Protest. Bei solchen Temperaturen ist das für uns immer wieder etwas aufregend und am Ende sehr erleichternd, wenn er dann anspringt und wir nicht festsitzen und auf Hilfe angewiesen sind.

Allerdings sage ich mir aber auch jedes Mal, was soll denn schon schiefgehen und die Menschen hier oben fahren doch dieselben Automarken wie wir, es wird also alles gutgehen. Nachdem der Motor etwas warmgelaufen war, ging es von nach Gällivare dann über die E45 durch eine wunderschöne Winterlandschaft in Richtung Polarkreis.

Weiterlesen
Die Lesedauer für diesen Artikel beträgt ca. 8 Minuten

Der Besuch vom Nordkap war natürlich das Highlight des Tages und auch die Rückfahrt vom Kap in Richtung Alta hatte es in sich. Die Stadt Alta liegt an Norwegens Nordküste, am Ende des gleichnamigen Altafjords und ist für die Sichtung der Nordlichter bekannt. Die Nordlichter oder auch Aurora Borealis hatten wir bis dato leider noch nicht gesehen. Diverse Male zeigte unsere Aurora App in den vergangenen Tagen zwar einen sehr hohen KP-Wert an und wir befanden uns auch meistens im optimalen Bereich, wenn die Wolken jedoch den Himmel verdecken, sieht man sie einfach nicht.

Die Nordlichter haben sich auf jeden Fall inspirierend beim Bau der Nordlichtkathedrale aus dem Jahr 2013 auswirkt, welcher wir einen kurzen Besuch abstatteten. Bedauerlicherweise war die Kirche nur von außen zu besichtigen und so fuhren wir nach ein paar Fotos und einem Zwischenstopp an Norwegens nördlichster LPG Station weiter zum Igluhotel Sorrisniva. Im Sommer empfehlen wir übrigens auch den Besuch vom Alta-Canyon.

Weiterlesen
Die Lesedauer für diesen Artikel beträgt ca. 2 Minuten

Es gibt kaum noch einen Bereich, welcher in den vergangenen Monaten nicht teurer geworden ist und das gilt somit natürlich auch für die Fährverbindungen nach Skandinavien. Durch die Nutzung von eventuellen Frühbucherrabatten, oder einem passenden Rabattcode, kann man die Preiserhöhungen aber teilweise wieder ausgleichen.

Die Rederei TT-Line ist für ihre Strecken nach Schweden bei Campern sehr beliebt und der Klassiker ist dabei sicherlich die Verbindung Travemünde > Trelleborg. Eine sehr einfache Möglichkeit bis zu 10 % Rabatt auf Fährtarife, Kabinen und Mahlzeiten zu bekommen, ist eine gültige Camping Key Europe (CKE).

Weiterlesen
Die Lesedauer für diesen Artikel beträgt ca. < 1 Minute

Die Fährverbindung der Rederei Hansa Destination zwischen Rostock, Visby (Gotland) und Nynäshamn (unterhalb von Stockholm) wird kurzfristig zum 4. Januar 2023 eingestellt. Die Rederei hat die Strecke erst seit August 2021 betrieben und muss laut eigenen Angaben geringer Nachfrage und zu hohen Treibstoffkosten die Verbindung einstellen.

Hansa Destinations ist eine Tochtergesellschaft von Gotlandsbolaget und hatte u.a. mit der gecharterten M/S Drotten eine praktische Fährverbindung zum Großraum Stockholm angeboten. Für Anfang Januar hatten wir die Rückfahrt von unserer Winterreise 2022/2023 mit der Rederei gebucht. Jetzt müssen wir mal schauen, welchen Weg wir nach Hause nehmen.

Weiterlesen
Die Lesedauer für diesen Artikel beträgt ca. 3 Minuten

Wer mit seinem Camper nach Norwegen fährt, wird sich mit dem Thema Maut auseinandersetzen müssen. Spätestens wenn man ein Wohnmobil mit einem zulässigen Gesamtgewicht von über 3,5 Tonnen über Norwegens Straßen bewegt, kommt man um einen Transponder nicht herum. Auch bei der Nutzung des Rabattsystems für die Fähren in Norwegen mit dem Namen „AutoPASS for ferje“ ist ein Transponder kaum zu vermeiden. Details findet ihr in meinem ausführlichen Artikel zum Thema Rabatte für Maut und Fähren in Norwegen und Schweden.

Wer sich damals für den Transponder „Bizz“ vom dänischen Anbieter Brobizz entschieden hat, wird diesen bis zum 31. Januar 2023 gegen ein neues Model tauschen müssen. Hintergrund sind neue Anforderungen für den Datenaustausch in Norwegen, welche ab Februar 2023 in Kraft treten.

Update: Leider ist der BroBizz ab dem 01.04.2023 in Norwegen für Privatkunden nicht mehr nutzbar.

Weiterlesen
Die Lesedauer für diesen Artikel beträgt ca. 2 Minuten

Nach dem Urlaub ist bekanntlich vor dem Urlaub und auch wenn wir vor wenigen Tagen erst aus dem Schwarzwald zurückgekommen sind, stehen die Winterferien 2022/23 schon fast vor der Tür. Im letzten Jahr haben wir Norwegen und Schweden einen Besuch im Winter abgestattet und es hat uns auf Anhieb sehr gut gefallen.

Somit stand die Entscheidung relativ schnell fest, auch in diesem Winter soll es wieder in den hohen Norden Europas gehen. Sofern es das Wetter zulässt, bis über den nördlichen Polarkreis nach Rovaniemi, in die offizielle Heimatstadt des Weihnachtsmannes. Die Polarlichter (Aurora borealis) mit eigenen Augen sehen zu können, wäre natürlich ein ganz besonderes Highlight dieser Reise und am Nordkap waren wir ja auch „lange“ nicht mehr. Wir lassen uns überraschen und schauen einfach mal, wie weit wir es nach oben schaffen. Die Fährtickets von Travemünde nach Helsinki mit Finnlines sind auf jeden Fall schon mal gebucht.

Weiterlesen
Die Lesedauer für diesen Artikel beträgt ca. 2 Minuten

Ich erhalte zu meinem sehr umfangreichen Artikel zum Thema Maut in Norwegen immer wieder Rückfragen zur Anreise über die Öresundbrücke. Daher erhaltet ihr hiermit eine Zusammenfassung zur Anreise nach Norwegen über Dänemark und Schweden per Fähre und Brücke. Alle anderen Reisemöglichkeiten und Kombinationen aus Fähre, Landweg, Brücke usw. und das inkl. Kostenaufstellungen, findet ihr hier.

Weiterlesen
Die Lesedauer für diesen Artikel beträgt ca. 15 Minuten

In Schweden und Norwegen müssen alle Fahrzeuge Mautgebühren zahlen. Das System verwendet dabei ANPR-Kameras (Automatic Number Plate Recognition), welche eine reibungslose und vollautomatische Erkennung von Fahrzeugen ermöglichen und dem Fahrzeughalter wird postalisch eine Rechnung zugestellt. In Norwegen sind schwere und gewerblich genutzte Fahrzeuge über 3,5 Tonnen dazu verpflichtet, einen elektronischen Transponder (Chip) zur automatischen Erfassung der Maut einzusetzen.

Die meisten Mietwohnmobile sind auf gewerblichen Anbieter registriert und somit von dieser Regelung betroffen und bei Nichtbeachtung wird in Norwegen eine Strafe von 8000 NOK (ca. 800 €) fällig. In dem folgenden Artikel gebe ich dir eine Übersicht über die Mautsituationen in Skandinavien und der Schwerpunkt liegt hierbei auf Norwegen. Ich erkläre darin auch, wie man 50 % der Kosten auf den knapp über 100 Fähren innerhalb Norwegens einsparen kann und was man besonders mit einem gemieteten Wohnmobil über 3,5t beachten muss.

Weiterlesen
Die Lesedauer für diesen Artikel beträgt ca. 12 Minuten

Dänemark, Schweden und Norwegen gehören zu den beliebtesten Reiseländern Skandinaviens, daher gehe ich im folgenden Artikel nicht auf Finnland und Island ein. Wer mit seinem Wohnmobil eines dieser Länder von Deutschland aus bereisen möchte, sollte je nach Start und Zielort genügend Zeit für die An- und Abreise einplanen. Im folgenden Artikel möchte ich euch verschiedene Möglichkeiten aufzählen, wie Ihr am entspanntesten, schnellsten oder günstigsten in den schönen Norden Europas kommt.

Da Wohnort und Reiseziel natürlich sehr individuell sind, dient meine Routenübersicht mit Kostenberechnung nur als eine Orientierung. Auch macht es dem einen nichts aus, längere Zeit hinter dem Steuer zu sitzen, während ein anderer lieber öfters Pausen einlegen bzw. gewisse Passagen mit der Fähre bestreiten möchte. Der insgesamt zur Verfügung stehende Zeitraum einer Reise ist genauso unterschiedlich wie das Budget. Pickt euch daher eine Route zu eurem Reiseziel heraus und ihr könnt dabei natürlich Brücken und Fähren miteinander kombinieren. Auch kann für die Hinreise über anderes Land, als bei der Rückreise erfolgen. Das schöne am Reisen mit dem Camper ist aber ja die große Flexibilität.

Bei der eigentlichen Fahrt mit dem Wohnmobil sollte man auf jeden Fall berücksichtigen, dass es sich hierbei nicht um einen Pkw handelt und dass sich die Modelle hier auch stark unterscheiden. Ein Kastenwagen mit 3,2 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht kann schneller unterwegs sein, als ein Wohnmobil mit über 3,5 Tonnen, bei dem auf der Autobahn bei 100 km/h und auf der Landstraße bei 80 km/h eh Feierabend ist. Zusätzlich steigt der Spritverbrauch ab einer gewissen Geschwindigkeit sehr deutlich an und der Bremsweg erhöht sich ebenfalls sehr stark. Somit sind die Zeitangaben etwa von Google Maps nicht so vergleichbar und hinzukommt auch, dass selbst die An- und Abreise ja Teil des Urlaubs seien sollte, was uns das leider auch nicht immer gelingt.

Weiterlesen
Die Lesedauer für diesen Artikel beträgt ca. 9 Minuten

Wir hatten am Abend bereits den Parkplatz am Tomteland bezogen, aber den Kids noch nichts davon erzählt. Die dachten am nächsten Morgen wir würden zu einer Wanderung aufbrechen und haben dann aber große Augen gemacht, als wir stattdessen in die (passend zur Jahreszeit) Santaworld ins Tomteland gegangen sind.

Weiterlesen
Die Lesedauer für diesen Artikel beträgt ca. 10 Minuten

Vom netten Plätzchen bei Bjørkeim in der Nähe von Oslo, sind wir in Richtung Nordosten aufgebrochen. Ein Großteil der Strecke ging leider genau wieder in die Richtung, aus der am Tag vorher erst wir gekommen waren. Wenn man aber nach Bergen möchte und dann nicht an der Küste nach oben fahren will, dann geht es nicht anders.

Ziel war ein Platz etwa 20 Minuten hinter Beitostølen, welchen wir 2019 bei unserer Wanderung über den Gjende schon besucht hatten. Hier steht man wunderbar in der Nähe des Wassers, auch wenn das aktuell eher aus Eis und Schnee bestand. Auf den letzten ca. 20 Kilometern über eine reine Eisfläche, was der Norweger wohl noch Straße nennt, hatte das Wort „Dunkelheit“ eine ganz neue Bedeutung bekommen. Hier oben sieht man die eigene Hand vor den Augen nicht und ich weiß auch, warum so mancher Skandinavier eine Reihe von Zusatzscheinwerfern an seinem Fahrzeug montiert.

Weiterlesen