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In „nur“ 17 Tagen sind wir von Oldenburg nach Helsinki und dann durch Finnland bis zum Polarkreis und dann weiter bis nach Norwegen zum Nordkap und von dort wiederum durch Schweden zurück nach Hause gefahren. Eine ziemlich verrückte Tour in einer so kurzen Zeit und das ganze auch noch im Winter auf vereisten Straßen und bei Temperaturen von bis zu -34° Grad.

Trotz aller Widrigkeiten und der langen Fahrtzeit haben wir jede Sekunde genossen und in diesem Artikel findest Du jetzt nicht nur am Ende eine Zusammenfassung unserer Reise, sondern auch wichtige Tipps, falls Du eventuell selbst eine solche Tour planen solltest. Dabei möchte Dich auf der einen Seite nicht verunsichern, dass alles viel so schwierig ist und sehr viel Vorbereitung benötigt. Auf der anderen Seite wäre es aber auch leichtsinnig zu sagen, man kann „einfach mal so“ mit jedem beliebigen Camper ohne jegliche Vorkehrungen losfahren kann.

Der eiskalte skandinavische Winter bestraft nämlich Leichtsinn relativ schnell und der Urlaub kann ein unschönes Ende nehmen und das wollen wir ja bestmöglich versuchen zu vermeiden. Wenn Du aber lieber im warmen Süden bleiben und „nur“ unseren Reisebericht lesen möchtest, dann spring einfach zum passenden Punk, oder klicke hier und ich wünsche Dir viel Spaß beim Lesen der einzelnen Etappen.

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Vom Weihnachtsmanndorf in Rovaniemi fuhren wir am nächsten Morgen weiter in die Gemeinde Kittilä, um auf dem Levi-Fjäll das Elternhaus vom Weihnachtsmann „Santa’s Cabin“ zu besuchen. Wenn man nämlich dem 2007 erschienenen Film Wunder einer Winternacht „Christmas Story“ glauben mag, dann lebte dort in dem kleinen Häuschen ein Junge namens Nikolas, aus welchem später der Weihnachtsmann wurde.

Wir parkten den Camper unten am Berg, schnappten uns die neuen Schneeschuhe und machten uns auf den Weg zur Gondel vom Skigebiet. Die Tickets waren bequem am Automaten zu kaufen und nach etwa 15 Minuten Wartezeit in der Schlage mit den Skifahrern, ging es in weniger als 10 Minuten hinauf in Richtung Gipfel. Die Sicht betrug hier oben nur etwa 10 Meter und es peitsche ein eisiger Wind, sodass wir tatsächlich kurz überlegten, mit der Gondel wieder ins Tal zu fahren. Die Neugier siegte jedoch und wir machten uns auf den Weg zur Hütte.

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Nach unserem kurzen Tagesbesuch von Helsinki brachen wir am nächsten Morgen bereits wieder auf in Richtung Norden und als Ziel im Navi wurde die ca. 800 Kilometer entfernte Stadt Rovaniemi in der nordfinnischen Region Lappland am Polarkreis eingegeben.

Auch wenn sich die Straßen bzw. Autobahnen in einem guten Zustand befanden, war für uns auf den meisten Passagen der Stecke bei 80 km/h Höchstgeschwindigkeit Schluss. Mit diversen Podcasts hielten wir uns bei Laune, denn die Fahrt zog sich ganz schön und es wird selbst im unteren Teil von Finnland bereits ab 14:00 Uhr langsam aber sicher stockdunkel.

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Nur wenige Minuten vom Campingplatz Rastila in Helsinki entfernt befindet sich die Metrostation der Linie M1, welche einen in ca. 20 Minuten mitten ins Zentrum bringt. Es empfiehlt sich ein Tagesticket für die Zonen A/B, mit welchen man den größten Teil von Helsinki abdeckt und neben der Metro auch die Tram und Fähren nutzen kann.

Leider haben wir mit der Ankunft am 24.12. die Weihnachtsmärkte, wie den Thomas-Markt auf dem Senatsplatz knapp verpasst. Dennoch waren die meisten Teile der Stadt noch weihnachtlich geschmückt und es war angenehm ruhig. Unsere erste Station war die Felsenkirche Temppeliaukion Kirkko im Stadtteil Etu-Töölö.

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Vergangenes Jahr sind wir mit dem Camper bereits über die Winterferien nach Norwegen und Schweden gefahren. Die traumhafte Winterlandschaft hat uns damals so beeindruckt, dass wir auch in diesem Winter wieder in den hohen Norden fahren wollten. Sofern es das Wetter zulässt, sollte es gerne auch bis über den Polarkreis gehen.

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Nach dem Urlaub ist bekanntlich vor dem Urlaub und auch wenn wir vor wenigen Tagen erst aus dem Schwarzwald zurückgekommen sind, stehen die Winterferien 2022/23 schon fast vor der Tür. Im letzten Jahr haben wir Norwegen und Schweden einen Besuch im Winter abgestattet und es hat uns auf Anhieb sehr gut gefallen.

Somit stand die Entscheidung relativ schnell fest, auch in diesem Winter soll es wieder in den hohen Norden Europas gehen. Sofern es das Wetter zulässt, bis über den nördlichen Polarkreis nach Rovaniemi, in die offizielle Heimatstadt des Weihnachtsmannes. Die Polarlichter (Aurora borealis) mit eigenen Augen sehen zu können, wäre natürlich ein ganz besonderes Highlight dieser Reise und am Nordkap waren wir ja auch „lange“ nicht mehr. Wir lassen uns überraschen und schauen einfach mal, wie weit wir es nach oben schaffen. Die Fährtickets von Travemünde nach Helsinki mit Finnlines sind auf jeden Fall schon mal gebucht.

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Die letzte Nacht haben wir an dem ruhigen Platz an der E45 in Norwegen verbracht. Hier sind es bereits am frühen Morgen über 20 Grad. Solche Temperaturen sind wir gar nicht mehr gewohnt. Daher haben wir alle nicht so gut geschlafen, weil wir auch noch vergessen hatten, alle Fenster in der Nacht zu öffnen. Die letzten 2 Wochen unserer Tour durch Norwegen, war es meistens nur so um die 12 Grad. Wir setzten unsere Fahrt auf der E45 in Richtung Finnland fort. Es geht eigentlich immer nur geradeaus und irgendwann passieren wir ohne Probleme die Grenze.

Wenn man in der Region Lappland unterwegs ist, merkt man eigentlich nicht, ob man gerade in Norwegen, Finnland, oder Schweden ist. Grüne Bäume und Wiesen, so weit das Auge reicht. Alle paar Kilometer ein kleiner See und hier und da mal ein Häuschen. Na gut, ich muss schon sagen, die Finnen haben die lustigsten Straßenschilder. Die Orte klingen einfach putzig und manchmal kaum aussprechbar.

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