Einsteiger Tipps für den Strom

Ohne Gas, Wasser und Strom, geht nicht wirklich viel im Camper. In der Regel befindet sich in jedem neuen Camper von Werk aus eine sogenannte Aufbaubatterie mit um die 90 Amperestunden. Wie lange eine solche Batterie durchhält, das lässt sich pauschal einfach nicht beantworten, weil es von vielen Faktoren und zwar hauptsächlich von der Anzahl der Verbraucher abhängt. Eine Nacht sollte man aber eigentlich ohne weitere Probleme schaffen, ohne an das Stromkabel (230V) angeschlossen zu sein. Das aber natürlich nur, wenn man im 12V Betrieb unterwegs ist. Kaffeemaschine, Fön oder gar ein Thermomix, sind hierbei natürlich außen vor.

Wer eh die meiste Zeit mit dem Camper auf einem Campingplatz, oder Stellplatz steht und somit auf eine externe Stromversorgung zurückgreifen kann, der kann sich bei dem Thema entspannt zurücklehnen. Lediglich genügend Guthaben sollte in der Stromsäule und ein langes (min 30 Meter) CEE-Verlängerungskabel* vorhanden sein, aber ansonsten ist das alles sehr entspannt.

Je mehr Verbraucher im Einsatz und je mehr Tage man Autark stehen möchte, je mehr muss man sich um das Thema Strom Gedanken machen. Hierfür gibt es neben dem reduzieren des Verbrauchs, also etwa dem Umstellen auf LED Beleuchtung, noch weitere Möglichkeiten. Die eine wäre mehr Energie zu speichern, also weitere Batterien im Fahrzeug einzubauen. Hierfür würde ich am besten Lithium Batterien verwenden. Diese sind deutlich leichter und man kann sie zu etwa 100% entladen. Bei herkömmlichen Blei Geld oder AGM Batterien, ist bei 50% bereits Schluss, sofern man die Batterien nicht beschädigen möchte.

Naben dem mehr an Stromspeicher, würde ich persönlich immer wieder eine Solaranlage auf dem Camper montieren bzw. montieren lassen. Somit sind wir außer im Winter, immer Autark unterwegs und nicht auf Ladestrom angewiesen. Wir bereisen gerne sehr abgelegene Orte, etwa in Skandinavien und hier ist die Solaranlage eigentlich ein absolutes Muss.

Ein Batteriecomputer ist auch eine sinnvolle Investition, denn dieser zeigt euch nicht nur ganz genau an wieviel Kapazität die Batterien noch haben, sondern wie lange ihr ohne Nachladen bei dem aktuellen Verbrauch auskommt. Unsere aktuelle Solaranlage verfügt über einen Messshunt mit Bluetooth Schnittstelle und eine passende App übernimmt die Funktionen des Batteriecomputers.

Es ist also eigentlich ganz einfach, reduziert als erstes den Verbrauch und erweitert eventuell die Batteriekapazitäten. Wer gerne viel Autark steht der sollte in eine Solaranlage investieren und wer dann noch zwingend 230V benötigt, investiert noch in einen Wechselrichter*, aber die meisten Geräte lassen sich auch mit 12V aufladen. Selbst ein MacBook lässt sich ganz einfach per 12V mit Strom versorgen und bei den neueren Modellen mit USB-C erst recht.

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