Mit dem Wohnmobil nach Slowenien – Teil 3

Die Lesedauer für diesen Artikel beträgt ca. 15 Minuten

Vom Bio-Hanf-Bauernhof sind wir bis ins Kamniška-Bistrica-Tal am Fuße der Steiner Alpen gefahren, um dort die Hirtensiedlung Velika Planina zu besichtigen. Am Ende des Tals liegt ein kleiner Stellplatz, welcher sich auch hervorragend als Startpunkt für eine Besteigung des Grintovec eignen würde. Dieser ist mit 2.558 Meter der höchste Berg in den Steiner Alpen.

Der Stellplatz öffnet jedoch erst Anfang Mai und weil die Wiesen noch zu feucht sind, kann man dort leider noch nicht stehen bzw. würde den Untergrund zu sehr beschädigen. Der sympathische Betreiber hat uns aber als Alternative den Campingplatz oberhalb der Pendelbahnstation zur Velika Planina empfohlen. Also die paar Kilometer wieder zurück und dann geht es ein kurzes Stück den Berg hinauf bis zum Campingplatz Kraljev hrib, mit einer Aussicht wie aus einem Hochglanz-Werbeprospekt.

Die Stationen unserer Reise

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Der Campingplatz Kraljev hrib

Hier steht man mit dem Camper auf kleinen Terrassen und hat einen wunderschönen Blick auf die Gipfel der Steiner Alpen. Auf der anderen Seite befindet es eine Zeltwiese und es gibt es auch Zimmer im Hostel, oder ein kleines Chalet mit Sauna, Terrasse und Badefass zu mieten. Die traumhafte Aussicht ist hier aber immer inklusive und der Campingplatz hat sogar ganzjährig geöffnet. Wir haben 31 € pro Nacht bei der sympathischen Betreiberin bezahlt.

Koordinaten vom Campingplatz Kraljev hrib
what3words: ///bindet.aufschwung.gegenrede
46.305237, 14.611079
46°18.3142′N, 14°36.6647′E
46°18′18.8532″N, 14°36′39.8844″E

Wir suchten uns ein nettes Plätzchen und hievten den Camper erst einmal rechts mit den Hubstützen und Abstützplatten* so hoch wie es ging. Der Untergrund ist noch nicht für die anstehende Saison aufbereitet worden, aber am Ende standen wir fast gerade. Nach einer kleinen Sonnenanbetersession haben wir dann noch das schöne Wetter genutzt und eine Wanderung am Fluss Kamniška Bistrica unternommen.

Nach etwa ein paar Kilometern erreicht man einen kleinen Canyon, hinter welchem man über eine Brücke auf die andere Seite gelangt und wieder in Richtung Campingplatz laufen kann. Im Kamniška-Bistrica-Tal kann man insgesamt sehr viele Wanderungen unternehmen, aber für heute begnügten uns mit etwa 8 Kilometer am Fluss entlang.

Auf dem Rückweg haben wir uns an der Talstation noch die Tickets (50 € für eine Familienkarte) für die Pendelbahn zur Hirtensiedlung Velika planina besorgt. Das würde zwar auch online (Link) möglich sein, aber wir kamen ohnehin gerade hier vorbei und haben die Karten daher ganz klassisch am Schalter gekauft.

Die längste Pendelbahn Europas ohne Stützpfeiler

Nach einer angenehm ruhigen Nacht auf dem Campingplatz sind wir am nächsten Morgen, die 5-10 Minuten runter zur Talstation gelaufen. Die Pendelbahn fährt je nach Saison und Wochentag zu etwas speziellen Zeiten. Bei uns waren es etwa an einem Mittwoch im April 8:00, 9:00, 10:00, sowie 12:00, 14:00 und 16:00 Uhr. Es fährt dabei immer gleichzeitig eine Kabine hinauf zum Gipfel und eine hinab ins Tal. Was übrigens passiert, wenn in einer Kabine kein Platz mehr ist, kann ich leider nicht sagen. Man sollte die Uhrzeit der letzten Abfahrt auf jeden Fall gut im Auge behalten, wenn man nicht „mal eben“ den gesamten Berg hinabsteigen möchte.

Die Fahrt ist schon etwas aufregend und man benötigt auch ein wenig Vertrauen in die slowenische Ingenieurskunst. Es handelt sich nämlich um die längste Pendelbahn ohne Stützpfeiler in Europa. Die Fahrt dauert aber nur 5 Minuten und über eine Tragseillänge von 1668 Metern, bewältigt man einen Höhenunterschied von insgesamt 857 Metern.

Wir entschieden uns für die Fahrt um 10:00 Uhr und wenige Minuten später waren wir bereits an der Bergstation angekommen. Von hier aus geht es zu Fuß oder mit einem Sessellift (im Ticket enthalten) weiter bis auf den Gipfel des Berges. Der Sessellift hat mit 8:30; 10:30; 11:30; 12:30; 14:30, 15:30 Uhr auch feste Fahrtzeiten in beide Richtungen. Was nicht ganz so optimal ist, aber darauf komme ich später noch zurück.

Koordinaten der Talstation für die Pendelbahn
what3words: ///üblich.angesprochen.ordnet
46.305237, 14.607915
46°18.3142′N, 14°36.4749′E
46°18′18.8532″N, 14°36′28.4940″E

Hirtensiedlung Velika planina

Vom Gipfel aus sind es etwa 15-20 Minuten zu Fuß bis zum Hirtensiedlung Velika planina, was auf Deutsch so viel wie Großalm bedeutet. Ende Frühling läuten auf der Velika planina wieder die Kuhglocken, was auch die Ankunft der Hirten ankündigt. Die traumhafte Hochebene mit einer der größten Hirtensiedlungen Europas lockt dann natürlich Tausende Besucher aus der ganzen Welt an. Bei unserem Besuch waren die Hütten noch unbewohnt und es lag auch noch etwas Schnee. Es war alles absolut still und wir waren fast allein hier oben, was auch seinen ganz besonderen Charme hat.

Die Hirtensiedlung umfasst rund 140 Hütten und die Dächer sind mit typischen Dachschindeln aus Fichtenholz gedeckt und reichen fast bis an den Boden. Natürlich macht auch hier die moderne Technik keinen Halt und auf einigen Hütten sind auch Solarpaneele angebracht, aber hey besser als Stromleitungen, oder gar laute Generatoren.

Besonderer Trubel herrscht hier laut Einheimischen von Juni an, wenn die Hütten auch von den Hirten bewohnt werden, welche hier mit ihrem Vieh bis zum September bleiben. Ein Teil der Hütten ist auch für Touristen buchbar. So kann man hier oben auch übernachten und dieses schöne Fleckchen Erde mit der fantastischen Aussicht besonders in, genauer gesagt ab den frühen Abendstunden genießen, wenn die letzte Gondel die Tagestouristen von Gipfel wieder ins Tal gebracht hat.

Wir sind einen etwa 7 Kilometer langen Rundweg über die Hochebene gelaufen und zwischendurch bei einer bereits geöffneten Hütte eingekehrt und haben uns eine Erfrischung gegönnt. Auch wenn wir eigentlich genügend Getränke dabeihatten und die Preise hier oben verständlicherweise etwas höher sind, finde ich so etwas immer wichtig. Sonst können und werden solche Hütten als gemütliche Einkehr für Wanderer nicht bestehen können.

Da wir einigermaßen gut in der Zeit lagen, planten wir die Abfahrt mit der Pendelbahn in Tal für 14:00 Uhr. Wir steuerten von der Hochebene aus den Gipfel und somit erst einmal die Station vom Sessellift an. Diesen erreichten wir gegen 13:20, aber fahren würde dieser in Richtung Station der Pendelbahn erst wieder um 14:30 Uhr. Das wäre für die 14:00 Pendelbahn zu spät und für die 16:00 Fahrt wiederum viel zu früh. Bei etwa bei 5 °C fast eine Stunde hier oben warten müssten, war auf jeden Fall keine Option.

Also entschlossen wir uns für den schnellen Abstieg zu Fuß und mussten uns am Ende ganz schön beeilen, um auf den letzten Drücker noch die 14:00 Pendelbahn ins Tal zu erwischen. Mir scheint der Fahrplan zwischen Kabine und Sessellift noch nicht ganz optimal aufeinander abgestimmt zu sein. Natürlich kann man die Stunde Wartezeit an der Bergstation auch im dortigen Wirtshaus verbringen. Ob hier eine gewisse Absicht dahintersteckt?

Runter ist die Fahrt noch etwas aufregender, weil man die sehr lange Seilverbindung bis ins Tal deutlicher sehen kann. Wieder unbeschadet und ein wenig erleichtert am Camper angekommen, genossen wir noch die schönen Sonnenstrahlen und die herrliche Aussicht auf die Berge. Am nächsten Tag sind wir weiter zu unserer letzten Station in Slowenien, in Richtung der kleinen Stadt Bled gefahren. Kurz vor Bled wollten wir uns u.a. noch eine Klamm anschauen.

Die Vintgarklamm

Je nach Jahreszeit muss man sich im Vorfeld ein wenig über die Öffnungszeiten von Sehenswürdigkeiten informieren. Bei der Vintgarklamm in der Nähe von Bled stand im Vorfeld bereits fest, dass diese erst zum 1. April und somit in unserer letzten Urlaubswoche geöffnet ist. Somit haben wir uns Bled für den Rückweg nach Deutschland aufgehoben.

Leider hatte es in den letzten Nächten Frost gegeben und die Klamm musste aus Sicherheitsgründen bis zum 12. April geschlossen bleiben, so stand es zumindest auf deren Webseite. Wir sind dennoch einmal bis zum Eingang gefahren, weil dieser ohnehin auf unserer Route lag. Hier haben wir erneut Verbotsschilder für Camper auf dem großen Parkplatz gesehen. Nicht dass man hier nicht übernachten soll, was ja nachvollziehbar wäre, sondern dass man dort nicht Parken darf. Bedauerlicherweise ist uns hier erneut aufgefallen, dass Campingfahrzeuge in Slowenien nicht wirklich erwünscht sind.

Man konnte aber zumindest ein paar Meter in die Klamm bis zu ersten Brücke gehen. Die 1,6 Kilometer lange Klamm liegt zwischen den majestätischen, senkrechten Wänden der Berge Hom und Boršt und der Fluss Radovna hat sie so geformt. Die vielen Warteschlangengatter am Eingang lassen nur erahnen, was hier im Sommer los ist.

Durch die Klamm führt ein Pfad über Holzbrücken und Galerien, welcher am 13 Meter hohen Flusswasserfall Šum endet. Diesen wollten wir uns zumindest einmal kurz ansehen und sind mit dem Camper ein paar Kilometer bis zu einem Friedhof gefahren. Hier steht ein großer Parkplatz (Camper erlaubt) zur Verfügung und die ersten 1,5 Stunden sind hier sogar kostenlos. Dieser eignet sich somit auch für die Besichtigung der Vintgarklamm mit einem Camper.

Koordinaten vom Parkplatz oberhalb vom Wasserfall
what3words: ///komm.ruhe.schriftlich
46.406708, 14.106805
46°24.4025′N, 14°6.4083′E
46°24′24.1488″N, 14°6′24.4980″E

Der Wasserfall Sum

Man läuft vom Parkplatz etwa 15-20 Minuten bis zum Wasserfall Šum, welcher mit seinen 13 Metern Fallhöhe jetzt nicht ganz so spektakulär ist. Wir genossen auf den Steinen sitzend die Sonnenstrahlen, lauschten dem rauschenden Wasser und machten uns danach wieder entspannt auf den Weg zurück zum Camper. Auf dem Bild sieht man auch den Aus/Eingang zur Klamm von der Seite des Wasserfalls aus. Von hier aus kann man also starten, wenn man mit dem Camper angereist ist.

Die Schlucht von Pokljuka

Unweit von Bled liegt ebenfalls im Nationalpark Triglav die Pokljuka-Schlucht. Ihren Eingang bzw. den Parkplatz zu finden, war für uns Anfangs gar nicht so einfach. Nach ein wenig hin und her haben wir das kleine Schild jedoch entdeckt und sind bis kurz vor einen kleinen Wanderparkplatz gefahren. Wegen tief hängender Bäume mussten wir unseren Camper ein paar Meter vorher am Wegesrand abstellen. Hier stört man aber niemanden, daher war das auch kein Problem.

Koordinaten vom Wanderparkplatz
what3words:
///wohlriechend.torhüter.hauptstädte
46.379029, 14.041764
46°22.7417′N, 14°2.5058′E
46°22′44.5044″N, 14°2′30.3504″E

Vom Parkplatz aus geht es direkt in die Schlucht hinein, welche etwa zwei Kilometer lang ist und sich perfekt für einen Spaziergang am Nachmittag eignet. Die Schlucht ist vor etwa 10.000 Jahren durch das vom Pokljuka-Gletscher abfließende Wasser eines Nebenflusses der Radovna aus dem Kalkstein entstanden.

Nach einiger Zeit sehen wir bereits die große Felsenhöhle mit dem Namen Pokljuška luknja (Pokljuka-Loch). Vor hier aus führt auch alter Weg nach Pokljuška rovta und weiter auf die Pokljuka-Hochebene. Wir gehen hier jedoch weiter und die Schlucht wird an einigen Stellen erst ganz eng und erweitert sich danach wieder.

Als Nächstes geht es über einen an der Wand befindlichen Holzweg (die Galerie des Königs Andrej), bis zu einer steilen Treppe, welche einen zum obersten Teil der Pokljuka Schlucht führt.

Am Ende der Schlucht angekommen, entscheiden wir uns für den direkten und einfachen Rückweg zum Parkplatz und setzen unsere Reise zur letzten Stadion in Slowenien, dem kleinen Ort Bled fort.

Bled die Alpen-Perle

Fast schon zu schön, um war zu sein und auch etwas Bilderbuch-Klischeehaft liegt das Örtchen Bled am gleichnamigen Bleder See, mit Blick auf das Pokljuka-Hochplateau. Die österreichische Grenze ist von hier nur rund 30 Kilometer entfernt und somit trifft man in Bled auch auf viele Tagestouristen aus dem Nachbarland.

Mit dem Camper beschränkt sich die Auswahl in Bled auf zwei Übernachtungsmöglichkeiten. Zu einem wäre hier der Stellplatz „Kamper stop Bled“ in Form eines Parkplatzes in einem Gewerbegebiet. Preislich liegt man hier je nach Saison zwischen 20 und 40 € pro Nacht. Bis zum Ufer sind es von der Platte aus rund 20 Minuten zu Fuß.

Koordinaten vom Stellplatz
what3words:
///duften.steckten.zahnmedizin
46.370351, 14.118537
46°22.2211′N, 14°7.1122′E
46°22′13.2636″N, 14°7′6.7332″E

Die aus unserer Sicht deutlich schönere, aber halt auch um einiges teurere Location ist Camping Bled und der Platz befindet sich am gegenüberliegenden Seeufer. Wir erreichten den Platz am Nachmittag und bekamen auch noch eine freie Parzelle. Der Campingplatz war Anfang April bereits sehr gut belegt, sodass man in der Hauptsaison besser im Vorfeld reservieren sollte. Vom Platz aus sind es nur wenige Meter bis zum See und so genossen wir noch ein wenig das Farbenspiel am Steg.

Koordinaten von Bled Camping
what3words:
///falsch.verriegelt.angestrebten
46.361429, 14.0809512
46°21.6857′N, 14°4.8571′E
46°21′41.1444″N, 14°4′51.4243″E

Direkt am Eingang vom Campingplatz liegt das Restaurant Zaka und hier haben wir am Abend noch lecker gegessen. Der Zaka-Burger und auch der Veggieburger sind auf jeden Fall zu empfehlen. Im Sommer kann man auch draußen auf der Terrasse sitzen, mit schönem Blick auf den See, aber dafür war es leider Anfang April noch zu kalt.

Direkt neben dem Campingplatz beginnt ein Weg, um auf den Berg Ojstrica zu gelangen, von dem aus man einen schönen Blick auf den See hat. Der Aufstieg ist mit etwa 20-30 Minuten angenehm kurz, aber dafür an manchen Stellen recht steil. Die Anstrengungen werden jedoch mit einem außergewöhnlich schönen Ausblick belohnt.

Von hier aus sieht man neben der Save-Ebene und dem langen Grat der westlichen Karawanken, auch die Burg von Bled. Sie thront auf einem 139 Meter hohen Felsen über dem See und Ihre Geschichte reicht zum Anfang des 11. Jahrhunderts zurück und sie gilt als die älteste Burg Sloweniens.

Auf der kleinen Insel Blejski Otok, befindet sich, die als Ausflugsziel sehr beliebte Marienkirche. Diese kann man u.a. mit traditionellen Booten, Pletna genannt, erreichen und sie ähneln einer venezianischen Gondel und sie werden in einer besonderen Stehruder-Technik fortbewegt. Auf der Insel kann die 99 Stufen bis zur Kirche erklimmen und dort die ”Wunschglocke” im oberen Dachreiter über dem Kirchenschiff läuten.

Nach dem Abstieg vom kleinen Berg Ojstrica, waren wir noch etwas am See spazieren und wer möchte, kann in etwas mehr als einer Stunde den See vollständig zu Fuß umrunden. Öffentliche Verkehrsmittel gibt es hier zwar nicht, aber Möglichkeiten sich Fahrräder auszuleihen.

Nach zwei Nächten auf dem Campingplatz in Bled, war es für uns an der Zeit, die Heimreise anzutreten. Durch den acht Kilometer langen Karawankentunnel sind wir von Slowenien nach Österreich und von dort aus dann weiter bis nach Deutschland gefahren.

Lecker essen in Eging am See

Wir steuerten Eging am See im Bayerischen Wald an. Hier hatten wir uns bei der Erdinger Urweisse Hütt’n zum Hannes für den Abend einen Tisch reserviert. Das Wirtshaus im Stil einer Almütte liegt am Rande der Westernstadt Pullman City und ist uns seit unserem letzten Besuch im Jahr 2017 in positiver Erinnerung geblieben. Wie vor sechs Jahren gab es hier sehr leckeres Essen mit ordentlichen Portionen, zu mehr als fairen Preisen in einem tollen Ambiente. Schön, wenn sich gewisse Dinge einfach über viele Jahre nicht verändern. Wir sehen uns wieder.

Erdinger Urweisse Hütt’n zum Hannes
what3words:
///markieren.dieser.trauen
48.6989049, 13.2609468
48°41.9343′N, 13°15.6568′E
48°41′56.0576″N, 13°15′39.4085″E

Über Göttingen nach Hause

Am frühen Sonntagabend erreichten wir den Stellplatz an der Eiswiese in Göttingen und die Ladys gingen im angrenzenden Erlebnisbad noch eine Stunde schwimmen. Kurz vorher haben wir uns im Restaurant Poseidon (befindet sich im/am Erlebnisbad) Gyros bestellt, welches dann nach dem Schwimmen abgeholt und im Camper genüsslich verzehrt wurde. Am Ostermontag sind wir dann zum Glück ohne Stau von Göttingen aus bis nach Hause gefahren.

Unser Fazit zu Slowenien

Slowenien ist ein wunderschönes Land und eignet sich mit den Julischen Alpen, den Steiner Alpen und dem Pohorje-Gebirge perfekt für Wanderungen und viele weitere Aktivitäten in der Natur. Die Menschen, die wir auf unserer Tour getroffen haben, waren überaus gastfreundlich und wir fühlten uns insgesamt sehr wohl und willkommen.

Für die Sehenswürdigkeiten muss man fast überall Eintritt zahlen, was grundsätzlich natürlich in Ordnung ist, auch wenn wir die Preise teilweise als etwas hoch empfanden. Was den Urlaub mit einem Reisemobil und ein damit verbundenes Umherreisen angeht, so muss man sich jedoch auf einige Einschränkungen einstellen.

Es fängt schon damit an, dass man bei (zu) vielen Supermärkten aufgrund von Höhenbeschränkungen zum Einkaufen nicht mit seinem Camper auf den Parkplatz fahren kann. Diverse Male mussten wir ein gutes Stück weiter parken und bis zum Supermarkt laufen, wenn wir nicht ganz weiterfahren mussten.

Bei Sehenswürdigkeiten, wie der Vintgarklamm oder dem Parkplatz der Pendelbahn darf man mit seinem Camper nicht den Parkplatz nutzen, um hier nur mal zwei Beispiele zu nutzen. Dass man hier nicht übernachten darf, kann ich natürlich verstehen, dass man aber hier (auch gegen Gebühr) nicht tagsüber parken darf, um sich ebenfalls gegen Gebühr die Sehenswürdigkeit(en) anzuschauen, verstehe ich leider nicht.

Die Stellplatzinfrastruktur ist in Slowenien bedauerlicherweise überschaubar und wenn sind die (teilweise sehr einfachen) Plätze mit über 20,00 € recht teuer. Stattdessen stehen einem Campingplätze zur Verfügung, welche jedoch größtenteils erst im Mai öffnen und für nur eine Übernachtung wiederum recht kostspielig sind. Es ist also für Reisemobile noch einiges an Luft nach oben in einem ansonsten wunderschönen Land Europas.

Eckdaten zu dieser Reise

4 Kommentare
  1. Steffi J.
    Steffi J. sagte:

    Vielen Dank für diesen ausführlichen Reisebericht, der zum Schluss tatsächlich Fragen aufwirft . Tolle Fotos habt ihr gemacht, und einiges ist bestimmt auch für uns machbar. Danke und Grüße aus Dresden
    (jetzt lese ich Norwegen, da waren wir auch schon 2 mal, vielleicht gibt es ja Neues für mich:) .)

  2. Martin
    Martin sagte:

    Vielen Dank für den schönen Bericht.
    Wir planen im Herbst eine Tour (teilweise) durch Slowenien. Es gibt dort ja wirklich viele schöne Ecken.
    Dank Deiner kritischen Hinweise werden wir zumindest nicht böse überrascht werden, sondern können uns schon einmal darauf einstellen, dass gute Stellplätze rar oder sehr teuer sind – oder sogar beides. Oder auch dass unsere Fahrzeug-Art einfach nicht erwünscht ist…

  3. Marc Broch
    Marc Broch sagte:

    Hallo Martin, freut mich zu hören, dass er dir gefallen hat. Slowenien ist in vielerlei Hinsicht ein wunderschönes Reiseland, nur bei der „Freiheit“ mit dem Wohnmobil muss man sich ein wenig einschränken. Wenn ihr jedoch im Vorfeld ein wenig mehr Zeit in die Stell- und Campingplatzsuche investiert und auch bereit seid, für eine „einfache Platte“ ordentlich Geld auf den Tisch zu legen, dann steht einem schönen Urlaub in Slowenien nichts im Wege. Viele Grüße Marc

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