Skandinavien Winterreise 2022 – Teil 4

Die Lesedauer für diesen Artikel beträgt ca. 6 Minuten

Vom Weihnachtsmanndorf in Rovaniemi fuhren wir am nächsten Morgen weiter in die Gemeinde Kittilä, um auf dem Levi-Fjäll das Elternhaus vom Weihnachtsmann „Santa’s Cabin“ zu besuchen. Wenn man nämlich dem 2007 erschienenen Film Wunder einer Winternacht „Christmas Story“ glauben mag, dann lebte dort in dem kleinen Häuschen ein Junge namens Nikolas, aus welchem später der Weihnachtsmann wurde.

Wir parkten den Camper unten am Berg, schnappten uns die neuen Schneeschuhe und machten uns auf den Weg zur Gondel vom Skigebiet. Die Tickets waren bequem am Automaten zu kaufen und nach etwa 15 Minuten Wartezeit in der Schlage mit den Skifahrern, ging es in weniger als 10 Minuten hinauf in Richtung Gipfel. Die Sicht betrug hier oben nur etwa 10 Meter und es peitsche ein eisiger Wind, sodass wir tatsächlich kurz überlegten, mit der Gondel wieder ins Tal zu fahren. Die Neugier siegte jedoch und wir machten uns auf den Weg zur Hütte.

Die Stationen unserer Reise

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Santa’s Cabin

Als Erstes muss man ein kurzes Stück an der Skipiste entlanglaufen, bevor es dann über einen Wanderweg weitergeht. Dieser ist mit Stäben markiert, weil man ihn ansonsten eh nicht sehen würde. Weiter als bis zum nächsten Stab reichte die Sicht nicht und wir kamen uns vor, wie auf einer Expedition im Hochgebirge. Schön hintereinander ging es für im Entenmarsch den Berg hinab. Nach ca. 30 Minuten erreichten wir das kleine und vollkommen zugeschneite Häuschen (GPS-Koordinaten: 67° 46′ 58.16″ N 24° 50′ 50.47″ E).

Es war mit -15° Grad und vor allem mit dem heftigem Wind einfach zu kalt, um hier lange an einer Stelle zu verweilen. So ging es nach ein paar Fotos für uns auch schon wieder zurück in den warmen Camper. Als wir uns einen passenden Nachtplatz in der Gegend suchten, trafen wir zufällig auf Arcandia. Im Jahr 2009 sollte in Lappland ein groß angelegter Fantasy-Film namens Nicholas North gedreht werden, für welchen hier auch ein passendes Filmset-Areal an den Südosthängen von Levi gebaut wurde. Leider startete das Projekt nicht einmal richtig, weil die Filmgesellschaft aufgrund von Schwierigkeiten in Konkurs ging.

Erlebnispark Arcandia

Nun steht hier der arktische Erlebnispark Arcandia und die Licht, Musik und Raucheffekte, geben einem das Gefühl, als wäre man gerade in einem epischen Fantasy-/Abenteuer-/Actionfilm gelandet. Für 15 € Eintritt pro Person kann man den Park bis 22:00 Uhr besichtigen.

Das gesamte Gelände ist wunderschön beleuchtet und man bekommt am Eingang jeweils einen Coin, welchen man gegen ein Spiel, wie Axtwerfen oder Bogenschießen einlösen kann. In der Mitte des Parks befindet sich ein kleines Wirtshaus (natürlich in einer passenden Hütte) mit einem Kamin und gemütlichen Sitzmöglichkeiten. Wir wärmten uns bei einem leckeren Glögi (der finnische Version des Glühweins) am Feuer wieder auf, bevor es zurück zum Camper ging. Auf dem nahegelegenen Parkplatz vom Arcandia haben wir dann eine ruhige und einsame Nacht verbracht.

Fahrt durch finnisch Lappland

Nach dem Frühstück ging es weiter durch das verschneite Lappland unter anderem auf der 955 in Richtung Karasjok⁩. Die schmale Straße geht gefühlt immer nur geradeaus und wir haben auf den knapp 150 Kilometern nur ein anderes Auto getroffen. Lediglich ein paar Rentiere waren hier noch unterwegs, für die man immer sehr vorausschauend fahren und evtl. auch anhalten muss.

Zwischenstopp am Juutuanjoki

Am Fluss Juutuanjoki machen wir einen kurzen Zwischenstopp und spazierten zu einer Hängebrücke, welche den Juutuanjoki überquert. Auf der anderen Uferseite gibt es eine Schutzhütte und eine Feuerstelle inkl. Feuerholz.

Nach dem kleinen Spaziergang fuhren wir weiter in Richtung Norwegen. Kurz vor der Ankunft in Karasjok⁩ überquerten wir dann die norwegische Grenze und steuerten den Campingplatz Karasjok camping AS an.

Weiter geht es im nächsten Teil der Reise
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