Meine Eindrücke vom Caravan Salon 2022

Die Lesedauer für diesen Artikel beträgt ca. 12 Minuten

In den letzten beiden Tagen auf dem Caravan Salon 2022 in Düsseldorf, bin ich über 30 Kilometer gelaufen und habe so einiges, aber sicher längst nicht alles gesehen. Bei über 700 Ausstellern in 16 Hallen plus Freigelände, natürlich auch nicht machbar. Viele der ganz großen Weltneuheiten, wie sie so mancher Hersteller angepriesen hat, sind aus meiner Sicht ausgeblieben, was aber auch nicht schlimm ist.

Neben Innovationen und das können auch „einfach“ Verbesserungen bereits bestehender Produkte sein, sind andere Prunkte ebenfalls sehr wichtig. Etwa, dass Lieferketten wieder hergestellt und Ersatzteile wieder verfügbar sind. Das Thema Verfügbarkeit und die damit verbundenen sehr langen Lieferzeiten schrecken neben den anderen aktuellen Sorgen, manche Menschen sicherlich ab. Es warten auch immer noch Kunden auf ihre 2021 oder gar 2020 bestellten Produkte.

Wenn ich mit Herstellern über Verfügbarkeiten gesprochen habe, dann gab es verständlicherweise nur sehr schwammige Aussagen und gleichzeitig sind an vielen Stellen die Preise deutlich gestiegen. 70 bis 80.000 Euro für ein „normales“ Wohnmobil, plus die in der Regel obligatorische Sonderausstattung und Zubehör sind jetzt wohl der neue Standard. Gleichzeitig ist mir aber leider auch aufgefallen, dass die Verarbeitungsqualität an einigen Stellen nochmals nachgelassen hat. Teilweise konnte ich hier nur noch den Kopf schütteln, aber dazu später mehr.

Trotz aller Krisen und Probleme war und ist der Caravan Salon ausgezeichnet besucht. Am Freitag, dem sogenannten Preview Day war es noch angenehm, während sich am gestrigen Samstag bereits Massen von Menschen durch die Gänge schoben. Das Interesse am Camping ist und bleibt sehr hoch und wenn man sich über Produkte und Dienstleistungen informieren möchte, gibt es keinen Ort auf der Welt, auf dem die Auswahl so groß ist, wie auf dem Caravan Salon in Düsseldorf. Die Nachbarn auf dem „Stellplatz“ P1 waren extra aus der Schweiz angereist, weil sie einen neuen Kastenwagen suchen und wenn es ihren gewünschten Grundriss geben sollte, dann doch hier in Düsseldorf. Am Abend bestätigte ein zufriedenes Grinsen und ein Daumen nach oben, ihre Suche war wohl erfolgreich. Glückwunsch!

Weiterhin hoch im Trend sind Kastenwagen, oder sehr schmale teilintegrierte Fahrzeuge. Das Ganze wird jetzt auch mit mehr Bodenfreiheit, einem Allradantrieb und passenden AT Reifen Offroad tauglich gemacht. Optisch sind die natürlich alle ein Hingucker, auch wenn der Großteil sicherlich weder den 4×4 Antrieb, noch die grobstolligen Reifen benötigt, welche außer bei Fahrten im Gelände nur Nachteile haben.

Ein besonderes Exemplar dieser Gattung ist hierbei der Hymer Venture S. Ein Kastenwagen auf Mercedes Sprinter Allrad und einem besonderen Wohnraumkonzept. Denn wie auch bei Bürstner, die ja zur Erwin Hymer Gruppe gehören, kommt hier ein aufblasbares Aufstelldach zum Einsatz. Dadurch verlagert sich der Schlafbereich vollständig nach oben und das bietet im Wohnraum mehr Platz, um etwa eine Face to Face Sitzgruppe zu ermöglichen. Diese befindet sich im Heck, direkt vor einer zweigeteilte Heckklappe mit Echtglasfenstern, welche sich weit öffnen lässt und so entsteht eine überdachte Sonnenterrasse. Das Badezimmer lässt sich bei Bedarf vergrößern, was dem Raumgefühl ebenfalls positiv entgegenkommt.

In das riesige Oberstübchen gelangt man über ein cleveres Stufensystem und die pneumatischen Wände im sogenannten Instant Loft, sollen durch eine vierfache Isolationsleistung vor Hitze, Kälte, Licht und Schall schützen. Das auf den ersten Blick robuste und widerstandsfähige Material soll laut Hymer jeder Witterung standhalten. Hier bin ich natürlich auf die noch anstehenden und vor allem unabhängigen Tests gespannt. Besonders bei starkem Wind, Hagel, Schnee und vielem mehr, muss es sich beweisen. Toll sieht er aus und das Konzept ist auf jeden Fall etwas Besonderes in der Fahrzeugklasse. Jedoch kann man bei einem Preis von bis zu 250.000 auch mal bei Individualausbauern bzw. den Herstellern von Expeditionsfahrzeugen umschauen. Hier bekommt man evtl. mehr für sein Geld.

Die Zuladung ist leider mal wieder ein absoluter Witz und weit an der Realität vorbei. Ihr könnt euch ja mal dazu in den passenden Konfigurator von Hymer begeben. Bei einer maximal zulässige Gesamtmasse von 4100 Kilogramm, benötigt man eh einen passenden Führerschein und warum Hymer dann nicht direkt die 5 oder 5,5 Tonnen Variante vom Sprinter anbietet, ist mir ein Rätsel. So wird man den Venture S leider nur überladen durch die Gegend kutschieren können.

Wo wir gerade bei der Luftkammertechnologie sind, kommen wir direkt zum Lyseo Gallery von der Tochterfirma Bürstner. Der Teilintegrierte verwandelt sich durch die Gallery-Roof-Dachkonstruktion in einen Alkoven, welche man ebenfalls über passende Stufen erklimmen kann. Somit steht auch hier wieder mehr Wohnraum zur Verfügung. Wie auch bei Hymer, werden die Luftkammern mittels eines Kompressor in kurzer Zeit hochgefahren.

Während der Venture S mit seinen 4.1 Tonnen auf zwei Personen ausgelegt ist, sollen im Gallery TD 649 G durch ein Hubbett über der Hecksitzgruppe sogar 4 Personen schlafen können. Wie das auf dem Chassis beim leidigen Thema zulässigem Gesamtgewicht funktionieren soll, ist mir auch hier ein absolutes Rätsel. Der TD 689 G verfügt wiederum über ein großes Bad mit separater Dusche im Heck. Das Raumgefühl ist in beiden Versionen sehr gut und auch hier müssen wir die Tests für die neue Luftkammertechnologie noch abwarten.

Grundsätzlich solltet ihr bei allen Herstellern genau auf die Zuladungsreserven achten, denn was bringt einem ein schönes Wohnmobil, wenn man es nicht fahren darf und nebenbei auch die eigene Sicherheit gefährdet.

Wo ist die Qualität geblieben?

Bei Knaus, die eine gesamte Halle (1) beanspruchen, hatte die Qualitätsabteilung wohl die letzten Monate Urlaub. Anders kann ich mir nicht erklären, warum bereits am Preview Day um kurz nach 09:00 in nahezu allen TOURER VAN, das „innovative“ Xpand-Bad schon defekt war. Mit wenigen Handgriffen soll man die höhenverstellbare Dusche aufrichten können, die ansonsten unter einem Teil vom Bett schlummert. Die sehr dünne und labberige Rückwand faltet sich dabei in der Mitte und wird an die Decke geschoben.

Oben hält (oder auch nicht) das ganze durch 4 kleine Schräubchen. Kollege Jürgen vom Womo.blog hatte die ganze Konstruktion inkl. der Schrauben bereits bei laufender Kamera um 09:38 in der Hand. Die Dusche war nicht mehr nutzbar und ich denke, es wird in den nächsten Tagen in einem seiner Videos zu sehen sein. In den anderen Fahrzeugen sah das leider, wie auch bei der Tochterfirma Weinsberg im X Cursion Van nicht anders aus. Deren identisches und Flexbad genanntes Konstrukt aus gleicher Produktion, war auch bereits am nächsten Tag in allen ausgestellten Fahrzeugen defekt.

Das Tausende Besucher in 10 Tagen das ein oder andere in Fahrzeugen beschädigen ist (leider) klar und kommt auf jeder Messe vor. Was wir hier aber bereits am Freitagmorgen gesehen haben, lässt einen nur noch den Kopf schütteln. Auch andere Teile der Verarbeitung, wie etwa die Spaltmaße in der Küche, können bei einem Auto von fast 80.000 Euro nicht wirklich ernst gemeint sein. Sorry Knaus, aber das war und ist einfach nur peinlich! Auf der passenden Seite von Knaus sieht man, wie das mit dem Bad in der Theorie funktionieren soll.

Es ist aber nicht nur bei Knaus etwas im Argen. Selbst bei Premium Herstellen wie Niesmann Bischoff sollte man alles mal gründlich angefasst haben, bevor man der ansonsten schönen Optik vertraut. Das fängt schon bei den Griffen im neuen Flair an und zieht sich weiter über die wackelnde Kompressor-Kühlschublade. Gestalterisch mag der Flair ein Hingucker sein, aber von der Verarbeitung hätte nicht nur bei dem Preis mehr erwartet.

Zubehör ohne Ende

Wer Zubehör jeglicher Art sucht, wird u.a. in Halle 3 fündig. Etwa die Schraubringe Peg&Stop Heavy Duty, aus Edelstahl für extrem harte Böden und einer in der Höhe verstellbaren Kontermutter. Der Schraubring muss dabei nicht vollständig in den Boden eingeschraubt werden, denn die praktische Kontermutter kann dann einfach nach unten gedreht werden und ermöglicht mit ihren Haken ein Abspannen von Zelten und Markisen. Auch die neue Trenntoilette Trelino Evo kann man hier besichtigen und sich das Prinzip einer Trenntoilette beim Probesitzen ausführlich erklären lassen. Wer hier übrigens mutig ist und auf dem Stand „Blankzieht“ und sich dann auf eine Trelino setzt, der bekommt vom Team ein Exemplar kostenlos. Verrückte Idee, aber passt zum sympathischen Team von Trelino um Markus Becker.

In Halle 13 findet man bei der Firma Solara den DCsolar OBD-2 Batterielader. Hierbei handelt es sich um ein kleines Solarpanel mit 13 Watt, welches man einfach mit dem OBD-2 Steckplatz verbindet und auf das Armaturenbrett legt, oder mit Saugnäpfen an der Scheibe anbringt. Es versorgt die Starterbatterie mit Strom und verhindern deren Selbstentladung. Neuere Fahrzeuge wie der Sprinter mit MBUX haben auch im Stand einen recht hohen Stromverbrauch. Besitzer vom neuen Bulli kennen das leidige Problem einer leeren Starterbatterie zur Genüge.

Bei Stand von Zurrschienen.com, gibt es viele praktische Lösungen, um alles Mögliche an einer Alu-Zurrschiene in der Heckgarage, dem Zwischenboden, auf dem Anhänger, oder sonst wo zu befestigen.

Es gibt auf dem Caravan Salon sehr viel zu bestaunen und hier einfach mal ein paar Impressionen aus den anderen Hallen.

Was außergewöhnliche Grundrisse angeht, so ist Chausson immer wieder einen Besuch wert. So etwa der 7 Meter lange und 72.000 Euro kostende 660. Er verfügt über einen geräumigen Wohnraum und eine begehbaren Garage mit separater Tür, welche etwa als Schmutzschleuse genutzt werden kann. So konnte man an der einen Seite durch die Aufbautür rein und durch die Heckgarage auf der anderen Seite bequem wieder herausgehen. Einfach immer wieder toll und mutig, was die Franzosen so alles an außergewöhnlichen Grundrissen ausprobieren.

Highlights?

Die sich noch zu beweisende Luftkammertechnologie von Hymer und somit auch von Bürstner, hatte ich bereits erwähnt. Die Sonnenterrasse vom Hymer Venture S finde ich als Idee auch super, wenn hier nicht neben dem hohen Preis, primär das Problem mit der Zuladung wäre.

Sehr gut hat mir persönlich eine Fahrzeugkarosserie NEXSD ONE gefallen. Der Aufbau besteht aus einer ultraleichten Aluminium-Karosserie und diese bietet nicht nur mehr Stabilität und Sicherheit, sondern ermöglicht deutlich höhere Zuladungen. Dabei ist der Aufbau nicht abgerundet, wie man es von einem Kastenwagen her kennt, sondern er hat gerade Wände. Das ermöglicht einen einfacheren Möbelbau bzw. mehr Stauraum und ein offeneres Wohnraumgefühl. Es ist somit eine Mischung aus einem Kastenwagen und einem Teilintegrierten, nur halt nicht aus GFK, sondern Aluminium.

Die Firma NEXSD AUTOMOTIVE INNOVATIONS aus der Nähe von Osnabrück, ist seit knapp 40 Jahren als Zulieferer für die Automobilindustrie auf dem Markt. Es handelt sich aktuell um einen Prototypen und die Firma sucht jetzt einen Partner, der den Innenausbau übernehmen möchte. Wenn es also zur Marktreife kommen wird, was ich hoffe, dann wird der Innenraum anders aussehen. Die Bauform bietet sehr viele Möglichkeiten und kann auch für den Selbstausbau sehr interessant sein. Beim eigentlichen Fahrzeug sind sicherlich MAN, VW, Sprinter usw. möglich.

Fazit

Eine größere Auswahl an Reisemobilen, Vans, Caravans, Zubehör und vielem mehr um das Thema Camping, findet man an keinem Ort der Welt, als auf dem Caravan Salon in Düsseldorf. Wer sich in welcher Form auch immer informieren möchte, ist hier definitiv richtig.

Durch die Lieferprobleme vom (noch) Platzhirschen Fiat mit seinem Ducato, waren die Hersteller gezwungen, sich zuletzt anderweitig umzusehen. Das hat der Vielfalt sehr gutgetan, denn jetzt sieht man deutlich mehr Fahrzeuge u.a. auf Ford, MAN, VW und dem Sprinter.

Was man aber auch feststellen muss, sind die teilweise (weiterhin) extrem gestiegenen Preise. Jetzt kann man richtigerweise sagen, das ist auch in anderen Bereichen der Fall und trifft daher auch unvermeidlich die Camping Branche. Was ich jedoch leider auch an einigen Stellen feststellen musste, ist die schlechter gewordene Verarbeitungsqualität. Hier scheinen sich manche/wenige Hersteller auf der immer noch hohen Nachfrage ausruhen zu wollen, was sich am Ende rechen kann. Qualität vor Quantität war schon immer der beste Weg für einen langanhaltenden Erfolg. Ich hoffe, das ändert sich wieder, sodass man viele Jahre mit seinem neuen Camper schöne Reisen unternehmen kann, ohne regelmäßig eine Werkstatt aufsuchen zu müssen.

In diesem Sinne viele Grüße vom Caravan Salon 2022. Ich werde den P1 jetzt verlassen und die Heimreise antreten. Bleibt gesund und habt immer eine schöne Fahrt.

6 Kommentare
  1. Peter Schwinn
    Peter Schwinn sagte:

    Hallo,
    Ich bin Camper seit über 30 Jahren. Wir haben uns vor 2 Jahren einen Kastenwagen bestellt, der 6 Monate später zu noch normalen Preisen ausgeliefert wurde.
    Ich möchte dir zu deinem Statement zum Caravansalon für deine ehrliche Art danken, ich sehe viele Dinge ähnlich.

    Grüße Peter Schwinn

  2. Marc Broch
    Marc Broch sagte:

    Hallo Peter, dann habt ihr ja noch mit dem Zeitpunkt der Bestellung wirklich Glück gehabt. Nur wenige Monate später hätte es je nach Hersteller und Model schon ganz anders aussehen können. Was die Berichterstattung angeht, so versuche ich halt den Rosarote-Brille-Modus zu vermeiden und auch die nicht so schönen Punkte anzusprechen. Dabei mache ich mir in der Branche natürlich nicht nur Freunde, aber Ehrlichkeit zahlt sich wie Qualität am Ende aus. Hoffe ich zumindest :-) Viele Grüße Marc

  3. Günther Fuchs
    Günther Fuchs sagte:

    Hallo und Glückwunsch zu dem sehr aufschlussreichen Report. Aus meiner Sicht kommt Hochmut vor dem Fall. Die aktuellen Entwicklungen mit Ukraine und Energieproblemen sind noch keinesfalls in die Wohnmobil Preise eingeflossen. Des weiteren werden etliche spontan Käufer gemerkt haben, dass so ein Wohnmobil ganz schön teuer ist und die suggerierte Einsamkeit nur bedingt stattfindet. Ich erwarte in naher Zukunft einen deutlichen Preisrückgang für gebrauchte Mobile und dann wird sich der Neupreis irgendwann anpassen

  4. Marc Broch
    Marc Broch sagte:

    Hallo Günter, der Gebrauchtwagenmarkt wird sich wieder beruhigen bzw. ist bereits langsam dabei. Neben den von dir bereits genannten Punkten haben einfach auch viele gemerkt, dass Camping doch nichts für sie ist. Die Menge an verfügbaren und erst 1 bis 2 Jahre alten gebrauchten Fahrzeugen steigt und dadurch sinkt eben der Preis. Was die Hersteller angeht, so bin ich gespannt, ob die bei Neufahrzeugen noch eine Schippe darauflegen „müssen“ ;-) um die gestiegenen Rohstoff und Energiepreise stemmen zu können. Die haben in den letzten Jahren ja auch ganz schlecht verdient….. NICHT

  5. Martin Strauß
    Martin Strauß sagte:

    Hallo Marc,
    vielen Dank für den interessanten Bericht. Eine Frage hätte ich. Ich konnte leider dieses Jahr nicht selber teilnehmen und habe in deinen Bildern diese trailerbaren Katamarane gesehen. Hast du nähere Informationen über den Hersteller.
    Ich würde mir das gerne mal genauer ansehen.

    Grüße aus Berlin, Martin

  6. Marc Broch
    Marc Broch sagte:

    Hallo Martin,
    auf dem Bild siehst Du den Caracat (Link) von der Firma Schneider Caravaning. Viele Grüße nach Berlin, Marc

    Noch ein Tipp: Wenn Du mal woanders etwas siehst und Du weißt nicht, was es ist, dann versuch mal die Google Bildersuche (Link). Dort dann auf das Symbol mit der Kamera klicken und den Link zu dem Bild eingeben, oder das Bild hochladen.

    Unterwegs geht das auch super über die App Google Lens (Link)

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