Ein Erfahrungsbericht zur Kompressor-Kühlbox Coolmove Drive 35 von Obelink

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Die Lesedauer für diesen Artikel beträgt ca. 5 Minuten

Ein Beitrag von Tanja Mauel. Als wir noch mit dem Wohnwagen unterwegs waren, haben wir im Urlaub unsere Vorräte und vor allem Getränke immer in einer zusätzlichen Kühlbox im Vorzelt untergebracht. Der Kühler im Wohnwagen war auch recht klein und es passte selten alles hinein. Die Box war durch die Wärme im Vorzelt aber schon rasch überfordert und tat dann nicht mehr den verlangten Dienst. Unsere elektrische Kühlbox verbraucht eine Menge Strom und kann uns mit dem vorhandenen Fassungsvermögen auch nicht mehr wirklich begeistern. Jetzt sind wir ja auch nicht mehr an einem Ort für länger, sondern ständig mit dem Wohnmobil unterwegs von Ort zu Ort und wollen trotzdem kühle Getränke und Platz für zusätzliche Vorräte haben. Somit haben wir uns also damit beschäftigt, was es stattdessen werden soll. 

Nachdem wir jetzt gerade unseren Elvis mit weiteren Solarmodulen und einer stärkeren Aufbaubatterie haben aufrüsten lassen, dazu mehr in einem anderen Artikel, entscheiden wir uns aufgrund des Wunsches meistens autark und frei zu stehen, für eine Kompressorkühlbox. Von der Kühlleistung her, sind Kompressor-Kühlboxen mit dem heimischen Kühlschrank vergleichbar, welcher ebenfalls die Kompressortechnologie verwendet. Was genau soll es denn für eine sein – die Auswahl auf dem Markt ist groß und die Preisspanne leider ebenso. Wir haben Modelle mit den unterschiedlichen Preisen unter die Lupe genommen und da staunt man schon nicht schlecht und wir wollten nicht so viel wie für einen halben Urlaub ausgeben. Es handelt sich bei der Kühlbox für uns auch „nur“ um eine Ergänzung und nicht unseren primären Kühlschrank. 

Bei unserer Recherche sind wir dann aber auf die Obelink Coolmove Drive 35 Kompressor-Kühlbox aufmerksam geworden, die uns mit super Bewertungen und einem vernünftigen Preis-Leistungs-Verhältnis neugierig gemacht hat. Die soll es also dann werden und wird noch frühzeitig vor dem Urlaub bestellt, um sie auch vorab schon ausgiebig zu testen.

Kurzer Ausflug in die Technikecke: Die Kühlbox kann mit den beiliegenden Kabeln über 12 und 24 Volt, sowie über 230 Volt betrieben werden. Über ein praktisches Display kann man die aktuelle Stromversorgung, die voreingestellte und die aktuelle Temperatur der Kühlbox ablesen. Man kann Kühltemperaturen zwischen -20⁰ C und + 20⁰ C einstellen und das laut Hersteller unabhängig von der Umgebungstemperatur.

Dieses können wir mit einer Außentemperatur von ca. 20 Grad definitiv bestätigen und sind begeistert! Beim Dauertest in Frankreich auf 12 V hat die Coolmove die Temperatur super gehalten. Selbst tiefere Temperaturen funktionieren einwandfrei. Im vorher/nachher Test auf 12 V war nach 30 Minuten die Temperatur von 16° auf 4° Grad erreicht. Die tiefste von uns gemessene Temperatur lag bei -16°. Es bestand aber eine Temperaturabweichung der gemessenen Innentemperatur und der angezeigten Innentemperatur in der Höhe von 4° Celsius. Dieser von uns festgestellte Unterschied, muss aber keine eindeutige Aussage sein, weil wir nicht genau wissen, wo der Temperaturfühler für die angezeigte Innentemperatur sitzt. Kalt genug wurde es in der Coolmove auf jeden Fall und das zählt für uns.

Die Eckdaten der Coolmove Drive 35

Inhalt34 l
Höhe50.2 cm
Länge57.8 cm
Breite38.1 cm
Innenmaß Länge24 cm
Innemaß Breite43 cm
Innenmaß Höhe40 cm
Gesamtgewicht13.4 kg
Geräuschpegel41 dB
Temperaturbereich bei 230V+20 °C bis -20 °C
Temperaturbereich bei 12V+20 °C bis -20 °C

Maße der Kompressor-Kühlbox

Auch wenn unsere Heckgarage sicherlich nicht als Maßstab dienen kann, denn hier könnten wir auch Kühltruhen unterbringen, so passt die Coolmove Drive 35 von ihren Maßen her, in nahezu jede Heckgarage oder in den Innenraum des Campers. Bei uns hat sie einen Platz vor den Stühlen gefunden und war gut zu bedienen, auch bei nur einem kurzen Stopp. Sie steht stabil und musste bei uns auch nicht zusätzlich gesichert werden. 

Fassungsvermögen

Das eigentliche Fassungsvermögen der Kühlboxen wird immer in Litern angegeben. Uns fiel es auch nicht ganz so leicht die „richtige“ Größe zu ermitteln. Daher hier mal ein Beispiel, was man so alles in die Kühlbox bekommen kann. Wie man sieht, passt wirklich eine Menge rein, mehr als gedacht auf jeden Fall. In unserem Fall z.B. eine ¾ Kiste Bier (20 Flaschen) vier Packungen Saft, zwei Flaschen Limo und noch ne Flasche Wein. Also auch perfekt, wenn man mal eine Party schmeißt und zusätzlich zum Kühlschrank Getränke vernünftig gekühlt anbieten möchte. Aber auch unsere Vorräte für den Urlaub oder die Einkäufe für zu Hause aus dem „Urlaubs-Supermarkt“ haben mehr als ausreichend Platz. 

Unser Fazit – wir sind nach dem ersten Test definitiv begeistert und wir wollen die COOLMOVE, primär im Sommer, wenn es noch wärmer ist und wir durch das autarke und eher einsame campen genügend Vorräte einplanen müssen, weil wir nicht unbedingt täglich einen Supermarkt aufsuchen werden, nicht mehr hergeben. Der einzige Punkt, an dem wir „meckern“ würden, ist die Verarbeitung des Griffs bzw. dem Verschluss.

Wir befürchten, dass die beiden Plastiknasen brechen könnten, vor allem wenn man die Coolmove täglich häufiger öffnet und schließt. Für uns als zweite Kühlmöglichkeit und nicht im primären Gebrauch wird, sollte das hoffentlich bzw. sicherlich kein Problem darstellen. Obelink wird auf Nachfrage übrigens prüfen, ob man Verbesserungen vornehmen, oder eventuell einen anderen Griff verbauen kann. Wenn man eine Kompressor-Kühlbox sucht und wie wir nicht unbedingt das Geld für den „Mercedes“ ausgeben möchte. Uns hat die Coolmove Drive 35 von Obelink auf jeden Fall überzeugt!

Transparenz: Von Obelink habe ich die Coolmove Drive 35 für meinen Test kostenlos zur Verfügung gestellt bekommen. Meine persönliche Meinung wird hierdurch aber in keinster Weise beeinflusst. Wenn Produkte von mir als gut befunden werden, dann empfehle ich diese auch. Wenn Sie nicht gut sind, werde ich sie Euch auch nicht empfehlen, dabei ist es vollkommen egal, ob ich sie kostenlos erhalten habe, oder mir eine andere Vergütung angeboten wurde.

3 Kommentare
  1. Winny
    Winny sagte:

    Sehr interessant, doch für mich am wichtigsten und hier leider nicht erwähnt: Was verbraucht das Teil im 12 Volt-Modus?
    Und hier glaube ich nicht den Herstellerangaben, sondern nur dem, was ich selber sehe (bzw in diesem Fall Ihr!).
    Bisher hatte ich bei den unterschiedlichsten Kühlboxen sehr gravierende und nicht zu akzeptierende Abweichungen, die hätten meine Batterien trotz Solar (über Nacht) leer gezogen.
    Also, wieviel verbraucht denn das Teil?
    Besten Dank
    Winny

  2. Tanja Mauel
    Tanja Mauel sagte:

    Hallo Winny,
    tatsächlich haben wir das vergessen zu testen, haben wir direkt nachgeholt weil natürlich total wichtig in der Handhabe zu wissen :)
    Die Kühltruhe verbraucht ca. 40 Watt – bei 12 V könntest du diese Truhe mit einer 100 Ah Batterie ca. 30 Stunden betreiben. Ich hoffe das ist die Info die du dir gewünscht hast!
    Liebe Grüße, Tanja

  3. Winny
    Winny sagte:

    Hallo Tanja,
    danke für die Info!
    Ich muss jedoch meine Bedenken äußern, denn die meisten Truhen halten den angebenen Wert leider nicht ein.
    Ich habe in der Vergangenheit leider keine einzige Truhe unter einem Verbrauch von 65 Watt getestet (eigene Messung), ganz zu schweigen von der erzielbaren Leistung, welche auch von der Außentemperatur abhängig ist. Auf die Angaben der Hersteller ist leider überhaupt kein Verlass, da wird geschönt bis zum Abwinken!
    Bei einer Außentemperatur von 25 C (üblich im Sommer im Womo) habe ich keine einzige Truhe unter 8 C gebracht und dieses auch nur dann, wenn ich schon vorgekühlte Getränke und Eisbeutel rein gelegt habe.
    Auch bei einem ständigen Verbrauch von 40 Watt über Nacht bei einer 100 Ah Batterie würde ich drigend davon abraten, je nach Alter der Batterie, sollte diese nicht am Tag wieder durch Solar o.ä. geladen werden können.
    Ich habe mich jedenfalls gegen einen Kauf einer Kühltruhe entschieden und betreibe lieber meinen Kühlschrank abwechselnd mit Solarstrom und Gas. Für die separaten Getränke nehme ich eine normale Kühlbox mit Kühlakkus aus dem Gefrierfach. Bisher bin ich damit besser gefahren!
    Trotzdem danke für den Tipp.
    Gruß Winny

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