Vorstellung von unserem Camper Elvis

Die Lesedauer für diesen Artikel beträgt ca. 6 Minuten

Ein Beitrag von Tanja Mauel. Vielleicht ist der ein oder andere nach meiner kurzen Vorstellung jetzt doch ein wenig neugierig auf unseren Camper Elvis. Hierbei handelt es sich um einen 7,5 Meter langen Kronos 290M von Roller auf Fordbasis, mit 170 PS euro 6d temp und einem zulässigen Gesamtgewicht von 4100 Kilogramm.

Warum der Elvis jetzt Elvis heißt, könnt ihr euch vielleicht denken, denn wenn man sich den Alkoven von der Seite anschaut, erkenne ich eine riesige Locke, ihr auch?! Wir haben diesen Namen von den Vorbesitzern übernommen, das passte für uns irgendwie auch ganz gut.

Übernommen haben wir Elvis mit einem kleinen Solarfeld und verschiedenen Extras, wie z.B. Schonbezüge für die vorderen Sitze, Radträger für 3 Bikes, zwei Fernseher, Anhängerkupplung und einem zusätzlichen Fenster in der sehr großen Garage mit einer Traglast von 500 Kilogramm.

Der zusätzliche „Raum“ im Heck

Die Garage kann somit auch als extra „Raum“ genutzt werden kann. Bei unserem ersten Ausflug am Wochenende an die Ulmbachtalsperre hat unser Sohn Timo in der Garage sein Lager eröffnet. Es war warm und damit war das überhaupt kein Problem. Nachdem er allerdings einmal im gemütlichen Bett oben geschlafen hatte, war das Interesse an dem eigenen Zimmer in der Garage schnell erloschen.

Da die Garage wirklich sehr groß ist und mit dem eigenen Fenster eine gute Belüftung und mit Heizung ausgestattet ist, könnte man diesen Raum tatsächlich mal Gästen ein oder zwei Nächte anbieten.  Das war der Grund, warum der Vorbesitzer dieses Fenster hat einbauen lassen. Ich vermute eher, dass unser Sohn im Sommer nach Möglichkeit der Gegebenheiten eines Stellplatzes wieder sein Zelt nutzen möchte. Aber abwarten. Mittlerweile hat mein Mann allerdings auch eine „Garderobenstange“ und ein Aluminium-Regal gebaut und somit hat sich der Platz natürlich „etwas“ dezimiert.

Die Schlafzimmer

Unsere Schlafplätze haben wir nicht wie üblich aufgeteilt, denn so lange wir zu viert unterwegs sind, teilen Timo und ich uns den hinteren Bereich mit einer Liegefläche von 2,20 x 1,80 m (L/B) weil wir die Langschläfer der Familie sind. Wenn Mike und Malia morgens den Raum im Camper schon nutzen möchten, können wir hinten unsere „Klappe“ schließen und einfach weiter schlafen – herrlich!

Papa Mike und Tochter Malia teilen sich zum Schlafen also den Alkoven, mit der Länge von 2,20 und 1,60 m in der Breite. Dort oben ist sogar noch genügend Platz für Spielzeug, darüber freut sich selbst der Mike.

Die Küche als Mittelpunkt des Hauses

Die Küche hat genügend Raum und wurde von uns mit einem kleinen passenden Board erweitert, sodass eine schmale Kaffeemaschine* auch während der Fahrt stehen bleiben kann. Durch einen eingelassenen Magneten am Ende des selbst entworfenen Boards und einem in der Unterseite des Abdeckbretts der Spüle haben wir hier erneut eine kleine Ablagefläche geschaffen.

Das stille Örtchen

Besonders gut gefallen hat mir direkt auch das Bad – klein aber fein wie man sagt, allerdings trotzdem geräumig für alles was wir zu viert brauchen. Die Dusche ist selbst für Mike groß genug und wenn wir sie gerade nicht nutzen, sammeln wir hier unsere Wäsche oder die Bank dient als Ablagefläche für Klamotten. Wie lange der Frischwassertank, mit seinen 80 Litern Fassungsvermögen, selbst bei sparsamer Nutzung reichen wird, das werden wir noch herausfinden müssen. Frischwasser zum Trinken, werden wir aber in zusätzlichen Weithalskanistern* mitführen, welches dank Certec 3in1 Filter* (Testbericht) immer schön frisch bleibt.

Unser Wohn- und Esszimmer

Unsere Sitzecke wird mit den umgedrehten Sitzen groß genug für uns vier. Ob für die Mahlzeiten oder Spielrunden, es ist gemütlich und ausreichend Platz vorhanden.

Erst dachten wir, weil es nur einen einzigen Schrank gibt, dass wir wahnsinnig Probleme beim Unterbringen von unserem ganzen Kram haben. Die Oberschränke weisen genügend Platz für alle Küchenutensilien und allgemeines Zeug auf, aber für unsere Klamotten mussten wir uns etwas einfallen lassen. Deswegen ist unter anderem das Regal in der Garage entstanden, denn Dinge wie Bettwäsche, Handtücher, Putzsachen oder Vorräte und auch technischer Kram befinden sich bei uns im hinteren Teil.

Stauraum statt im hinteren Bereich

Dann gab es aber auch das Problem für unsere Kleidung, die sollte im direkten Zugriff vom Wohnraum aus möglich sein zu erreichen. Wir haben unter dem hinteren Bett eine große Tür mit Durchgang in die Heckgarage, die ist so groß, dass die Kinder und ich dort nach hinten krabbeln können. Dafür haben wir Euroboxen mit seitlicher Öffnung* angeschafft, die direkt im Durchgang befestigt sind, aber auch gelöst werden können, um sie vor der Reise zu befüllen. Das ist natürlich sehr praktisch!

Somit haben wir alle Räume und Nischen optimal für uns genutzt. Selbst zum Wäsche trocknen hat Mike in der Garage eine Vorrichtung mit einer Wäscheleine von Leifheit gebaut. Hat uns nach dem Schwimmen zum Trocknen der großen Handtücher schon gute Dienste geleistet!

So sind wir nun unterwegs und machen unsere Camping- Wohnmobil Erfahrungen, mal schöne, spannende und mal weniger schöne 🙈😂 es gibt immer was zu erleben! Über unsere aktuelle Tour nach Frankreich und den Einbau einer Kompressor-Kühlbox, zusätzlichen Solarmodulen und dem Wechsel auf Lithium Batterien werde ich noch berichten. Bis dahin grüßt Euch ganz lieb die @CamperTanja.

4 Kommentare
  1. Josef Baiersdorfer
    Josef Baiersdorfer sagte:

    Hallo zusammen, schöner Aufbau & Grundriss, aber Ford als Basis Fahrzeug habe ich mir geschworen – nie wieder! Mein altes WoMo Elnagh war auf Ford Transit 21 Basis, war 29 Jahre alt würde den Rahmen sprengen aufzuzählen was am Ford alles kaputt war! + Fahrkomfort – nur was für Sadomasoschisten! Wünsche Euch weniger Probleme als ich hatte! Thema Anhängekupplung, welche Zuglast ist bei Eurem Ford erlaubt ???

  2. Tanja Mauel
    Tanja Mauel sagte:

    Hallo Josef, ja wir waren auch erst sehr skeptisch und unsicher, sieht man ja auch sehr selten als Ford und das wäre fast ein Ausschlusskriterium gewesen, aber wir haben uns drauf eingelassen und hoffen dass wir (wie so oft im Leben ;) Glück haben… Da uns alles andere so zugesagt hat, war es uns das Risiko wert. Ich werde über den Langezeitgebrauch und etwaige Probleme berichten – oder hoffentlich nicht. Danke für die Wünsche! Der Fahrkomfort bei diesem Modell ist sehr gut, sonst hätten wir uns dagegen entschieden. Da hat Ford sich wohl zum Glück weiter entwickelt.
    Zuglast liegt gebremst bei 1440kg … könnten also noch eine Zweitwohnung mitnehmen ;)
    Liebe Grüße, Tanja

  3. Josef Baiersdorfer
    Josef Baiersdorfer sagte:

    Hallo Tanja, 1440 kg Anhängelast ist ja dann schon mal nicht so schlecht, war vor 2 Jahren beim Challenger Händler, Anhängekupplung beim Ford keine Chance, Ford erlaubt bei diesem Modell max 800 kg zul. Anhängelast weil Getriebe usw. nicht mehr Last vertägt ( sagte mir der Händler ). Mein Hänger hat aber 1,3 t zul. Ges. Gewicht. Challanger auf Fiat Basis ( da gibt es die Einschränkungen nicht 2 t ) hätte ich bestellen können – aber 1 1/2 od. 2 Jahre Lieferzeit. Ford hätte ich gleich mitnehmen können! Das war dann nix! Habe mir dann einen Forster T699EB auf Ducato Basis bestellt, bis jetzt bin ich zufrieden! Voll GFK Aufbau da sollte im Aufbau nix mehr faulen! Hänger Box brauch ich um das Motorrad transportieren zu können. Mein Hänger wiegt tatsächlich voll beladen ca. 800 kg, was zählt ist aber halt immer die Angabe in den Papieren! VG Josef

  4. Tanja Mauel
    Tanja Mauel sagte:

    Hallo Josef, wenn man dann was bestimmtes braucht um flexibel zu sein und die Möglichkeit hat sich beim Händler zu entscheiden- perfekt :)
    Wir sind ja so ein bisschen rein gestolpert ins Thema Wohnmobil und noch blutige Anfänger. Wir hätten keine Anhänger Kupplung gebraucht, die war vom Vorbesitzer schon, der hatte auch ein oder sogar zwei Motorräder dabei. Wir werden sie vermutlich nicht nutzen, aber wer weiß „Sag niemals nie“ heißt es ja so schön. Da wir von unserem Wohnwagen, den wir ja vor dem Wohnmobil hatten, sind wir doppelt versorgt was das angeht. Du/ihr seid dann aber auch gut beladen unterwegs. Mir reichen die 7,5 Länge zum Fahren schon vollkommen in der Länge zum rangieren. Aber wenn man da kein Problem mit hat und das Motorrad zum Urlaub genießen dazu gehört, geht man den Aufwand, den es mit sich bringt, je bestimmt gerne ein. Wünsche auf jeden Fall allzeit gute Fahrt – mit Wohnmobil und Motorrad natürlich!
    Liebe Grüße, Tanja

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