Vorbereitungen für unsere Winterreise mit dem Wohnmobil nach Norwegen

Die Lesedauer für diesen Artikel beträgt ca. 2 Minuten

Es ist schon eine etwas verrückte Idee, welche seit Längerem in unseren Köpfen herumschwirrt. Wir wollen mit dem Wohnmobil im Winter nach Norwegen. Vor zwei Jahren haben wir die Winterferien bei über 20° im sonnigen Andalusien verbracht und nun soll es für uns in den eisigen Norden Europas gehen. Die extremen Wetterbedingungen und Schneeverhältnisse können sich jederzeit ändern. Wer meinen letzten Filmtipp von Sascha Ohde gesehen hat, der weiß nun auch, dass der nordische Winter selbst schwere Lkws mit Anhänger von der einen auf die andere Straßenseite schieben kann, als wären es Spielzeugautos und Sascha war im März unterwegs.

Trotz aller „Herausforderungen“ wollen wir den Trip wagen und sofern Norwegen seine Einreisebestimmungen nicht weiter verschärft, geht es am 22.12.221 durch Dänemark und Schweden nach Norwegen. Eine solche Reise bedarf einer gewissen Planung, aber das macht doch irgendwie auch Spaß und Vorfreude ist bekanntlich die schönste Freude.

Unser Wohnmobil mit Ormocar Kabine auf Allradsprinter, sollte die dort herrschenden Bedingungen eigentlich gut verkraften können. Zumindest hoffe ich das mal, aber vielleicht werden wir auch eines Besseren belehrt, was natürlich auch eine Erfahrung wert ist. Leichte Minusgrade waren bis jetzt auf jeden Fall für die nahtlos gefertigte Kabine kein Problem. Kältebrücken gibt es bis auf die Fenster im Aufbau keine und das Fahrerhaus ist zur Kabine hin durch eine Tür getrennt. Unser 80 Liter LPG Gastank dürfte die Aldeheizung sicherlich auch ein paar Tage versorgen können.

Passendes Zubehör für den Winter

Kühl- und Scheibenwischwasser sind mit ausreichend Frostschutz versehen, was ich extra noch mal mit einem Frostschutzprüfer* nachgemessen habe. Die sechs Winterreifen werden so fern nötig von vier pewag Schneeketten* unterstützt und die sollte man Zuhause bereits in Ruhe zu Testzwecken einmal angelegt haben. Eine gewisse Übung ist hierbei nämlich deutlich entspannter, als später im Schneegestöber die Anleitung lesen zu müssen. Ein passendes Abschleppseil* ist neben Traktionsmatten*, Teleskopleiter*, Schneeschaufel*, Stirnlampe*, Enteiserspray* und zur Sicherheit zwei Keramikheizlüfter* auch mit an Bord.

Unser 300 Liter Frischwassertank reicht zwar einige Zeit, aber die meisten Zapfstellen werden außer Funktion sein. Daher nehme ich unsere beiden Weithals-Wasserkanister mit, falls es nötig wird Frischwasser aus gewärmten Räumlichkeiten zum Camper transportieren zu müssen. Über Solar wird bei den wenigen Sonnenstunden her nicht viel hereinkommen und somit wird der 60 Ah Ladebooster einen großen Anteil haben. Die bisherigen zwei Lithium Batterien haben noch Zuwachs bekommen und nun stehen uns 300 Ah zur Verfügung, was hoffentlich ausreichen sollte.

Übernachtungsplätze im Winter

Sehr abgelegene Plätze werden wir im Winter eher meiden und Stellplätze nahe der Straße, oder Campingplätze anfahren. Die Skandinavier lieben Wintercamping und somit haben deutlich mehr Campingplätze geöffnet, als man es denkt. Eine Übersicht ganzjährig geöffneter Plätze lässt sich etwa bei Nafcamp recherchieren.

Es bedarf also insgesamt etwas mehr an Vorbereitungszeit, wenn man eine Reise im Winter plant. Sollten sich die Einreisebestimmungen zu unserem Nachteil ändern, wäre das zwar schade, aber am Ende auch kein Drama. Aufgeschoben ist ja bekanntlich nicht aufgehoben und der nächste Winter kommt bestimmt.

1 Kommentar
  1. Roland D
    Roland D sagte:

    Wir sind ja schon seit über 15 Jahren mit dem WOMO auch im Winter unterwegs.
    Bei Deiner Liste ist mir dann aufgefallen das wir noch eine neue Schneeschaufel bräuchten !
    Merci.
    Direkt mal bestellt :) FISKAS taugt auch übrigens bei anderen Gartengeräten.

Hinterlasse einen Kommentar

An der Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.