Mehr Sicherheit im Camper mit Alarmanlage und GPS-Tracker

Sicherheit im Camper ist ein großes Thema und es gibt hierbei einiges zu beachten und es ist eigentlich immer ein Zusammenspiel mehrerer Maßnahmen. Steht man etwa auf einem gut besuchten Stell oder Campingplatz, ist ein Einbruch ins Fahrzeug deutlich unwahrscheinlicher, als auf einem abgelegenen Parkplatz im Industriegebiet, an der Autobahn oder im Wald.

Einbrecher mögen es nicht gestört zu werden und vermeiden daher jegliche Aufmerksamkeit und der eigentliche Einbruch dauert in der Regel auch nicht länger als 3 Minuten. Neben der Prävention, etwa in Form des geeigneten Abstellplatzes, ist auch die zusätzliche Absicherung des Fahrzeugs mit einer passenden Alarmanlage sehr zu empfehlen. Wir stehen recht häufig alleine, oder lassen unseren Camper tagsüber an einem unbewachten Platz stehen, um etwa Wandern zu gehen und finden eine solche Anlage daher für recht sinnvoll.

Erregt der eigentliche Einbruch zu große Aufmerksamkeit, wird er nicht selten frühzeitig abgebrochen und es bleibt bei einem Sachschaden am Fahrzeug, was natürlich schon schlimm genug ist, aber ein Diebstahl von denen sich im Fahrzeug befindenden Sachen, ist es ja noch schlimmer. Daher haben wir unseren Camper mit einer passenden Alarmanlage von AMG-Sicherheitstechnik ausgestattet, welche ich Euch genauer vorstellen möchte.

Die AMG Sicherheitstechnik GmbH mit dem Sitz in Gommern (Sachsen-Anhalt) wurde 1988 gegründet und ist somit schon über 30 Jahre auf dem Markt. Die CarPro-Tec® GPS Solar ist ein Alarm-Komplett-System, es beinhaltet neben der eigentlichen Alarmanlage, auch einen vollwertigen GPS Tracker und ist in unserer Version bereits mit einer 9 Jahre (für Europa & USA) gültigen SIM-Karte ausgestattet. Es fallen hierfür keine Zusatzkosten an. Die Zentrale verfügt über einen Raumvolumensensor, welcher in kleineren Fahrzeugen auch ohne zusätzliche Sensoren funktionieren kann, weil die Zentrale jede Veränderung des Raumvolumens, etwa beim Öffnen der Türen und Fenster registriert.

In „größeren“ Wohnmobilen würde ich aber, je nach Aufteilung des Innenraums und wegen nicht selten geöffneter Dachfenster, diesen Sensor eher auf die geringste Sensibilität stellen und den Alarm dann etwa durch die Tür-/Fensterkontakte auslösen lassen.

Lieferumfang

In unserem Set ist dieser sehr umfangreich und neben der mit ca. 14x10x4 cm (HxBxT) kompakten Zentrale, liegen u.a. kleine 7x3x2 cm (HxBxT) Tür-/Fensterkontakte, eine mit 6×6 cm (Durchmesser x Höhe) recht kleine, aber mit 110 dB/A unheimlich laute Sirene, zwei Funk-Fernbedienungen, ein CO Gas Rauch Wärme Kombisensor, wie auch diverse Kabel und Ladestecker mit dabei. Das System lässt sich natürlich auch noch um weitere Komponenten wie einen Narkosegas/Gas Kombimelder, eine Außensirene oder Bewegungsmelder-Lichtschranke usw. ergänzen.

Montage und Konfiguration

Eins vorneweg, für die Installation und Inbetriebnahme, sind keinerlei Fachkenntnisse notwendig. Das Ganze geht sehr einfach und ist auch von technisch evtl. nicht so versierten Campern, ohne Probleme nach dem Plug-and-Play Prinzip umsetzbar. Wenn Ihr Euch direkt für ein Set entscheidet, sind alle beiliegenden Komponenten auch bereits angelernt und somit sofort einsatzbereit. Das anlernen etwa von weiteren Tür-/Fensterkontakten, Rauchmeldern usw. ist aber auch super einfach. Die Taste „Prog“ (Sensoren einlernen) an der Zentrale gedrückt halten und den neuen Sensor auslösen. Die Zentrale piepst dann zweimal und bestätigt den erfolgreichen Einlernvorgang.

Stromversorgung

Ein geeigneter Montageort für die CarPro-Tec® GPS Zentrale ist ein sichtgeschützter Ort im Camper und das am besten in Nähe zu einer Spannungsversorgung. Ein einfacher USB-Anschluss mit 5V reicht hierfür vollkommen aus und die Zentrale verfügt praktischerweise über einen Micro USB-Anschluss und im Lieferumfang sind alle Kabel und ein USB-Ladestecker für den Zigarettenanzünder mit dabei. Die Anlage verfügt zwar über einen festverbauten Akku, welcher sie für bis zu 21 Tage mit Strom versorgen kann, aber für den Dauereinsatz ist eine externe Stromversorgung natürlich von Vorteil. Der Stromverbrauch beträgt bei Scharfschaltung geringe 80mA und somit muss man sich hier um die Aufbaubatterie wenig Sorgen machen und kann auch einfach ein langes USB Verlängerungskabel für die Stromversorgung verwenden. Wer keinen 12V bzw. USB-Anschluss zur Verfügung hat, kann die Anlage auch mit einem passenden Solarmodul betreiben, welches bei direkter Sonneneinstrahlung bis zu 1,2 WP erzeugt und u.a. per Saugnapf direkt an der Scheibe befestigt werden kann.

Montageort der Zentrale

Generell sollte die CarPro-Tec® GPS, wie zuvor erwähnt, so platziert werden, dass sie nicht leicht erkannt werden kann. Also etwa wie bei uns in einem der Hängeschränke, oder unter der Sitzbank. Damit die GSM und GPS Verbindung optimal hergestellt werden kann, sollte man beim gewählten Einbauort darauf achten, dass der direkte Kontakt zu Metall, Stahl, Eisen usw. vermieden wird.

Damit man den aktuellen Status, etwa scharf oder unscharf jederzeit leicht erkennen kann, liegt eine sogenannte Scharfschalt-LED mit einem 5 Meter langem Kabel dabei. Das Kabel ist somit lang genug, dass man die kleine LED an einem passenden Ort unterbringen kann. Wenn die Scharfschalt-LED angeschlossen ist, könnt ihr den Schaltzustand an dieser LED erkennen. Ist die Anlage scharf geschaltet, dann blinkt die LED im 5-Sekunden-Takt und ist aus, wenn sie unscharf ist. Ich habe hierzu im Hängeschrank mit einem 13 Bohrer ein Loch gebohrt und die LED schaut dort nur ein kleines Stück raus, was zum Erkennen des aktuellen Sicherheitsstatus absolut ausreicht und uns sonst nicht weiter stört.

Montage der Sensoren

Den Tür-/Fensterkontakten liegt ein doppelseitiger Klebestreifen bei und somit ist die Befestigung an den meisten Orten schnell und einfach erledigt. Lediglich in der Heckgarage musste ich wegen dem Ausschnitt der Tür etwas tüfteln und ein keines Hölzchen dazwischen setzen, damit die Kontakte nicht zu weit auseinander liegen. Sirene und Rauchmelder lassen sich ebenfalls mit einem Klebestreifen befestigen, oder alternativ natürlich auch festschrauben und insgesamt geht das alles sehr einfach vonstatten. Auch für die Sirene liegt z.B. ein 5 Meter langes Verlängerungskabel dabei, wodurch man alles sehr einfach und dezent verlegen kann.

Bedienung und Alarmfall

Nicht nur das Anschließen ist sehr einfach und schnell erledigt, auch die eigentliche Bedienung der Anlage ist kinderleicht. Die Zentrale selbst kann man über einen kleinen Knopf Ein- und Ausschalten und an passenden LEDs dann u.a. GSM und GPS Status ablesen. Das scharf und unscharf schalten der Anlage, erfolgt bequem über die Funk-Fernbedienung(en) mit praktischer Schutzkappe. Zwei Knöpfe dienen für scharf und unscharf und einer für einen Sofortalarm (Panic Button) und ein weiterer für den stillen Alarm.

Die Zentrale bestätigt auf Wunsch auch mit einem Piep, ob die Ablage scharf ist und sie piept 2-Mal bei unscharf. Man kann auch die externe(n) Sirene(n) den Status bestätigen lassen, aber das ist mir viel zu laut. Daher habe ich dieses deaktiviert und die Bestätigung aus der Zentrale ist laut genug, um sie auch draußen noch gerade so hören zu können.

Was die Laufzeit der Sirene angeht, so ist auch diese anpassbar, indem man die Taste „Time“ drückt und pro Klick sind es jeweils 10 Sekunden Laufzeit. Ich habe die Laufzeit mal auf 3,5 Minuten gestellt, was sicherlich ausreichen würde. Die 110 dB/A sind nicht nur sehr laut, sondern das Signal ist auch noch super hell und schmerzt wirklich sehr in den Ohren.

Man erhält beim Alarmfall eine Push-Benachrichtigung aufs Handy in eine passende App für Android oder iOS. Sofern man sich für die Variante mit der bereits verbauten SIM Karte entschieden hat, findet aus rechtlichen Gründen (wegen einer schon aktivierten SIM Karte) kein Anruf oder Benachrichtigung per SMS statt. Das ist nicht weiter schlimm, aber es setzt eine vorhandene Datenverbindung des Smartphones voraus.

In der App sieht man dann zusätzlich den aktuellen/letzten Standort, von wo aus der Alarm ausgelöst wurde. Die App kann auch auf mehreren Geräten installiert sein, welche dann alle gleichzeitig benachrichtigt werden. Beim Öffnen kann/muss man dann den Alarm bestätigen bzw. auswählen, ob man sich darum kümmert, damit die anderen Empfänger Bescheid wissen.

Ortung per GPS

Die Zentrale hat praktischerweise auch direkt einen GPS Sender verbaut und funktioniert somit auch als GPS-Tracker. Die erhobenen Daten liegen hierbei übrigens auf Servern in Deutschland und unterliegen dementsprechend dem deutschen Datenschutz. Hier noch kurz die Information, das sich GPS auch separat ausschalten möchte, wenn man das nicht nutzen möchte. Dass man sich die aktuelle Position des Trackers und somit des Campers auf einer Karte anzeigen lassen kann, ist sicherlich soweit klar. Man kann aber auch Bereiche definieren, welche beim Verlassen, betreten, oder beidem, einen Alarm auslösen. Als Beispiel 300 Meter um den heimischen Stellplatz des Campers herum. Die Benachrichtigung wird dann automatisch an bis zu 10 E-Mail-Adressen verschickt.

Auch den Akkustand kann man aus der Ferne einsehen und wenn der Wert von 20 % erreicht wurde, kann man sich darüber per E-Mail informieren lassen. Eine ebenfalls sehr nette Funktion, ist die GPS-Historie für ganze 12 Monate, mit der man sich über einen definierten Zeitraum die Bewegung des Trackers anzeigen lassen kann. Man sieht also auf Wunsch im späteren Verlauf die gefahrenen Routen. Die Benutzung kann über eine passende App für Android und iOS und über den Browser auf easytracking24 erfolgen. Einen Schönheitspreis bekommen die Apps von mir zwar nicht, aber sie funktionieren zuverlässig und das ist ja am Ende die Hauptsache. Die Webseite im Experten Modus macht aber einen recht guten Eindruck und die GPS Positionen lassen sich auch als KML Datei exportieren. Der GPS Tracker sendet übrigens standardmäßig alle 3 Minuten seine Position, solange er sich in Bewegung befindet. Diese Werte lassen sich aber auch im Portal anpassen, wenn man das möchte.

Fazit

Eine einfache Einrichtung, eine kinderleichte Bedienung und eine zuverlässige Alarmierung zeichnen die CarPro-Tec aus. Der integrierte GPS Sender ist eine super Ergänzung und macht die CarPro-Tec zu einem praktischen Komplettpaket. Ja die meisten Funk-Magnetkontakte ließen sich durch einen Jammer evtl. überbrücken, wie jeder Funk-Sensor. Aber auch dafür bietet die Carprotec eine Lösung: Der integrierte Subsonic Sensor erkennt das Öffnen von Fenster und Türen völlig ohne Funkverbindung und aktiviert die Sirene. So haben auch Jammer keine Chance einen Alarm zu unterdrücken. Ein zusätzlicher Sicherheitsaspekt, wie ich meine. Uns gibt es genügend Sicherheit und auch der Panic Button an der Fernbedienung ist eine praktische Funktion, wenn sich jemand am Fahrzeug zu schaffen machen sollte, während wir uns darin befinden. Die Sirene ist sehr laut und schreckt (hoffentlich) jeden Einbrecher ab und ich hoffe wie auch bei allen unseren Versicherungen, dass diese nie zum Einsatz kommen muss.

Transparenz: Von AMG-Sicherheitstechnik habe ich die Anlage für meinen Test kostenlos zur Verfügung gestellt bekommen. Meine persönliche Meinung wird hierdurch aber in keinster Weise beeinflusst. Wenn Produkte von mir als gut befunden werden, dann empfehle ich diese auch. Wenn Sie nicht gut sind, werde ich sie Euch auch nicht empfehlen, dabei ist es vollkommen egal, ob ich sie kostenlos erhalten habe, oder mir eine andere Vergütung angeboten wurde.

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