Hier ist der dritte und letzte Teil über unsere Sommerferien 2021 in Norwegen und Schweden. Den ersten Teil findet Ihr hier und der zweite ist auch nur einen Klick entfernt. Dänemark, Schweden, Norwegen und Finnland sind wirklich wunderschöne Länder und die Bewohner sind super freundlich und nach eigenen Angaben auch wirklich sehr entspannt. Dies alles überträgt sich auch immer irgendwie auf uns, was einer der vielen Gründe ist, warum wir diese Länder so sehr lieben gelernt haben. In den letzten Jahren haben wir unser Reiseverhalten immer etwas weiter an unsere Bedürfnisse angepasst bzw. perfektioniert, auch wenn hier immer noch etwas Luft nach oben ist.

Nicht immer weiter und von Sehenswürdigkeit zu Sehenswürdigkeit hetzen, sondern mehr innehalten und immer öfter mal „länger“ an einem Platz verweilen. Daher kam u.a. auch der Wunsch nach einem neuen Fahrzeug, was uns mehr Kapazitäten bietet und es uns somit ermöglicht, länger autark an einem Platz zu bleiben. Mit unserem Dopfer 422 A Family auf Mercedes Sprinter (V6 Motor, 190 PS, zuschaltbarer Allradantrieb, Getriebeuntersetzung usw.) mit 5,5 Tonnen Gesamtgewicht, sind wir bis jetzt sehr zufrieden. Der Aufbau ist von der Aufteilung und von der gesamten Verarbeitung her perfekt. Die vom Fahrerhaus abtrennbare Kabine ist super isoliert, was wir bei den niedrigen Temperaturen am Kjeragbolten bereits positiv bemerken konnten.


Langsam wieder in Richtung Schweden

Das Wetter meinte es zum Beginn des Tages nicht gut mit uns und auch die nächsten Tage sollten in der Region nicht so gut aussehen. Somit haben wir beschlossen, uns wieder ganz langsam von Lauvvik aus in Richtung Südschweden zu begeben. Dort war zu dem Zeitpunkt das Wetter besser und wir müssten in 1,5 Wochen eh dorthin, um wieder über die Öresundbrücke und der Fähre nach Hause zu fahren. Wir nutzen den „kalten“ Regentag für ein paar Einkäufe und landeten am Ende des Tages bei Favik, in der Nähe von Kristiansand auf einen Platz etwas oberhalb vom Meer.

Am nächsten Morgen sprangen die Mädels bei Sonnenschein noch in kalte Nass und waren aufgrund der niedrigen Wassertemperatur schneller wieder am Camper als ich dachte. Ein Blick auf unsere grobe Route zeigte, dass der sympathische Platz am See Onevatn auf dem Weg liegt. Auf dem Weg schauten wir uns noch eine alte Eisenbahn an, verbrachten den restlichen Tag wieder am Onevatn bei herrlichem Sonnenschein vor dem Camper und genossen die Ruhe.

Die ausgewaschenen Steine Jettegrytene

Vom netten Platz am See fuhren wir am nächsten Tag zu den ausgewaschenen Steinen Jettegrytene in der Nähe von Nissedeal und für die Wanderung kann man für den Hin- und Rückweg etwa 1 Stunde einplanen.

Von dort dann weiter in die Nähe von Bø, wo wir am nächsten Tag eine Wanderung zu den Felsen des Gygrestolen unternehmen wollten. Kurz vom Parkplatz auf dem man (leider) mal wieder nicht übernachten durften, suchten wir uns ein Nachtlager und am nächsten Morgen ging dann die Wanderung los.

Wanderung zu den Felsen des Gygrestolen

Etwa 3 bis 4 Stunden sollte man für die ca. 7 Kilometer des Rundweges und die zu bewältigen 400 Höhenmeter einkalkuliert. Auf Hälfte der Strecke kann man bei gutem Wetter den herrlichen Ausblick vom bzw. auf den Gygrestolen genießen.

Vom Bø aus sind wir weiter nach Kongsberg gefahren, den Platz kannten wir von unserer Tour aus dem Jahre 2018 zum Nordkap. Nahe dem Wasser gelegen, ist der ruhige Platz ein absolutes Träumchen und für eine Nacht auch kostenlos nutzbar.

Entspannen am See Lilla Bör bei Årjäng

Am nächsten Tag ging es für uns dann wieder über die Grenze nach Schweden und erste Station war kleiner Platz am See Lilla Bör in der Nähe von Årjäng. Hier blieben wir auch eine weitere Nacht und genossen das Wetter, um u.a. ein paar Runden mit dem SUP auf dem See zu drehen.

Von Årjäng aus ging es für uns ganz langsam weiter in den Süden Schwedens, in die Richtung der dänischen Grenze, wo wir einen Zwischenstopp am Ragnerudsjön einlegten. Hier haben wir nach der Ankunft noch einen kleinen Rundgang durch den Wald unternommen, welcher vom Parkplatz aus startet uns etwa 4 Kilometer lang ist.

Nach dem Frühstück fuhren wir ins Outlet Center Hede Fashion, in der Nähe von Göteborg. Hier konnten wir ganz entspannt (ungewohnt ohne Maske) einkaufen und sind dann weiter auf einen super netten Stellplatz ins Fegen Naturreservat in der Nähe von Sandvik gefahren und haben dort den Tag schön ausklingen lassen. 

Am nächsten Morgen sah der Blick aus dem Fenster aber nicht so toll aus und das Wetter sollte hier die nächsten Tage auch nicht besser werden. Somit haben wir uns entschieden, die letzten knapp 400 Kilometer bis in die Nähe von Rødby (Dänemark) bereits an einem Stück hinter uns zubringen. Die Fahrt verlief wieder über die Öresundbrücke, mit diesmal etwas mehr Wind und somit notwendigem gegenlenken und einem Stau kurz vor Kopenhagen (hatten ganz vergessen, was das ist) aber insgesamt ganz entspannt.  

Wir steuerten die Insel Hyllekrog in der Nähe von Rødby an. Hier steht auch am Ende der super schmalen unbewohnten Insel (eher eine Landzunge) ein schöner Leuchtturm aus dem Jahre 1904. Diesen kann man im Sommer auch von innen bzw. oben besichtigen, was wir am nächsten Tag bei herrlichem Sonnenschein (was für ein Glück wir mit dem Wetter haben) auch gemacht haben. Die knapp 8 Kilometer läuft man entspannt über einen Weg am Meer entlang. 

Zurück am Camper sprangen die Mädels noch in die Ostsee und danach war sauber machen angesagt. Das hat sich die letzten Jahre bei uns so eingespielt, dass wenn es sich ergibt, wir den Camper direkt einmal durchputzen, neue Bettwäsche aufziehen und er somit Zuhause eigentlich direkt wieder einsatzbereit ist. Wenn alle mit anpacken, ist das alles ja schnell gemacht. Hier haben wir dann noch entspannt hinter dem Deich die letzten beiden Nächte unseres Urlaubs verbracht, von wo aus man auch die rauschenden Wellen hören kann. 

Unser Fazit

Dass wir Skandinavien in den letzten Jahren als Reiseland lieben gelernt haben, merkt man sicherlich an den diversen Reiseberichten. Landschaftlich ist Norwegen mit seinen Fjorden und der roffen Felslandschaft schon eine Klasse für sich. Wir nennen es den „WOW-Effekt“, aber auch Dänemark mit seinen schönen Stränden und Schweden mit seinen über 30.000 Seen als wunderbare Reiseziele für die ganze Familie.

Was uns die letzten Jahre etwas Sorgen bereitet, ist das doch teilweise rücksichtslose Verhalten anderer Camper. Ob nun Hinterlassenschaften im Gebüsch, ignorieren von Verboten etwa in Form von deutlich lesbaren Schildern, bis hin zu arglos liegengelassenen Müll in der Natur. Ob jetzt auch ein so kleiner Reiseblog wie unserer zum Wachstum der Campingbranche beigetragen hat, will ich mir nicht anmaßen, aber genaue Hinweise in Form von Koordinaten unserer „einsamen“ Stellplätze, veröffentliche ich schon seit einiger Zeit nicht mehr. Ich kann an dieser Stelle nur jeden Camper bitten, sich an die Regeln und auch ungeschriebenen Gesetze zu halten, Mensch und Natur zu schützen.

Der Camper steht jetzt wieder einsatzbereit in der Auffahrt und im Oktober gehts wieder auf größere Tour in den Süden Deutschlands, wenn es die Gegebenheiten zulassen. Bis dahin wünsch ich euch allen allseits gute Fahrt und beste Gesundheit.


Daten der Reise


Kosten


2 Kommentare
  1. Uwe
    Uwe sagte:

    Ihr habt immer prima Berichte, die man gern liest. Super, und Hochachtung für die viele Arbeit, die da drin steckt.
    Eine Frage: 2000 Euro für Maut ist hoffentlich ein Schreibfehler, oder ?

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