Liebe Camper, mir ist es persönlich wirklich vollkommen egal mit welchem Gefährt ihr Urlaub macht und für jeden ist bei dem großen Angebot ja auch etwas dabei. PKW, Bulli, Kastenwagen, Wohnmobil, Liner und was es sonst noch so alles um dem Markt gibt. Sucht euch was aus und habt eine unbeschreiblich schöne Zeit.

Tut mir aber bitte einen großen Gefallen und nehmt bitte euren Scheiss wieder mit und das ist in diesem Fall sogar wörtlich gemeint. Heute wollten wir auf einem kleinen Parkplatz unterhalb des offiziellen Platzes vom Kjeragbolten in Norwegen übernachten (auf dem offiziellen ist das leider verboten) und sind nach 10 Minuten wütend und traurig wieder weitergefahren.

Auf dem Parkplatz an einem Wasserfall standen ca. 8 Fahrzeuge. Vom kleinen MiniVan, über Kastenwagen, bis zum größeren Wohnmobil. Wir wollten nur mal eben die paar Meter bis zum Wasserfall gehen und sind leider direkt in menschliche Hinterlassenschaften getreten, die dort überall verteilt lagen.

Was für eine verdammte Sauerei! Da fehlen mir echt die Worte. Wer im Camper ein eigenes Klo dabei hat, nutzt dieses bitte und wer ein solches nicht sein eigenen nennt, beseitigt gefälligst seine Hinterlassenschaften, oder fährt auf Campingplatz.

Auch wenn eine Mülltonne bereits voll ist und sich daneben schon der Müll stapelt, dann wird es damit ja nicht besser, wenn man seinen Kram auch noch daneben legt. Den nimmt man gefälligst, wie auch jeden anderen Kram wieder mit und hinterlässt den Ort so, wie man ihn auch selber vorfinden möchte. Ein solches Verhalten ist, man kann es leider nicht anders sagen, asozial und in kleinster Weise zu tolerieren.

Dadurch erhalten alle Camper ein noch schlechteres Bild in der Öffentlichkeit und es ist (verständlicherweise) nur eine Frage der Zeit, bis noch mehr Verbotsschilder aufgestellt werden müssen, weil (hoffentlich nur) einige wenige Camper sich total danebenbenehmen.

Ich möchte an dieser Stelle keine „Fraktion“ über einen Kamm scheren, nur weil man bauartbedingt kein Klo im Camper hat, ist man noch lange nicht für eine solche Sauerei zu verurteilen. Es geht uns alle, die wir uns Camper nennen etwas an, dass eine solche „Scheiße“ nicht passiert.

15 Kommentare
  1. Gisela Schmidt
    Gisela Schmidt sagte:

    Hallo Marc
    ein herzliches Dankeschön für Deine klaren Worte. Hier in Deutschland bin ich leider auch auf solch Dreckshaufen gestoßen. Wie dumm können Menschen nur sein und sich alles selbst versauen.
    Selbst volle Hundekotbeutel werden in die Natur geschmissen. Auch gibt es Herrschaften die ihre Toilette im Camper nicht nutzen und ihr Geschäft in der Natur hinterlassen.
    Also liebe Camper , versaut uns nicht das Reisen. Gerade in der jetzigen Zeit.
    Unsere Politiker lassen sich sonst bestimmt für uns Camper auch noch Verbote einfallen, das ist sicher. Habt ein offenes Auge und traut Euch auch was zu sagen wenn Ihr was seht !!!
    Gute Reise !
    Gisela

  2. Sven Türpe
    Sven Türpe sagte:

    Hallo.
    Super klare Worte. Es gibt in jedem Land auch genug Tankstellen die über Toiletten und Müllcontainer verfügen. Oder wenn es manchmal nicht anders geht gibt es auch einen kleinen Klappspaten den man benutzen kann. Wenn sich jeder daran hält haben wir auch keinen Grund über noch mehr Verbote zu meckern. Nicht nur im Ausland auch in Deutschland.

  3. Jörg Wassermann
    Jörg Wassermann sagte:

    Hallo Marc,
    dass sind mal wieder jedoch noch sehr vereinzelt klare Worte.mir fehlt dazu auch jegliches Verständnis. Vlt sollte man einen zusätzlichen WoMo Führerschein resp. eine WoMo Knigge einführen und als Multiplikator Effekt die WoMo YouTuber mit ins Boot nehmen. Aber auch die Händler und Industrie sehe ich in ihrer Pflicht da Unterstützend Tätig zu sein. Und bei diesem anhaltendem Hype mehr denn je. Gruß Jörg

  4. Gerd O. Kustermann
    Gerd O. Kustermann sagte:

    Hallo Marc,
    Du sprichst mir aus der Seele! Leider gibt es immer mehr solcher „Camper“, die sich einen Dreck um unser Image kümmern.
    Gruß, Gerd

  5. Uwe Wielsch
    Uwe Wielsch sagte:

    Hallo und großes Entsetzen,
    geht in diesen Köpfen eigentlich noch etwas vor (ich will es – glaube ich – garnicht wissen) !?
    Kinderstube und Erziehung … alles vergessen !?
    Mit dem Camperboom (auch durch Corona) haben diese unschönen Tatsachen leider zugenommen (mein persönlicher Eindruck).
    Die Konsequenzen werden wohl leider nicht lange auf sich warten lassen (meine Befürchtung).
    Wegen einigen asozialen Leuten geraten alle Camper in Verruch; unglaublich.
    Grüße Uwe

  6. Klaus Manzke
    Klaus Manzke sagte:

    Hallo Marc.
    Leider sind das keine neuen Entwicklungen. Wir haben dies selbst auch in Norwegen verfolgen können. In den ersten Jahren hatten wir fast ausschließlich frei übernachtet. In den Folgejahren waren diese Plätze nicht mehr zugänglich: „Die Leute hinterlassen nur Dreck und Sauerei, die sollen weg bleiben“. Ganz offensichtlich, je mehr Leute sich etwas leisten können, desto größer wird die Anzahl derjenigen, welche ihre Kinderstube vergessen haben oder auch keine besitzen. Das war damals im Tennis schon so und hat sich auch beim Golfen fortgesetzt. Immer nach dem Motto: Ich bezahle doch Geld, also gehört mir der Platz und ich kann tun und lassen was ich will. Jetzt leiste ich mir ein Wohnmobil, also kann ich machen was ich will. Gruß Klaus

  7. Loren Casutt
    Loren Casutt sagte:

    Hallo Marc
    Du sprichst mir aus dem Herzen.
    Finde es sehr Schade das es immer noch solche Sauleute in unseren Reihen gibt. Hunde die müssen ihr Geschäft einmal draussen verrichten, aber auch dort erwarte ich von den Hundebesitzer das sie das Geschäft von ihrem Vierbeiner zusammen nehmen.
    Leider ist die Situation in der Schweiz ähnlich, dass man solche Sauereien antrifft.
    Keinen Respekt vor unserer wunderbaren Natur, und man muss sich nachher nicht wundern wenn es immer mehr Verbote gibt.
    Kann das nie und werde es auch nie verstehen. Hier ist dringender Aufruf, so wie du es gemacht hast von allen Camperclubs usw. geboten.
    Allen anständigen Campern die Wissen was sich gehört, noch eine wunderbare Camping Saison 2021.
    Liebe Grüsse aus der Schweiz.
    Lori, Moni und unserem Vierbeiner Arco

  8. Frank Eichelsdörfer
    Frank Eichelsdörfer sagte:

    Hallo Marc,
    ich glaube dass sich unter Deinen Lesern kaum einer der Angesprochenen finden wird. Wer sich informiert und austauscht, stößt doch eigentlich überall auf diese Aufrufe. Aber ich stimme voll und ganz zu. Ich träumte seit Jahren davon, jetzt hatte ich zur ungünstigsten Zeit zum Corona WoMo-Boom endlich die Möglichkeit mir einen Van zuzulegen. Bisher haben wir erst zwei kleine Touren in Deutschland gemacht, auch freistehend. Da war für mich klar, das ich vor Abfahrt sämtlichen auffindbaren Müll einsammle. Für die Umwelt, dem Nächsten der den Platz ansteuert und für den Ruf aller Camper. Wie man auf Deinem Bild sieht, gibt es natürlich auch dafür Grenzen ;-) Ich kenne viele die das tun und vielleicht hilft es das Image wieder etwas gerade zu rücken.

  9. Thomas Wattke
    Thomas Wattke sagte:

    Tja was soll man dazu sagen, solange die WoMo Hersteller die große Freiheit mit Lagerfeuer in jedem Prospekt und auf jeder Ihrer Internetseiten zeigen und auch von vielen hier praktiziert wird, wird sich an dieser Situation nichts ändern. Wer immer noch nicht verstanden hat, dass in fast ganz Europa, auch in den skandinavischen Ländern das freistehen verboten ist, trägt maßgeblich dazu bei, dass sich die Verbote und deren Überwachung verstärken werden und die Verbotsschilder und die Querbalken an geeigneten Übernachtungsstellen stark vermehren werden.

    Wir halten uns einfach an die örtlichen Bestimmungen und benutzen seit Jahren Camping und Stellplätze und hatten noch nie Probleme mit der Entsorgung.
    Die kleinen Mülleimer auf Parkplätzen sind auch nicht dafür gedacht um den Müll von Wohnmobilen, die irgendwo in freier Natur verbotswidrig übernachtet haben aufzunehmen. Und da nutzen auch keine Aufforderungen seinen Müll mit zu nehmen, irgend wann ist die Heckgarage voll und dann wird abgeladen. Man ist doch nicht so blöd und fährt extra deshalb einen Tag auf einen Campingplatz, das kostet ja Geld.

    Wenn sich alle an die Bestimmungen im jeweiligen Gastland halten würden, gäb`s auch kein Problem mit dem Müll, so einfach ist das.
    Der Müll macht eigentlich nur ein vorheriges Fehlverhalten sichtbar. darüber darf jeder einmal nachdenken.

  10. Winny
    Winny sagte:

    Moin zusammen,
    auch ich bedauere diese sch….. Situation sehr, doch gebe ich zu bedenken, dass nicht nur Camper für solch Hinterlassenschaften verantwortlich sind.
    Ich habe ein Grundstück in nächster Umgebung zu einem (inzwischen geschlossenen) Stellplatz. Grund der Schließung: Müll und Kot ohne Ende durch sogenannte „Heckenpisser“. Und was will ich sagen, der Stellplatz ist zu und die Hinterlassenschaften werden NICHT weniger. Touristen in Pkw`s nutzen lieber den Knick zum Sch…., als 50 Meter weiter das Dixi zu benutzen. Darauf hin angesprochen heißt es dann nur: CORONA! Da geh ich nicht hin! Und warum könnt ihr den Dreck dann nicht mitnehmen?…. Antwort: Wozu bezahlen wir Kurtaxe!
    Ergo: Ich räume mindestens einmal in der Woche den Dreck von Touristen weg, seit diesem Jahr ausschließlich von Pkw BesitzerInnen.
    Was ich damit sagen will: Schnell sind wir WomofahrerInnen verschrien, den Dreck nicht mitzunehmen und hinter jeden Busch zu machen. Was hilft ist hier nur, denjenigen mit seinem Mist zu konfrontieren, sobald wir es sehen.
    Ich habe auch schon mal eine aus dem Cabrio geworfene halbvolle Bierdose mit „Erfolg“ diesen wieder zurück „gegeben“.
    Sehe ich, dass jemand seinen Hund überall hinsch…. lässt, fordere ich ihn ebenso auf eine Tüte zu nehmen – die leider oftmals im angrenzenden Wald landet.
    Leute. wir haben nur eine Welt! Sorgen wir dafür, dass das Verständnis dafür geschärft wird!
    Allzeit gute Fahrt

  11. Klaus Manzke
    Klaus Manzke sagte:

    Moin.
    Ich denke, solange wir uns nur untereinander austauschen und über die Missstände beklagen wird sich nicht viel ändern. Wie schon gesagt müssten hier Hersteller, Verbände, Verbraucher und wer alles noch sich zusammen tun und in ihrer Öffentlichkeitsarbeit darauf hinwirken. Vielleicht führt das dann irgendwann dazu, dass auch Strafen für solches Verhalten verhängt werden. Heute ist es nur eine Ordnungswidrigkeit. Offensichtlich funktioniert es in Deutschland nur über die Androhung von Strafen.
    Klaus

  12. Rudy Hendricks
    Rudy Hendricks sagte:

    Auch, wenn ich nicht unbedingt dafür bin, Andere wegen irgendwas anzuschwärzen… Aber Müll und Sch..ße illegal zu hinterlassen…das sollte, wenn man diese Umweltsäue ohne Hirn auf frischer Tat erwischt, durchaus gefilmt und in den sozialen Medien publiziert werden. – Datenschutz? – Sollen diese Leute doch ’ne Anzeige verfassen… das gäbe dann ein gewaltiges Eigentor !
    Ich beobachte schon seit Jahren, daß einzelne WoMo-/WoWa-Fahrer schon vor dem Verlassen eines Stell-/Campingplatzes ihre Abwasserschieber öffnen, um so eine teils kilometerlange Pinkelspur hinter sich zu lassen. – Einige darauf angesprochen: „Oh, da ist sicher der Absperrhahn kaputt…das muß ich zuhause sofort reparieren“… oder: „Ist doch nur Wasser…der nächste Regen wäscht das doch schnell wieder weg“… Dabei sind diese Hirnlosen oftmals gerade an der Entsorgungsstation vorbeigefahren… „Hab‘ ich nicht gesehen…wo war die denn?“…
    Gegen Dummheit ist leider kein Kraut gewachsen…
    Wir leben leider in einer Welt mit einer galloppierenden Zunahme von Ignorant:innen.

  13. Winny
    Winny sagte:

    @ Rudy
    Da kann man eigentlich noch froh sein, dass es „nur“ Grauwasser ist.
    Hab schon gesehen, wie manche die Kasette hinter dem Knick entsorgt haben. O-Ton bei Ansprache: „Ist ne Trockentoilette ohne Chemie und ohne Papier, reg Dich mal ab“
    Sehe ich die Werbung im Fernsehen, von wegen Freiheit, Campen direkt am Wasser etc. – dann stelle ich mir vor, wie enttäuscht gerade die neuen WohnmobilistInnen sein müssen, wenn keine Entsorgungsstation in der Nähe ist und was dann daraus folgt!
    Ein Rezept gegen so viel Ignoranz habe ich leider auch nicht, außer … zumindest den Dreck derer wieder ins Womo zu pfeffern, wenn man es aktuell mitbekommt. Vielleicht mal die eigene Kasette über die Motorhaube – frei nach dem Motto – wäscht der Regen ja auch ab, ist bislang nur Trockentoilette :-)

  14. Rudy Hendricks
    Rudy Hendricks sagte:

    Letzteres würde ich an Deiner Stelle nicht tun, da das den Tatbestand der Sachbeschädigung erfüllt… (auch, wenn ich den Grundgedanken nachvollziehen kann).
    Nein, bei solchen Umweltsäuen direkt per Handy das Vergehen inflagranti filmen…… was glaubst Du, was die dann erstmal für ein Gesicht machen.
    Und falls die dann die Löschung der Aufnahmen erzwingen wollen: „Ist direkt bei Instagram hochgeladen…ist daher genauso wenig rückgängig zu machen, wie Ihr Umweltvergehen“

  15. inmontanis
    inmontanis sagte:

    Zwecks Hinterm-Busch-Scheißen: Auf Wanderparkplätzen hab ich das bisher weniger gesehen, auf toilettenlosen Rastplätzen / Parkbuchten kommt das schon mal vor, aber ich könnte mir vorstellen, dass das meiste eher von normalen PKW-Fahrern ohne Campingambitionen ist, da die sich darüber weniger Gedanken darüber machen als Camper oder Vanlifer oder Motorrad/Rucksacktouristen mit Zelt, die damit eher täglich zu tun haben.

    Ich glaub nicht, dass normale Leute mit dem Begriff Kackspaten was anfangen können. Ging mir jedenfalls früher so und manchmal muss man halt einfach. Und spätestens im Winter sind in Skandinavien viele Toiletten / Plumpsklohäuschen am Weg auch geschlossen oder eingeschneit und so ein Langläufer/Tourengeher hat dann bei Not auch kaum eine andere Möglichkeit.

    Zudem ist die Summe der menschlichen Exkremente doch wesentlich geringer als die von Tieren, die zudem mitten in den Weg kacken. Also beim Wandern muss ich jedenfalls mehr Tierkacke als menschlicher Kacke ausweichen und ob das nun von einem Tier oder einem Menschen ist, ist beim Ausweichvorgang dann auch egal, man möchte nichts davon am Schuh haben. Eher ist die menschliche Hinterlassenschaft einfacher zu erkennen und auszuweichen, weil weiße Taschentücher o.ä. in der Nähe liegen.

    Kurz gesagt, ich hab generell Verständnis dafür. Was mich persönlich angeht, ziehe ich mein Portapotti einem Busch allerdings vor. Das kleinste Modell passt auch problemlos in ein keines Auto (hier: 3,6m kurzer Suzuki Ignis zum „Vanlife“-Camper umgebaut), das Teil würde wohl auch in einen Fahrradwohnwagen passen.

    Was die Müllentsorgung in der Natur angeht, hab ich zwar gar kein Verständnis, aber auch das ist ein allgemeines, campingunabhängiges Problem und z.B. in Süd/Osteuropa eine ganz andere Hausnummer.

    Störender find ich persönlich diejenigen Camper, die sich auf einer großen freien Fläche zu nah neben mich stellen oder einen ruhigen Platz anfahren, um dann ihr Vorzelt aufzubauen und den ganzen Abend Lärm zu machen.

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