Leider kein kontaktarmer Urlaub über Ostern möglich

Das die meisten Camper spätestens mit Reisemobilen ausgestattet auch in der Corona-Pandemie Urlaub machen könnten, davon bin ich bereits seit Monaten fest überzeugt. Jetzt hatten Bundesländer wie Niedersachsen, Schleswig-Holstein oder Mecklenburg-Vorpommern den Vorschlag gemacht, sogenanntes kontaktarmes Reisen zu erlauben.

Auch wenn im kleinen Umfang, also nur im eigenen Bundesland und in Einrichtungen mit Selbstversorgung und sanitären Anlagen. Darunter wären auch unter anderem Ferienwohnungen oder -häuser, Wohnwagen und Wohnmobile gefallen. So hätten wir (Wohnmobil vorausgesetzt) also etwa an die Nordsee oder in Teile vom Harz fahren können. Leider konnten sich die Länder aber diese Nacht beim Corona-Streit-Gipfel nicht durchsetzen.

Wenn man schon nicht im eigenen Bundesland (wie auch immer das kontrolliert werden soll) im Wohnmobil oder in einer Ferienwohnung Urlaub machen kann, dann weiß ich es auch nicht. Camper hätten in der Regel Ihr eigenes Bad dabei, lieben zwar die Geselligkeit, aber würden sich natürlich an jegliche Auflagen halten können und Kontakte zu anderen Menschen könnten so auch zu 99,9% vermieden werden. Mallorca mit dem Flieger JA, mit dem Camper innerhalb des Bundeslandes aber NEIN. Ich verstehe das leider nicht mehr und so kann es doch auf Dauer nicht mehr weitergehen.

8 Kommentare
  1. Peter Brückmann
    Peter Brückmann sagte:

    Die Aufhebung der Reisewarnung für Mallorca war sicherlich ein Missgriff und wird uns noch manche Überraschung bescheren. Auch schon aus Solidarität sollten auch Wohnmobilurlauber auf den Osterurlaub verzichten, die Einhaltung von Regelungen (Abstand, eigenes Bundesland usw.) wären schlicht unmöglich. Was bleibt ist endlich einmal den Lockdown ernsthaft durchzuführen, damit wir mit Testen und Impfen einen Vorsprung vor den Infektionen erreichen können. Wir lassen unser Wohnmobil stehen und arbeiten als Rentner im Impfzentrum mit um zu versuchen, für alle einen Sommerurlaub möglich zu machen. Das wird aber nur funktionieren, wenn alle mitmachen und versuchen, die Ausbreitung der Infektion und das Entstehen der Mutationen zu verhindern.

  2. Winny
    Winny sagte:

    Hallo zusammen,
    ich lebe in einer Urlauberregion (Ostsee), bin selber Camper und zwar schon sehr lange, doch stehe ich hinter dieser Entscheidung der Regierung.
    Wir sind letztes Jahr buchstäblich überrannt worden, ich möchte dieses NIE WIEDER erleben. Camper am Straßenrand, in die Hecken ihre Notdurft verrichtend, Rettungswege versperrt, kaum mehr Einkaufsmöglichkeiten im Discounter. Ja, wir sind dann spät abends kurz vor Schluss zum Discounter rein (man kennt uns dort) und sind eben nach der Öffnungszeit noch geblieben und haben eingekauft. Das kann es nicht sein.
    Inzwischen sind überall Verbotsschilder aufgestellt, das wilde Übernachten nahm überhand. Selbst an Stellen, wo man es füher geduldet hat, …. sind die Einheimischen nunmehr auch „gebeutelt“. Schönen Dank auch!
    Klar, die Campingplätze schauen nur auf das Geld, da sollte man erst einmal ansetzen! In der Coronazeit eine Bombenstimmung mit LiveMusik am Abend dient bestimmt den Abstandsregeln.
    Hat schon jemand einmal an die Einheimischen gedacht?
    Wir haben es schon schwer genug, nicht alle leben vom Tourismus!
    Das Grundübel ist wohl nur der Mensch, denn der vergisst alles, wenn er los gelassen wird. Würden sich alle „benehmen““, dann wäre es kein Thema, aber unter 100 Campern sind auch immer wieder ein paar Idioten – so wie anders auch -, die einem alles vermiesen.
    Was ist daran so schwierig Einhalt zu gebieten und sich zu Hause aufzuhalten. Ich stimme nicht mit jedem Schritt in dieser Politik überein, noch dazu wird Herr Günther für SH garantiert wieder seine Meinung ändern, doch genießt Eure Zeit und riskiert nicht Euer Leben.
    Ich habe 4 Leute verloren, ich will niemanden mehr verlieren.
    Frohe Ostern.

  3. Marc Broch
    Marc Broch sagte:

    Hallo Winny, es tut mir sehr leid, dass Du vier Menschen verloren hast. Was den ersten Teil Deines Kommentars angeht, so hat dieses nicht direkt etwas mit Corona zu tun. Zwar hat die Pandemie die Nachfrage nach Wohnmobilen und Wohnwagen nochmals beschleunigt, aber die Branche hatte seit Jahren bereits einen extremem Aufwärtstrend. Bei über 100.000 Neuzulassungen nur alleine schon im Jahr 2020 reicht die vorhandene Infrastruktur nicht mehr aus. Das wird auch nach der Pandemie noch zu Problemen führen. Das man an Anwohner in einer beliebten Region darunter leiden muss und über das Fehlverhalten einzelner sehr verärgert ist, kann ich mir sehr gut vorstellen.

    Auf Campingplätzen hätte man natürlich auf Musik und vieles mehr verzichten müssen, auch müsste die Belegung (Abstand) eine ganz andere sein. Die Plätze aber gar nicht zu öffnen ist wie auch das kontrollierte öffnen von Restaurants (und sei es nur der Außenbereich) aus meiner Sicht genauso falsch. In den heimischen vier Wänden kann es keiner kontrollieren, was u.a. auf einem Stell oder Campingplatz, oder in einem Restaurant anders wäre. Aber so ist es jetzt nun einmal und wir hoffen auf ein baldiges Ende und das wir wieder unbeschwert Reisen dürfen. Alles Gute und bleib gesund. Marc

  4. Roland
    Roland sagte:

    Also ich oute mich mal, wir haben unseren Osterurlaub schon vorgezogen ( ok, Luxus, kann nicht jeder, wobei Homeoffice geht ja weltweit )
    Mit dem Wohnmobil in die Schweiz auf einem Campingplatz.
    Wir hätten gerne Urlaub im eigenen Land verbraucht, haben uns dann aber gegen Wanderparkplätze für 1 Tag und ggf Diskussionen mit Ordnungsamt entschieden.
    Wir waren nicht alleine, aber der Platz war nicht überlaufen.

    Die Schweiz ist aktuell Risikogebiet wie fast alle EU Länder auch aber dort sind Campingplätz, Skilifte und Hotels geöffnet.
    Für die Einreise gilt für unser Bundesland (NRW) die Regelung Registrierung z.B. online bei der Einreise und negativer Coronatest bis 24h nach Einreise oder 10 Tage Quarantäne
    Was wir anschließend auch gemacht haben ( 2 x Tests sogar,,) .
    Wurde an der Grenze dies kontrolliert ? nein,,, Hier liegt doch schon das Problem !

    Ansonsten hatten wir vor Ort wenig Kontakte. Skipisten und Lifte: leer
    Auf das einhalten des Hygienekonzeptes wird sehr geachtet.
    Allerdings sind in der Schweiz keine FFP2 Masken vorgeschrieben. Schal geht auch.
    Wir haben uns mit FFP2 aber sicher gefühlt.
    Verbessrungswürdig sind nur die großen Gondeln wo normalerweise z.B. 100 Personen reingezwängt werden. Diese wurden zu 2/3 befüllt. Das ist meiner Meinung noch zu viel, 1/3 wäre besser obwohl gut gelüftet wird.

    Also ich erkenne kein erhöhtes Risiko im Vergleich wenn wir zuhause geblieben wären.

  5. Winny
    Winny sagte:

    …“Also ich erkenne kein erhöhtes Risiko im Vergleich wenn wir zuhause geblieben wären.“…
    Das liegt wohl daran, dass eben die meisten vernünftigen Menschen zu Hause geblieben sind und nicht in den Urlaub gefahren sind!!!!! Ja, Luxus PUR, denn die Krankenschwester auf der Intensivstation würde sich nur mal über ein schönes Wochenende ohne Tod freuen.
    Was ist der Unterschied zwischen „America first“ und „Ich first“? Keiner – es ist Egoismus pur!
    Sorry, aber das musste hier mal raus! Solidarität sieht anders aus.

  6. Alvin
    Alvin sagte:

    @Winny:
    Es ist zwar off topic im Camping-Blog, aber ich bin es langsam leid, solche polemischen Kommentare zu lesen. Nach einem Jahr Corona erwarte ich von meinen Mitmenschen schon, dass sie mal auch links und rechts an der Tagesschau vorbeischauen und mal ihr Hirn ein wenig anstrengen und selbst nachdenken, hinterfragen und recherchieren.

    In meinen Augen sind Mitmenschen wie Sie die eigentlichen Egoisten, die nur von den anderen erwarten geschützt zu werden und andere aburteilen, anstatt mal selbst Verantwortung über das eigene Leben zu übernehmen und sich selbst zu schützen, wenn einem das Bedürfnis danach ist.

    Ein Blick in das DIVI-Intensivregister zeigt, dass es seit Beginn von Corona 04/2020 zu keinem Zeitpunkt eine Überlastung der Intensivbetten gegeben hat. Im Gegenteil wurden noch trotz „Pandemie“ Betten abgebaut: https://www.intensivregister.de/#/aktuelle-lage/zeitreihen

    Auch die Todeszahlen sind trotz der sogenannten „3. Welle“ nach wie vor am abnehmen: https://ourworldindata.org/covid-deaths

    Und Solidarität würde ich mir mit den Berufsgruppen wünschen, welche praktisch seit einem Jahr ein Berufsverbot haben (Künstler, Musiker, etc.), welche ihre Lebensgrundlage wegen Insolvenz verloren haben (geschlossen kleine Läden, Restaurants, Pensionen, etc.), alte Menschen, welche isoliert allein in den Pflegeheimen dahin vegetieren und vor allem mit unseren Kindern, denn was man denen psychisch antut kristalisiert sich gerade erst heraus. Hier passiert nämlich z. B. die viel beschworene Triage: https://www.heute.at/s/triage-an-der-akh-kinderpsychiatrie-wegen-ueberfuellung-100128205

    Was uns seit einem Jahr als „Solidarität“ verkauft wird, ist in Wahrheit eine Farce! Alte werden nicht geschützt (hier sind die meisten Todesfälle), Existenzen werden zerstört, andere lebensbedrohliche Krankheiten werden nicht berücksichtigt und unsere Kinder bekommen einen Schaden fürs Leben. Aber hauptsache alle (nun ab 60) werden geimpft mit AstraZeneca, der in den USA z. B. nicht mal zugelassen ist! https://www.tagesspiegel.de/politik/keine-zulassung-wieso-astrazeneca-in-den-usa-noch-nicht-verimpft-wird/27000832.html

    Sieht Ihrer Meinung nach Solidarität aus?

    Wünsche ein schönes Osterfest und ein paar Momente Zeit, um in sich zu gehen, was wirklich wichtig im Leben ist.

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