Es gibt ja einige Camper, die bereisen auch den hinterletzten Fitzel dieser Erde und wollen oder können selbst dort nicht auf schnelles und zuverlässiges Internet verzichten. Mobilfunetze sind dafür nicht zuverlässig genug und sie haben immer Lücken und dies selbst in den Skandinavischen Ländern, welche teilweise über 90% Netzabdeckung mit „schnellem“ Internet anbieten. Am zuverlässigsten ist am Ende aber immer eine Satellitenverbindung und hierfür gibt es jetzt die bezahlbare Lösung Starlink vom Teslagründer Elon Musks mit seiner Firma SpaceX.

Vorbestellungen sind jetzt auch aus Deutschland heraus möglich, aber das ganze ist nicht gerade billig und richtet sich eher an eine kleinere Nutzerschaft. Als erstes benötigt man das passende Hardwarepaket, bestehend aus Satellitenschüssel, Ständer, Netzteil, Wi-Fi-Router und passenden Kabel. Dieses kostet mal eben 499,00€ plus Versandkosten, aber wer wirklich schnelles und zuverlässiges Internet an jedem Ort dieser Erde benötigt, den schrecken die Kosten sicherlich weniger ab.

Das ganze befindet sich jetzt in der Phase 1 und es befinden sich bereits rund 900 Starlink-Satelliten im Orbit (Stand Ende 2020). Somit ist bereits jetzt SpaceX der mit Abstand größte kommerzielle Satellitenbetreiber. Es bestehen auch schon Antrage für bis zu 30.000 weitere Satelliten. In Phase 1 muss auch noch gewährleistet seien, dass die kleine Satellitenschüssel generell rundherum uneingeschränkte Sicht zum Himmel (ab einem Höhenwinkel von 25°) hat. Des weiteren kann in Phase 1 aufgrund der Bahnneigung der vorhandenen Satelliten in den Polarregionen noch kein Funksignal empfangen werden und dadurch ist nur bis zum 61. Breitengrad ein unterbrechungsfreier Internetanschluss möglich.

Die Nutzung des Dienstes soll aktuell 99€ im Monat kosten. Aktuelle Messungen ergaben Übertragungsraten im Downlink zwischen 35 und 60 Mbit/s. Im Uplink sollen Datenübertragungsraten im ein- und zweistelligen Mbit/s-Bereich erzielt worden sein. Die Latenzen lagen zwischen 31 und 94 Millisekunden, was alles zusammen schon sehr gute Werte sind. Im weiteren Verlauf sollen aber Datenraten von 50 bis 150 Mbit/s und Latenzen von 20 und 40 Millisekunden möglich sein.

Geringe Latenzen sind übrigens nicht nur fürs Onlinegaming, sondern auch für Videotelefonie nötig und damit haben ja einige in den letzten Monaten bereits intensive Erfahrungen sammeln dürfen. Es bleibt also spannend, wie sich der Dienst auch preislich entwickelt und wer noch mehr Details zu Starlink haben möchte, dem empfehle ich ich den passenden Wikipediaeintrag.

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4 Kommentare
  1. Avatar
    Winny sagte:

    … und dann haben wir unzählige neue „Sterne“ am Himmel – wie letztes Jahr im Sommer leider schon zu beobachten war.
    Nein, ich kann darauf verzichten. Es muss nicht immer schneller, höher oder weiter sein.
    Ohne digitalisierte Welt lebt es sich auch ganz gut.
    Macht mal wieder ein Lagerfeuer oder nehmt ein Buch zu Hand.
    Winny

  2. Marc Broch
    Marc Broch sagte:

    Hallo Winny, ja auch mal „offline“ zu sein und sich den analogen Dingen widmen zu dürfen auch etwas wunderbares und kommt außerhalb der Reisezeit viel zu kurz. VG Marc

  3. Avatar
    Volkmar sagte:

    Winni hat da völlig Recht. Ein schönes Lagerfeuer und mal vom digitalen „Sche…“ abschalten sollten doch einige von uns wieder lernen. Campingurlaub bedeutet in der und mit der Natur zu sein und sich möglichst nachhaltig zu verhalten. Es muss auch nicht sein, dass jeder Campingplatz mit Rundum WLAN-Versorgung wirbt. Das eine solche „Zwangsbestahlung“ nicht immer gesundheitlich förderlich ist, sollte hinlänglich bekannt sein. Es muss jetzt nicht noch ein Herr Musk 30.000 Satelliten ins All schießen, damit wir an abgelegenen Orten Filme streamen und uns ständig per Whatsapp oder so unterhalten können .
    Volkmar
    Liebe Camper, kommt mal wieder zurück zu einem nachhaltigen Urlaub und setzt Euch mit den Nachbarn ans Lagerfeuer.

  4. Avatar
    Alvin sagte:

    Also ich kann meinen Vorrednern nur recht geben. Ich fotografiere total gern den Sternenhimmel und es ist jetzt schon nervig wie viele Sateliten bereits den Nachthimmel durchkreuzen. Abgesehen davon, als ich letztes Jahr im Frühsommer das erste mal die Starlink-Sateliten wie auf einer Perlenschnur aufgezogen vorüberfliegen sah, es waren etwa 15 Stück innerhalb etwa 10 – 15 Minuten, ist das schon ganz schön spooky

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