Urlaub etwa in Schweden und Dänemark bald wohl nur mit Impfnachweis

Wer diesen Sommer etwa nach Schweden reisen möchte, der wird wohl um eine Corona-Impfung und einen entsprechenden Nachweis nicht herumkommen. Schweden will bis zum Sommer einen digitalen Impfpass einführen, mit dem man unter anderem seine Coronaimpfungen nachweisen kann.

„Mit einer digitalen Impfbescheinigung wird es schnell und einfach, durchgeführte Impfungen vorzu­wei­sen“, sagte Digitalisierungsminister Anders Ygeman. Seine Regierung wies darauf hin, dass solche Impfnachweise künftig von manchen Ländern bei der Einreise gefordert werden könnten. Dänemark und Island haben übrigens auch bereits angekündigt, einen digitalen Coronapass mit Impfdaten auf den Weg zu bringen.

Island hat hierzu bereits konkretere Anforderungen formuliert. So muss man nachweisen können, wann die Impfungen vorgenommen und welcher Impfstoff benutzt wurde. Akzeptiert werden derzeit die in der EU zugelassenen Impfstoffe von Astra Zeneca, Biontech/Pfizer und Moderna. Ansonsten müssen Einreisende zwei Tests machen und dazwischen in Quarantäne, welche sicherlich das größte Problem bei einem Urlaub darstellt.

Selbst wenn man in manche Länder auch ohne Impfung in Zukunft einreisen darf, wird eine Impfung das Ganze erleichtern, weil ein Impfnachweis dann Tests und eine Quarantäne ersetzen kann. Spätestens die Quarantäne kann ja schon ein KO Kriterium sein. Wenn man etwa 3 Wochen Urlaub geplant hat und dann nach der Einreise erst mal 10-14 Tage in Quarantäne muss, ist einfach nicht realistisch, dass man dann den Urlaub wirklich antreten kann.

Aus dem Impfangebot wird wohl früher oder später eine Impfpflicht bzw. Voraussetzung, zumindest wenn man in gewisse Länder Reisen möchte. Die Infrastruktur in Deutschland wird auf jeden Fall nicht ausreichen, um alle Reisemobilisten unterzubringen. Hierbei muss man im Hinterkopf behalten, dass alleine schon im letzten Jahr über 100.000 Freizeitfahrzeuge neu zugelassen wurden.

3 Kommentare
  1. Michael
    Michael sagte:

    Moin Marc,

    das ist ja im Prinzip nicht so ganz schlecht.
    N Impfpass sollte man ja eh mitnehmen, falls mal was schlimmes passiert und ggf. Tetanus u.a. gebraucht wird, und wenn da dann auch noch der Hinweis für die „Seuchenimpfung“ (sorry) steht, ist doch alles gut.
    Nur haben es Länder im hohen Norden viel leichter, weil sie weniger Bevölkerung haben. Und auch evtl. schneller sind.
    Wir Deutschen…. bis Deine Familie, meine Familie dran ist, ist de Sommer schon wieder vorbei! Wenn es so geht, wie es sich die „Wasserköppe“ in Berlin und der Länder so vorstellen… -ich rede nicht weiter-

    Jedenfalls schlecht ist wäre es nicht.

    In diesem Sinne, bleibt gesund
    Michael aus GT

  2. Marc Broch
    Marc Broch sagte:

    Moin Michael, so sehe ich das auch. Es ist ja die freie Entscheidung etwa von Schweden so zu verfahren. Wenn ich nur wenigstens an den Impfstoff kommen würde… Aber das sieht aktuell schlecht aus. Wenn man bedenkt das Sonja Allgemeinärztin mit eigner Praxis ist und nahezu jeden Tag Coronaabstriche machen muss, aber Sie oder ihre Mitarbeiter erst zum Sankt-Nimmerleins-Tag eine Impfung erhalten werden, sieht das alles nicht so gut aus.

  3. Peter Brückmann
    Peter Brückmann sagte:

    Leider ist Sonja weder Funktionärin in der KV noch Kommunalpolitikerin, sonst wäre sie schon geimpft. Auch wir machen im Impfzentrum mit sind aber erst Mitte 60, so dass auch wir zweifeln, ob wir im Sommer verreisen können.

Hinterlasse einen Kommentar

An der Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.