Wir hatten eine schöne Zeit an dem traumhaften Plätzchen am Norrsjön in Edebosjön. Am Sonntag waren hier verständlicherweise recht viele Einheimische zum Sonnenbaden und da wir uns noch recht hoch im Norden befanden, haben wir beschlossen den Tag zu nutzen, um weiter in den Süden vorzudringen.

Ein Platz am Gänsen in Dala-Järna wurde als Ziel auserkoren und auf dem Weg haben wir unser Grauwasser entleert, Frischwasser wieder aufgetankt und was man sonst so alles mache muss. Am Abend erreichten wir diesem herrlichen Fleck Erde und waren nahezu alleine am See. Das Wasser war noch angenehm warm und somit wurde noch schnell das SUP aufgeblasen und die Ladys haben ein paar Runden auf See gedreht, während ich versucht habe, dass wunderschöne Abendlicht einzufangen.

Auch der nächste Tag war vom Wetter her einfach super. Es gesellten sich immer wieder ein paar Leute an den See, aber voll war es eigentlich nie. Da wir aber mit dem Camper in erster Reihe standen, wäre das eh egal und am Abend hat man den See dann eh fast wieder für sich alleine. Hier lässt es sich auf jeden Fall sehr gut aushalten.

Es sind bis Trelleborg aber von hier aus noch knapp 600 Kilometer ohne Umwege und was in Skandinavien die Berechnung der Fahrzeit angeht, so muss man hier immer etwas mehr Zeit einplanen als in Deutschland. Abstecher über Rumpelstraßen zu einsamen Plätzen am See natürlich nicht mit einberechnet.

Die Straßenverhältnisse und die Geschwindigkeitsbegrenzung tuen bei der Planung immer ihren Teil dazu. Wir brauchen morgens aber auch immer recht lange und das ist auch gut so. Bis wir mit dem Frühstück fertig sind und ohne „Stress“ abfahrbereit sind, essen andere bereits wieder zu Mittag. Aber wir sind ja im Urlaub und genießen es halt, keine Verbindlichkeiten zu haben und nicht von festen Terminen geplagt zu sein.

Jeden Tag ein „kleines“ Stück, oder einen Tag länger zu fahren, stehen somit als Option zur Auswahl. Letzteres gefällt uns nach einigen Versuchen besser, weil selbst wenn man „nur“ 200 Kilometer inkl. Ver-und Entsorgung fahren möchte, kann man hierfür teilweise 3-4 Stunden einplanen. Somit haben wir uns angewöhnt lieber ein paar Kilometer mehr zu fahren und erst am Abend an einem Platz anzukommen und dort dann aber die nächsten 2 oder 3 Tage zu bleiben.

Dank des Campers sind wir ja sehr flexibel. Wenn es uns gefällt, dann bleiben wir länger, wenn uns aber Mücken, Wetter oder sonst was zu sehr stören, fahren wir einfach weiter. Ein „fester“ Platz auf einem Campingplatz, oder gar ein fest gebuchtes Ferienhaus, sind einfach nichts für uns. Die Flexibilität mit einem Camper wollen wir für den Urlaub einfach nicht mehr missen.

Lediglich die begrenzten Kapazitäten unseres Frischwassers, des Abwassertanks oder natürlich den drei Kassettentoiletten schränken unsere Flexibilität ein. Das beschaffen von Frischwasser, das entsorgen von Grauwasser oder den Toiletten kostet leider immer kostbare Zeit. Hier bleiben für die Zukunft nur Veränderungen am bzw. des Fahrzeugs übrig. Größere Tanks und eine sogenannte Trenntoilette, welche auf wundersame Weise ohne Wasser auskommt, würden uns noch mehr Flexibilität bzw. freie Urlaubszeit ermöglichen.

Eigentlich hatten wir gestern Mittag beschlossen, am heutigen Tage die ca. 6 Stunden bis zum Bolmen auf einen kleinen Campingplatz zu fahren. Von dort aus ist es nicht mehr weit bis nach Trelleborg. Am Abend sagte uns aber die Wettervorhersage, das es am nächsten Tag nochmal sehr schön werden soll und am Tag drauf mit Regen und fallenden Temperaturen zu rechnen ist. Warum also einen Sonnentag im Auto verschwenden? Bleiben wir einfach noch einen Tag länger an diesem wunderschönen Fleck Erde und gucken morgen wie es aussieht. Das ist es was wir an der Flexibilität mit unserem Camper so sehr lieben. Weiter geht die Reise in Teil 10.

3 Kommentare
  1. Avatar
    Joachim sagte:

    Hallo Marc,

    mit Vergnügen habe ich alle 9 Teile eurer Schwedenreise mitverfolgt und muss doch nun endlich ein Kompliment vor allem für die wunderschönen Bilder aussprechen! Die in diesem Teil gezeigten, in wirklich wunderschön eingefangenem Abendlicht – ein Hochgenuss, der Lust auf Schwedens Seenlandschaft macht! Gute Heimreise!

    LG
    Joachim

  2. Marc Broch
    Marc Broch sagte:

    Hallo Joachim, vielen Dank für die netten Worte! Egal wie sehr man sich auch bemüht, man bekommt das Licht mit der Kamera nicht so eingefangen, als wenn man Live dabei ist :-) Viele Grüße vom Bolmen in Südschweden. Marc

  3. Avatar
    Peter Stebler sagte:

    Unbekannterweise herzliche Gratulation zu diesem Blog, bin darauf gestossen weil ich gerade daran bin, unsere Reise 2021 nach Schweden zu planen. Fähre von Rostock-Trelleborg-Rostock ist bereits gebucht. Im Februar/März dieses Jahres waren wir in Marokko. Dabei habe ich meinen ersten Blog geschrieben und gleich noch mit Zusätzlichem ergänzt aus den 90er Jahren von Kanada und Alaska. Bei Interesse siehe https://campinglust.jimdofree.com
    LG Peter

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