Vom Ristafallsrundan sind wir das kurze Stück ins Naturreservats Vålådalens gefahren. Dort sind wir zu dem alten Samenlager Grönvallen gewandert. Wir wurden auf dem Weg leider von tausenden Nematoceras aus der Familie der Culicidae angegriffen. Besser bekannt als die hinterlistige gemeine Stechmücke.

Natürlich hatten wir genau an dem Tag unser Anti Mückenspray vergessen und wurden schmerzhaft dafür bestraft. Aber das ist man ja auch selber schuld, wenn man unbewaffnet in feindliches Territorium vordringt. Die Wanderung hat sich aber dennoch gelohnt.

Nach der Rückkehr von der Wanderung sind wir dann zum Wasserfall Tännforsen gefahren. Dies ist einer der mächtigsten Wasserfälle Schwedens. Er liegt in der Nähe der Ortschaft Åre. Der See Tännsjön ergießt sich über den Tännfors in den 37 Meter tiefer gelegenen See Östra Noren.

Unten am Wasserfall angekommen zog es sich bereits zu und die dunklen Wolken kündigten das vorausgesagte Gewitter an. Wir mussten ganz schön sprinten und bekamen noch vor Ankunft am Camper, eine schöne kalte Dusche von oben.

Weiter ging die Fahrt durch Åre wo wir die Seilbahnen in Nordeuropas größtem Skigebiet gesehen haben. Die meisten Bahnen waren auch im Betrieb und brachten Mountainbiker nach oben. Das Gebiet wird nämlich praktischerweise im Sommer nicht nur zum Wandern, sondern auch zum Mountainbiken verwendet.

Wir fuhren dann erstmal bis kurz (250 Meter) vor die norwegische Grenze an einen kleinen Bach. Die Temperatur viel auf um die 10 Grad und es gab immer wieder etwas Nieselregen. Egal so ist das halt in Skandinavien und somit gab es trotzdem Pizza vom Grill. An dem kleinen Bach haben wir eine ruhige Nacht verbracht und am nächsten Tag stand noch eine größere Wanderung von Åre aus auf den Åreskutan an. Nach dem Frühstück sind wir dann wieder zurück nach Åre gefahren und haben den Camper an der Seilbahnstation geparkt.

Die Tour sollte uns von der Station in Åre, auf 421 Metern gelegen, auf den Gipfel vom Åreskutan (1420 Meter) führen. Es sind also 1000 Höhenmeter zu bewältigen.

Wir wollten auf den Gipfel Wandern und für den Rückweg die Kabinenbahn nehmen, welche auf 1274 Metern ihre letzte Station hat. Auf dem Gipfel befindet sich übrigens das höchstgelegene Café Schwedens.

Als wir unten losgegangen sind, lag die Temperatur bei etwa 17 Grad und viel je höher wir gekommen sank sie merklich ab. Irgendwie waren wir darauf nicht vorbereitet und haben am Ende bei 6 Grad wirklich gefroren. An der letzten Station, also kurz vor dem Gipfel, kann man sich aber aufwärmen und etwas (auch mitgebrachtes) essen.

Um kurz vor drei sind wir dann los auf die letzte Etappe und mussten uns etwas beeilen, weil die letzte Gondel fährt um 16:00. Wir erreichten ziemlich erschöpft, aber unheimlich glücklich den Gipfel, machten ein paar Fotos und stiegen zügig zur Seilstation ab.

Unten angekommen setzten wir uns wieder in Bewegung in Richtung Östersund und haben nach einem kleinen Einkauf, halt auf der Halbinsel Andersön am See Storsjön gemacht. Der Platz liegt direkt am Wasser und hier gab es dann die von uns so geliebten Garnelen vom Grill. Nach dem Essen fielen wir alle völlig erschöpft, aber sehr glücklich ins Bett und ich lauschte noch etwas den Wellen und schrieb diese Zeilen. Weiter geht die Reise in Teil 7.

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