Es gibt immer wieder Sachen, auf die ich bei einem neuen Fahrzeug auch nicht mehr verzichten möchte. In diesem Fall geht es um die Beleuchtung des Fußraumes und auf den ersten Blick nach einer reinen Spielerei aussieht, ist eine wirklich feine Sache for allem in der dunkleren Jahreszeit und wenn man die Beleuchtung erstmal gehabt hat, dann will man sie nicht mehr missen.

Eine LED Fußraumbeleuchtung* besteht aus 4 selbstklebenden LED Streifen von ca. 30 cm Länge und einem kleinen Trafo, welcher mit 12V bzw. mit USB betrieben wird. Alles verschwindet am Ende dezent hinter der Verkleidung im Fahrerhaus in Höhe des Flaschenhalters. Dort wird dann auch das Kabel mit dem kleinen Infrarot Empfänger nach außen geführt. Über eine Fernbedienung kann man nämlich verschiedene Farben und Helligkeitsstufen einstellen und die Beleuchtung darüber natürlich auch komplett ein- und ausschalten.

Montage

  1. Die Verkleidung beim Flaschenhalter ist mit wenigen Schrauben lösen schnell entfernt und die Leisten werden dann unten im Fußraum festgeklebt. Hier kann man mit Kabelbindern an der ein oder anderen Stelle noch nachhelfen, wo es keine gerade Fläche zum kleben gibt
  2. In der Höhe des 12V Anschlusses bohrt man einfach in kleines Loch und führt das kleinere Ende vom USB-Kabel nach hinten unter die Verkleidung. Dort verbindet man es mit dem kleinen Trafo. Damit ich den 12V Anschluss auch anderweitig verwenden kann, habe ich in diesen einen Mini Auto Ladestecker mit Dual USB* gesteckt
  3. Trafo und die Kabel werden nun hinter der Verkleidung mit Kabelbindern befestigt
  4. Das Kabel mit dem kleinen Infrarot Empfänger kann durch die vorhandene Klappe nach außen geführt werden und hier reicht an der Klappe ein kleiner Einschnitt

Der ganze Einbau ist in wenigen Minuten erledigt und wenn man jetzt die Zündung betätigt, wird der Fußraum in der gewünschten Farbe und Helligkeit ausgeleuchtet. Mit der Fernbedienung lassen sich alle Werte bequem ändern und die Einstellungen (Farbe usw.) bleiben auch gespeichert.

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Es gibt aber auch in den Fahrerkabinen (Lkw) oder Fahrgasträumen von Pkw angebrachte Zierleuchten, deren Lichtaustrittsöffnungen nicht nach außen gerichtet sind. Solche sind dann den Innenbeleuchtungen zuzuordnen, da sie nur die Fahrerkabine ausleuchten bzw. verzieren sollen. Diese, zumeist farbigen Lämpchen, bleiben während der Fahrt oftmals eingeschaltet, um ein heimisches Ambiente zu erzeugen oder weil es einfach gefällt. In diesem Zusammenhang kommt es dann immer wieder zu Anzeigenfertigungen oder Verwarnungsgeldangeboten wegen eines Verstoßes gegen § 49 a StVZO, da hierin eine unzulässige lichttechnische Einrichtung erkannt wird. Leider ist festzustellen, dass diesbezügliche Anzeigen auf Grund der wirklich komplizierten Rechtslage auf Fehlinterpretationen der gesetzlichen Vorschriften beruhen und somit oftmals rechtsfehlerhaft oder sogar ungerechtfertigt sind. Einschlägige Vorschrift ist dann § 30 StVZO. Tatbestandlich wäre hier nämlich nachzuweisen, dass durch den Anbau und die Verwendung der Innenbeleuchtung zu Zeiten, in denen Beleuchtung erforderlich ist (§ 17 StVO), die vom Fahrzeug ausgehende Betriebsgefahr, beispielsweise durch Blendungen oder Spiegelungen erhöht ist (Gefahrenerhöhung). Wobei dann auch ein Erlöschen der Betriebserlaubnis i. S. d. § 19 Abs. 2 Nr. 2 StVZO vorliegt. Tatbestandsmäßig wäre auch eine Behinderung anderer Verkehrsteilnehmer. Hier läge dann ein einschlägiger Verstoß gegen § 1 StVO vor.

Im Gegensatz zu denen in § 49 a StVZO genannten lichttechnischen Einrichtungen, dienen Innenbeleuchtungen der Beleuchtung der Fahrerkabine und sind somit nicht für das Signalbild verantwortlich. Hierbei dürfen die Lichtaustrittsöffnungen jedoch nicht unmittelbar nach Außen gerichtet sein, da dadurch das Signalbild beeinträchtigt werden kann und nach allgemeiner Rechtsmeinung damit eine unzulässige lichttechnische Einrichtung i. S. d. § 49 a StVZO vorliegt.

Da, wie bereits festgestellt, bezüglich der Innenbeleuchtungen an anderen Kfz als KOM keine expliziten Vorschriften erlassen wurden, sind für Innenbeleuchtungen weder bestimmte Farben, noch eine Mindest- oder Maximalleuchtkraft oder bestimmte Arten der Leuchtmittel vorgeschrieben. Ebenso ist nicht vorgeschrieben, dass Innenbeleuchtungen während der Fahrt auszuschalten sind. Der Kraftfahrer darf jedoch durch eingeschaltete Innenbeleuchtungen in seiner Sicht, beispielsweise durch Blendungen oder Spiegelungen, nicht beeinträchtigt werden und die Leuchtkraft darf das Signalbild des Fahrzeugs nicht beeinträchtigen. Die Zulässigkeit der Innenbeleuchtung lässt sich somit nur aus § 30 StVZO ableiten. Als Auffangtatbestand kann nur § 23 StVO herangezogen werden. Wenn auf eine wesentliche Beeinträchtigung der Verkehrssicherheit erkannt wird, dann liegt neben einen tateinheitlichen Verstoß gegen § 30 StVZO, ebenfalls ein Erlöschen der Betriebserlaubnis vor. Rechtsfolge ist dann ein Bußgeld von 50 € und 3 Punkte. Die Gefahrenerhöhung ist jedoch anhand des bestimmten Einzelfalls zu begründen.

Fazit:
Innenbeleuchtungen sind keine lichttechnischen Einrichtungen i. S. d. § 49 a StVZO. Nach derzeitigem Rechtsstand steht einer farblichen Gestaltung insofern nichts entgegen. Sie kann auch während der Fahrt eingeschaltet sein, solange der Fahrer in seiner Sicht nicht beeinträchtigt wird und ein sicheres Führen auch unter den Voraussetzungen des § 17 StVO gewährleistet ist. Zu beachten ist aber, dass die Anbringung der Innenbeleuchtung so zu erfolgen hat, dass die Lichtaustrittsöffnungen nicht nach außen weisen, womit das Signalbild beeinträchtigt wird oder andere Verkehrsteilnehmer geblendet werden könnten. Auch ist die Intensität der Innenbeleuchtung zu berücksichtigen.

Quelle: Verkehrsportal.de

2 Kommentare
  1. Avatar
    Patrick sagte:

    Also ganz ehrlich, sieht mir das auch auf den zweiten Blick noch wie eine Spielerei aus und besondres unschön finde ich den Bruch in der „Benutzerführung“ zw. Wandschalter und IR-Fernbedienung. Wenn schon, dann sollte der Fußraum mit der übrigen, indirekten, Beleuchtung zusammen geschaltet sein. Aber das ist, wie alles, Geschmacksache :)

  2. Marc Broch
    Marc Broch sagte:

    Hallo Patrick, ich verstehe nicht ganz, was Du mit „Bruch in der „Benutzerführung“ zw. Wandschalter meinst“. Die Bilder sind schon etwas älter und bei den aktuellen 4 Stripes, ist das eine nahezu durchgehende Beleuchtung. Die brauche ich persönlich auch nur während der fahrt. Wenn das Womo steht, ist die Beleuchtung aus, weil Sie mir dort dann nicht viel bringt. Aber ja wie Du schon gesagt hast, ist das alles immer reine Geschmacksache :-)

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