Als wir letztes Jahr die große Reise mit dem Wohnmobil zum Nordkap angetreten sind, haben wir die meiste der Zeit der insgesamt sechs Wochen in Norwegen verbracht. Es war unser erster Aufenthalt in diesem faszinierenden Land und hat uns sehr begeistert und zwar so sehr, dass wir dieses Jahr wieder Wochen Norwegen bereist haben.

Aufgrund der diesmal etwas geringeren Reisezeit, haben wir uns auf das Gebiet von Südnorwegen konzentriert, welches von Kristiansand bis kurz vor Trondheim reicht. Bis dato haben wir den Weg nach Skandinavien immer über Schweden gewählt und die Fähre von Lübeck nach Trelleborg genommen. Von Oldenburg über Lübeck und Trelleborg bis nach Kristiansand, sind es dann aber knapp 1100 Kilometer und durch die Fahrt mit der Fähre, verliert man fast einen zusätzlichen Tag. Daher haben wir uns für die Schnellfähre (2 Stunden) von Hirtshals in Dänemark, nach Kristiansand in Norwegen entschieden.

Von Oldenburg aus ging die Fahrt am Freitag nach Aarhus in Dänemark (500 km) und am nächsten Morgen bis kurz vor Hirtshals (200 km). Hier haben wir dann noch eine Nacht auf einem schönen Platz in der Nähe vom Leuchtturm Hanstholm Fyr verbracht und Sontag ganz für Morgens die Fähre nach Kristiansand genommen. Insgesamt waren es dann nur knapp 700 Kilometer Anreise bis nach Norwegen.

Wie bei unseren Reisen mit dem Wohnmobil üblich, haben wir im Vorfeld für uns Interessante Sehenswürdigkeiten auf eine Google My Maps eingetragen und uns das Kartenmaterial in der Google Maps App heruntergeladen. Dazu zählen etwa der das Kap Lindesnes, Brufjellhålene, Helleren, der Preikestolen, die kleinen Trollzunge Himakånå, der Gletscher Buarbreen, der Wasserfall Vøringsfossen, die größte Hochebene Europas Hardangervidda, der Beitostølen mit dem See Gjende, der Gaustatoppen und vieles mehr.

Wie auch letztes Jahr waren es sehr viele schöne Momente und beeindruckende Abschnitte dieses wunderschönen Landes, so dass aus allen Fotos nicht das eine als Titelbild die Reise darstellen kann. Es ist also eine kleine Collage geworden welche immer noch nicht alle Highlights unserer Reise zeigen kann, aber die findet ihr in den Artikeln. Einen kleinen Vorgeschmack bieten euch sicherlich bereits die folgenden Bilder.

Was wir beim nächsten Mal besser machen würden

Letztes Jahr war unsere lange Reise relativ durchgeplant, was uns gelegentlich etwas zu viel war. Wir wollten auch mal „länger“ an einem Ort verweilen, so das wir uns diesmal bis auf ein paar Highlights auf der Google My Maps Karte einzutragen, nichts wirklich vorgenommen hatten und uns treiben lassen wollten. Hier würden wir einen Mittelweg empfehlen und alleine von den Fahrstrecken her etwas Zeit zu sparen.

Hinzukommt auch, dass man sich etwa vor einer langen Wanderung noch um die Ver- und Entsorgung kümmern sollte. Norwegen bietet deutlich weniger Infrastruktur für Reisemobile, als es etwa in Schweden der Fall ist. So kann man nach einem 12 Stunden Marsch ganz entspannt in den Camper steigen und einfach das nächste freie Plätzchen anfahren, ohne erst z.B. frisches Wasser auftreiben, oder das Klo entleeren zu müssen. Wir haben uns somit vorgenommen beim nächsten Mal einfach Täglich 10-15 Minuten fest einzuplanen und dann zu besprechen, was wollen wir etwa morgen machen und was benötigen wir dafür.

Tipps für eine Reise nach Norwegen

Falls Ihr auch eine Reise nach Norwegen plant, gebe ich euch gerne folgende Informationen mit auf den Weg und wenn ihr mehr wissen wollt, oder selber Tipps habt, hinterlasst wie immer einfach einen Kommentar.

Grundsätzlich unterscheiden sich die Skandinavischen Länder ja nicht so viel von Deutschland. Man bekommt hier nahezu alles, was man in Deutschland auch bekommt. Es handelt sich ja nicht um eine Reise in die entlegensten Regionen der Welt, aber dennoch sind ein paar Sachen zu beachten, damit es keine unschönen Überraschungen gibt.

Was die Reisedauer angeht, so will man ja in der Regel nicht nur einfach schnell durch Norwegen düsen, sondern auf der Reise etwas erleben und sich dabei am besten ja auch noch erholen. Hier kann ich nur sagen, lasst euch Zeit und plant „Ruhepausen“ ein. Also bleibt mal länger als einen Tag an einem Ort und genießt die kostbare Freizeit, der Urlaub ist je eh so schnell vorbei.

Die Reisekosten sind bei jedem natürlich sehr unterschiedlich. Kosten für das eigentliche Gefährt rechne ich hier mal nicht mit, denn die Ausgangslage ja immer eine andere. In Norwegen sind Lebensmittel deutlich teurer als in Deutschland. Somit haben wir ausreichend mitgenommen und dabei vor allem haltbare Lebensmittel. Also deckt euch schon etwas ein, aber probiert selbstverständlich auch regionalen Produkte.

Zu den höheren Spritpreisen (Diesel kostet ca. 35 Cent mehr), gesellen sich noch eventuelle Kosten für die Fähren, ohne die man teilweise nicht weiterkommt, oder einen großen Umweg fahren muss. Je nach Region und somit Anzahl der Fahrfahrten, lohnt sich die Rabattkarte AutoPass.

Skandinavier lieben Kreditkarten. Natürlich kann man in Skandinavien auch in bar bezahlen, aber das meiste läuft bis auf sehr wenige Ausnahmen per Kreditkarte. Lediglich bei den sehr zu empfehlenden kleinen Hofläden in Form von Buden am Straßenrand, zahlt man in bar. Hier sollten auch kleine Scheine bzw. Münzen vorhanden sein, weil hier wirft man das Geld einfach in eine Kiste.

An Tankstellen zahlt eigentlich immer per Karte direkt an der Zapfsäule. Es ist auch vollkommen selbstverständlich, das man Kleinigkeiten wie ein Eis per Kreditkarte bezahlt. Hier sollte man nur die Transaktionsgebühren im Auge behalten, weil es sich bei Dänemark, Norwegen und Schweden um nicht Euro Länder handelt.

Bei meiner Hausbank würden 1,75% Wechselgebühr auf den Betrag in Euro anfallen und bei einer Barabhebung kommen dann ggf. Gebühren des Geldautomatenbetreibers bzw. der Bank hinzu. Um diese total „unnötigen“ Kosten ganz einfach zu vermeiden, haben wir uns eine kostenlose Visa Kreditkarte der Santander zugelegt, bei der weltweit keine Gebühren anfallen.

Wie schon gesagt, Lebensmittel sind in Norwegen um einiges teuer als bei uns in Deutschland. Auch auswärts Essen gehen ist echt teuer, auch wenn verdammt lecker. Man bekommt in den Supermärkten nahezu das selbe reichhaltige Angebot wie in Deutschland. Man muss sich nur auf deutlich höhere Preise einstellen. Die meisten Supermärkte haben 7 Tage geöffnet und in „größeren“ Orten findet man meistens Coop, Rema 1000 oder KIWI vor. In ganz kleinen Ortschaften dann die Kette Jocker, wo es nochmal teuer wird. Daher am besten in großen Orten einkaufen gehen, als auf dem Land in den kleinen Filialen.

Alkohol ist ebenfalls sehr teuer und darf in der Woche nur bis 20:00 und am Wochenende bis 18:00 verkauft werden. Man kann aber auch zollfrei eine gewisse Menge mitnehmen und dafür bietet sich eine passende App an. In der kann man auch Zollgebühren bezahlen, wenn man mehr aus Deutschland mitnehmen möchte, was immer noch um ein vielfaches günstiger ist, als den Alkohol in Norwegen zu kaufen.

Der Mobilfunkempfang ist ein absoluter Traum. Wir hatten nicht nur zu 99% immer eine sehr stabile Mobilfunkverbindung, sondern zu 95% eine schnelle LTE Datenverbindung. Hier surft man selbst in der tiefsten Einöde schneller als mit den meisten DSL Anschlüssen in Deutschland. Dank der aktuellen EU Roaming Regelung, können die meisten ihren Mobilfunktarif im Ausland genau so nutzen wie daheim.

Die einzelnen Passagen unserer Reise

Während dieser drei Wochen durch Norwegen, habe ich auch immer wieder Artikel zu den einzelnen Passagen veröffentlicht und diese sind hier chronologischer Reihenfolge verlinkt und ich wünsche euch viel Spaß beim lesen.

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