Die Wanderung zum Preikestolen war schon ein sehr tolles Erlebnis, auch wenn nicht ganz so beindruckend wie letztes Jahr die Wanderung zur Trolltunga. Dafür hat uns damals die Erfahrung von einer Übernachtung mit dem Zelt in der freien Natur gefehlt, was uns insgesamt schon beeindruckt hat und sicherlich nicht die letzte war.

Wir sind dann vom Campingplatz am Preikestolen weitergezogen und zum ausschlafen in die Berge gefahren. Ursprünglich hatten wir einen Platz am Wasser auf dem Plan, aber der war leider schon voll. Der Platz in den Bergen lag aber an einem Bach und hier haben wir erstmal schön ausgespannt, bis es dann am nächsten Tag wieder Richtung Küste zur kleinen Trollzunge Himakånå gehen sollte.

Auf der Fahrt genossen wir wie so oft die herrliche Natur Norwegens und diese entschädigt das dann doch oftmals lange Fahren auf engen und nicht immer so „guten“ Straßen. Es gibt hier kaum Strecken auf denen man schneller als 80 fahren darf, oder auch möchte. Aber grundsätzlich ist man ja nicht auf der Flucht, außer vor dem Alltag von Zuhause, aber den hat man eigentlich schon nach 24 Stunden in Norwegen vollkommen vergessen.

Wir haben in diesem Jahr neben den ansonsten schon recht vielen „normalen“ Campern auch viele Mietfahrzeuge gesehen. Es wird also langsam voller und die schönen Plätze am Wasser aus dem Reiseführer sind dementsprechend auch schon oft frühzeitig belegt. Machen wir uns nichts vor, vom großen schönen Campingkuchen wollen viele etwas abhaben und es werden jedes Jahr mehr. Selbst so kleine Blogs wie meiner einer, motivieren den einen oder anderen zu einer solchen Reise mit dem Camper. Aber ja macht es! Es lohnt sich so sehr!

Benehmt euch wie es Gäste es tun sollten und wir dürfen sicher alle wiederkommen. Die Norweger sind so freundliche Menschen und so super gastfreundlich, was man von Zuhause so leider kaum kennt.

Unsere Fahrt zur kleinen Trollzunge Himakånå endete erst gegen 17:00 und es zog langsam nicht mehr so schönes Katalogwetter auf. Aber auch so ist Norwegen und es gibt eigentlich hier kein schlechtes Wetter, sondern nur schlechte Kleidung, gefolgt von einer schlechten Einstellung……sagte mal so ein Typ aus dem Outdoorladen.

Wir parkten also am Ausgangspunkt vom Supermarkt Joker, bezahlten brav per Internet und Kreditkarte unsere 100 NOK Parkgebühren und machten uns auf den Weg. Etwa 700 Meter geht es die Straße entlang und dann steil den Berg hinauf und die Regenjacken hatten wir natürlich im Gepäck. Nach etwa 30 Minuten wurde durch ein Grollen und Donnern bereits angekündigt was uns bald ereilen sollte. Über dem Meer zog sich etwas zusammen und ja es kam auf uns zu.

Es schüttete innerhalb von wenigen Minuten wie aus Kübeln. Die Regentropfen schienen erst wie Hagelkörner, waren aber sondern einfach „nur“ sehr dicke Tropfen. Innerhalb weniger Sekunden war man bereits Klatsch nass und die Regenjacken konnte man so schnell kaum anziehen.

Wir liefen den Weg einen Teil zurück und stellten uns bei einem Baum ein paar Minuten unter. Der Regen legte sich und es waren nur noch 15-20 Minuten bis zum Himakånå und als wir oben angekommen sind, schien jetzt nicht die Sonne wie bei einem Zeichen Gottes, aber es war zumindest für wenige Minuten trocken um Fotos zu machen.

Auf dem Rückweg vom Himakånå Felsen erfreute ich mich wieder der Truma iNet Funktion und schmiss den Warmwasserboiler an. Als wir dann total durchnässt aber glücklich am Camper ankamen, nahmen wir direkt eine heiße Dusche und fuhren danach weiter zu einem ruhigen Stellplatz. Hier hatten wir Glück denn der Platz war noch frei und wir genossen die Ruhe und der Regen höre auch auf. Es wurden Cheeseburger zubereitet und danach noch ein paar Runden gekniffelt. Am nächsten Morgen wollten die Ladys eine Runde schwimmen gehen und ich ließ mal das Dröhnchen steigen und im Anschluss setzten wir uns wieder in Bewegung. Weiter geht die Reise in Teil 6.

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