In unserem aktuellen Camper haben wir den Thetford Kühlschrank N3142 mit 142 Litern verbaut und das Platzangebot reicht uns grundsätzlich auch aus. Es kommt aber halt schon mal vor, dass wir noch etwas an zusätzlichem (gekühlten) Platz benötigen könnten. Das kann für die hopfenhaltige Getränke bei einem Wochenende mit den Kumpels, oder für ein paar Lebensmittel für den Urlaub in Norwegen sein. Für solche und weitere Situationen wollten wir uns eine kleine aber dennoch leistungsstarke Kühlbox zulegen.

Das Angebot an Kühlboxen ist wirklich sehr groß und die Preisspanne dementsprechend auch. Das liegt aber auch an den vier verschiedenen Arten von Kühlboxen. Passive, Elektrische, Absorber und welche mit einem Kompressor. Hier gilt es also erst einmal etwas Licht ins Dunkel zu bringen und sich zu überlegen, was (Kühlgut) und wieviel (Menge) will oder kann man womit (Energiequelle) wo (Ort) kühlen.

Für das was wir kühlen wollen, liegt meistens eine optimale Kühlschrank-Temperatur bei 7 ºC. Ist also mit einer Kühlbox soweit alles klein großes Problem, sofern es bei dem Lagerort nicht über 30° C warm wird. Was die Menge angeht, so musste ich erst einmal ein Gefühl für die Angaben in Litern bekommen. Ein Besuch in einem Elektrodiscounter brachte die Auflösung. So um die 20 Litern reichen für unser Vorhaben vollkommen aus. Je nachdem ob man die Kühlbox als Hauptgerät oder als Zeitgerät verwendet, variiert das natürlich deutlich.

Energiequelle und Ort

12V ist hierbei ganz klar unsere bevorzugte Energiequelle, weil eine passende Steckdose habe ich letztens erst nachgerüstet. Die Kühlleistung sollte natürlich ausreichend und bevorzugt auch einstellbar sein. Ein reines Ein- und Ausschalten finde ich nicht vorteilhaft, denn am Ende soll die Box ja auch noch Stromsparend verwendet werden können. Bei uns soll die Heckgerage als geeigneter Aufstellort für die Kühlbox herhalten.

Fangen wir nun als erstes mit den verschiedenen Arten von Kühlboxen an und dadurch wird recht schnell klar, was man damit so alles kühlen kann, oder wo man schnell an die Grenzen stößt. Am Ende findet ihr dann unser Fazit und für welche Kühlbox wir uns entschieden haben.

Passive Kühlbox

Beginnen wir mit den günstigsten Exemplaren, den sogenannten passiven Kühlboxen. Die kenne ich noch aus meiner Kindheit und die gibt es als starre Box oder auch als Kühltasche. Es handelt sich hierbei um die einfachste und auf den ersten Blick kostengünstigste Art, weil sie lediglich mit gängigen Kühlakkus* betrieben werden und ohne Elektronik auskommen.

Solche Boxen sind aber eigentlich nur für den Betrieb über einen kürzeren Zeitraum, etwa für einen Aufenthalt am Strand ausgelegt. Die Kühlleistung ist hierbei in der Regel recht begrenzt und die Kühlakkus müssen dementsprechend auch vorgekühlt werden und belegen kostbaren Platz in der Box. Dafür sind solche Boxen oder Taschen aber absolut wartungsarm, recht leicht (ohne die Akkus) und auch sehr günstig.

+ Einfacher Betrieb durch Kühlakkus, Eiswürfel oder Crushed Ice
+ Absolut Wartungsarm durch fehlende Elektronik
+ Günstig in der Anschaffung
-/+ Leicht wobei die Akkus wieder hinzugerechnet werden müssen

– Keine dauerhafte Kühlung
– Kühlakkus benötigen Platz und erhöhen Gewicht und Preis

Elektrische Kühlbox

Eine elektrische Kühlbox ist in der Anschaffung teilweise immer noch recht günstig und los geht es in der Regel bei Modellen um die 60,00€. Diese sind von ihrer Bauform kompakt und lassen sich somit sehr gut zu transportieren. Vom Gewicht und vom Preis her, sind sie einer hochwertigen passiven Kühlbox inkl. den notwendigen Kühlakkus schon sehr ähnlich.

Betreiben kann man fast alle mit 230V und/oder über einen 12 Volt-Anschluss. Was die Kühlleistung angeht, so hängt es neben der Isolierung vor allem von der vorhandenen Umgebungstemperatur ab. Die meisten Kühlboxen schaffen es die Temperatur im Inneren bis zu 20° C unter die vorhandenen Außentemperatur zu kühlen. Hochwertigere Modelle wie etwa die Dometic TropiCool*, schaffen auch bis zu 27° C unter die vorhandenen Außentemperatur.

Wenn möglich sollte man eine solche Kühlbox vorkühlen und je nach Hersteller dann bevorzugt mit 230V. Wie auch beim Kühlschrank zuhause, sollten Speisen oder Getränke bestenfalls nicht warm sein, wenn man sie in die Kühlbox legt und der Deckel sollte nicht unnötig häufig geöffnet werden.

+ Bis zu 30° C unterhalb der Umgebungstemperatur möglich
+ Betrieb mit 230V und 12/24V möglich
+ Kompakte Maße
+ Geringer Stromverbrauch von maximal 4 Ampere
+ Wartungsarm

– Benötigt eine gewisse Anlaufzeit
– Abhängig von der Umgebungstemperatur

Absorber Kühlbox

Was Absorberkühlschränke im Camper angeht, so habe ich persönlich bis jetzt nur positive Erfahrungen gemacht. Die Flexibilität bei der Energiewahl ist einfach unschlagbar. Ob Gas, oder Strom ist dem Absorber eigentlich egal und ist somit beim freistehen mein Favorit und Absorber werkeln auch nahezu geräuschlos vor sich hin.

Für den Einsatz etwa in der Heckgarage, ist der Absorber aber nicht geeignet, denn hier darf man aus nachvollziehbaren Gründen z.B. wegen der Belüftung, keine Kühlbox mit Gas betreiben. Somit eignen sich Absorber Kühlboxen nur für den Betrieb im Freien, wie etwa unter einem Vorzelt auf dem Campingplatz.

Ein Betrieb im Fahrzeug ist ohne einen fachmännischen Umbau und passende Gas-Abnahme nicht zulässig. Auch sollte man das recht hohe Eigengewicht und den hohen Platzbedarf nicht unterschätzen.

+ Bis zu 30° C unterhalb der Umgebungstemperatur möglich
+ Betrieb mit Gas, 230V und 12/24V möglich
+ Nahezu Geräuschlos

– Benötigt eine gewisse Anlaufzeit
– hohes Eigengewicht und hoher Platzbedarf
– Abhängig von der Umgebungstemperatur

Kompressor Kühlbox

Mehr Kühlleistung als mit einem Kompressor geht nicht. Bis zu -22° C sind mit einer Kompressor Kühlbox machbar, so könnte man auch von einer Kompressor Gefrierbox sprechen. Die aktuellen Modelle wie etwa die der Dometic CoolFreeze CFX Serie*, verbrauchen gerade einmal 6-8 Ampere im 12V Betrieb, was für die Leistung sehr gut ist.

Aber natürlich haben auch diese Geräte einen Nachteil und das ist als erstes sicher mal der hohe Preis, welcher mit Abstand der höchste in den vier Kategorien ist. Auch ihr Eigengewicht und das Betriebsgeräusch sollte man nicht vernachlässigen.

Wer jedoch in seinem Camper keinen „normalen“ Kühlschrank hat und alles mit der Box erledigen möchte, ist mit einem Kompressor sicherlich am besten unterwegs. Als reine Zusatzbox würde ich mir die Anschaffung sehr gut überlegen.

+ Beste Kühlleistung bis -22° C möglich
+ Betrieb mit 230V und 12/24V
+ Kühltemperatur präzise einstellbar
+ Geringer Stromverbrauch bezogen auf die Kühlleistung

– Hohe Anschaffungskosten
– Hohes Betriebsgeräusch
– Hohes Eigengewicht

Unser Fazit

Passive Kühlboxen fallen für uns sofort raus, weil die Box nicht nur mal für einen Tag am Strand verwendet werden soll. Hinzu kommt ja auch noch der benötigte Platz für die Kühlakkus, welche dementsprechend auch noch vorgekühlt werden müssen.

Die Elektrischen Kühlboxen gefallen schon sehr gut, hier ist uns nur wichtig die Kühlleistung einstellen zu können. Somit kann man nicht nur den Energieverbrauch reduzieren, sondern vor allem die Temperatur anpassen. Eine hochwertige Isolierung die auch ohne aktive Kühlung die Temperatur für ein paar Stunden halten kann, ist natürlich wie auch ein leiser Lüfter eine klare Voraussetzung.

Absorber Kühlboxen sind auch aus dem Rennen, weil wir die Kühlbox ja ohne aufwendige Umbauten in der Heckgarage betrieben wollen. Hinzu kommt ihr hohes Eigengewicht und der größere Platzbedarf.

Kompressor Kühlboxen wirken auf den ersten Blick als die beste Wahl. Was die Kühlleistung angeht, so sind sie das auch sicherlich, aber für unseren Anwendungsfall als „Ergänzung“ sind sie zu überdimensioniert. Der hohe Preis und das hohe Eigengewicht schrecken uns auch ab. Die Lautstärke wäre in der Heckgarage sicher weniger das Problem und der Stromverbrauch geht auch in Ordnung, wobei man den ja durch die genaue Temperatursteuerung, diesen auch noch reduzieren kann, sofern es das Kühlgut zulässt.

Am Ende ist es die elektrische Kühlbox Dometic TropiCool TCX-21* geworden. Geringes Eigengewicht von 6,09 kg, überzeugende Kühlleistung auch im reinen 12V Betrieb, kaum wahrnehmbarer und ein unten im Gehäuse verbauter Lüfter. Zusätzlich haben uns Temperatur bzw. Leistungssteuerung und eine intelligente Stromsparfunktio überzeugt. In einem Testbericht werde ich auf die Dometic TropiCool TCX-21 noch genauer eingehen.

Passive Kühlboxen

Fangen wir mal mit den günstigsten Exemplaren, den so genanten an passiven Kühlboxen an. Die kenne ich noch aus meiner Kindheit und die gibt es als starre Box oder auch als Kühltasche. Es handelt sich hierbei um die einfachste und kostengünstigste Art, weil sie lediglich mit gängigen Kühlakkus* betrieben werden und ohne Elektronik auskommen.

Solche Boxen sind aber eigentlich nur für den Betrieb über einen kürzeren Zeitraum, etwa einen Aufenthalt am Strand ausgelegt. Die Kühlleistung ist hierbei natürlich begrenzt und die Kühlakkus müssen dementsprechend auch vorgekühlt werden und belegen kostbaren Platz in der Box. Dafür sind sie aber absolut wartungsarm, leicht (ohne Akkus) und günstig.

+ Einfacher Betrieb durch Kühlakkus, Eiswürfel oder Crushed Ice
+ Absolut Wartungsarm durch fehlende Elektronik
+ Günstig in der Anschaffung
-/+ Leicht wobei die Akkus wieder hinzugerechnet werden müssen.

– Keine dauerhafte Kühlung
– Kühlakkus benötigen Platz und

Coleman passive Kühlbox 30QT Performance, kühlt bis zu 2 Tage, Thermobox mit 28 L Fassungsvermögen, mobile passiv Kühlbox mit stabilem Tragegriff
Preis: EUR 61,20
(Stand von: 2019/07/23 9:55 pm - Details
×
Produktpreise und -verfügbarkeit sind zum angegebenen Datum / Uhrzeit korrekt und können sich ändern. Alle Preis- und Verfügbarkeitsinformationen auf https://www.amazon.de/ zum Zeitpunkt des Kaufs gelten für den Kauf dieses Produkts.
)
10 neu von EUR 45,271 gebraucht von EUR 42,13
(* = Affiliate-Link / Bildquelle: Amazon-Partnerprogramm)

Toggle 2

5 Kommentare
  1. Avatar
    Franz Peters sagte:

    Hallo Marc,
    wieder ein Interssantes Thema .Aber was machst du bei über 30 Grad und hast in deiner Garage ein Gerät stehen das dort einheitzt ? Wo hin mit der Abwärme ?
    Gruß Franz

  2. Marc Broch
    Marc Broch sagte:

    Hallo Franz, in unserer Heckgarage wird es nicht besonders warm, zumindest ist es dort immer kälter als im Fahrzeuginneren. Die Abwärme von der Kühlbox hält sich beim ersten Test vom letzten Wochenende sehr in Grenzen und kann auch von dort in den Wohnraum entweichen. Wie gesagt es soll eine Ergänzung zu unserem Kühlschrank werden. Weitere Tests folgen. Grüße Marc

  3. Avatar
    Franz Peters sagte:

    Danke Marc für die schnelle Antwort . Werde mir dann wohl auch die von dir getestete Box kaufen .

    Gruß Franz

  4. Marc Broch
    Marc Broch sagte:

    Hallo Franz, es folgt demnächst noch ein ausführlicher Testbericht, aber eine Kaufempfehlung kann ich bereits aussprechen. Grüße Marc

  5. Avatar
    Bodo Schulz sagte:

    Wir haben uns für unseren Nissan Evalia die Carbest Kompressor Kühlbox gekauft. Für 370 Euro. Erreicht auch bei Temperaturen im Fahrzeug von 30 Grad eine Innentemperatur von etwa 10 Grad MINUS! Und das extrem schnell. Mit 12 Volt. Und kann auch mit 230 Volt betrieben werden. Passt nicht viel rein. Aber unser Auto ist ja auch klein. Und für Eis und Fischstäbchen genügt es immer. Und dazu noch eine kleine Cola…
    Achso, ja, Nissan Evalia statt Wohnmobil. Unser Eura Mobil ist uns ja am 28. Mai 2019 geklaut worden. Geld von der Kravag haben wir schon. Ganz interessant: fragt ein Gutachter bei den Händlern an um den Neuwagenpreis zu ermitteln, sind die Händler mit Rabatte auf NAGELNEUE MODELLE 2020 großzügig. Zwei Händler wurden vom Gutachter angefragt. Beide geben gern und ohne Diskussion 9,8 % Rabatt. Also Leute, unter 10 % Rabatt kein Neuwagenkauf eines Eura Mobils!

Dein Kommentar

An Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns Deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Ich stimme den DSGVO Bestimmungen zu.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.