Das für uns ein Sonnensegel eine alternative zur klassischen Markise darstellt, hat unser Test in den Niederlanden über Christi Himmelfahrt bereits bewiesen. Eine dezente Kederschiene lässt sich einfach und günstig am Wohnmobil montieren, wie man hier nachlesen kann. Lediglich das von uns verwendete Sonnensegel mit den Zeltstangen, war noch optimierungsbedürftig. Der Aufbau war durch eine Person zwar sehr schnell erledigt und der gewünschte Schutz vor Sonne und Regen war mit dem Sonnensegel auch gewährleistet, aber die Stabilität ließ insgesamt einfach noch etwas zu wünschen übrig.

Hier sollte also eine Alternative her und im Mai 2018 hatte Mike hier im Blog bereits ein aufblasbares Vorzelt von der Firma Kampa vorgestellt. Technologie und Verarbeitung hatten uns damals schon begeistert und daher lag es nahe, dass wir uns das aufblasbare Sonnensegel Sunshine Air Pro* zugelegt haben.

Es handelt sich hierbei um ein Sonnensegel mit einem Luftgestänge, welches einen schnellen und einfachen Aufbau ermöglicht. Handelsübliche Sonnensegel wie wir eines im Einsatz hatten, haben leider den Nachteil, dass sie durch den Wind abheben und unter Umständen den Camper auch beschädigen können. Bei Regen bildet sich auch gerne auf dem Segel eine Pfütze und diese drückt das Segel dann nach unten. Dem Gewicht können die Zeltstangen dann nichts mehr entgegenwirken und das ganze bricht irgendwann einfach in sich zusammen.

Bei dem Sonnensegel Sunshine Air Pro gibt es dieses Problem nicht, da die Luftschläuche, welche in wenigen Sekunden aufgeblasen werden, den Camper auch nicht beschädigen werden und durch die abgerundete Bauform, der Regen an den Seiten abläuft und sich so auch keine Pfütze bilden kann. Apropos Schutz vor Regen, die Wassersäule vom Sunshine Air Pro beträgt 6.000 mm und somit kommt hier selbst bei starkem Regen nichts durch. Der Aufbau ist dem „normalen“ Sonnensegel auf den ersten Blick sehr ähnlich und am Ende sogar noch schneller erledigt.

Neben dem Luftschlauch in Form eines Bogens an der Vorderseite des Segels, sorgt eine ebenfalls mit Luft gefüllte Strebe in der Mitte, welche sich gegen die Außenwand vom Camper drückt, für sehr gute Stabilität. Das gesamte Material ist weich, so dass hier keine Kratzer am Camper entstehen können und Bogen und Strebe lassen sich gemeinsam über ein Ventil aufblasen. Der oder die Luftschläuche sind von einer stabilen Schutzhülle umgeben, welche über einen Reißverschluss verfügt. So wird zum einen der Luftschlauch gegen eine Beschädigung geschützt und lässt sich im Fall der Fälle, dennoch einfach reparieren.

Aufbau

  1. Das Sonnensegel in die Kederschiene einführen und durchschieben
  2. Das Ventil an der rechten Seite des Bogens öffnen und aufpumpen
  3. Sobald der Bogen ausreichend Luft enthält, zieht man ihn nach vorne heraus, sodass er seine endgültige Form annehmen kann. Ein Band auf dem Boden sorgt dafür, dass der Bogen in einem richtigen Abstand aufgebaut wird
  4. Die Verankerung der Ecken geschieht mit Heringen und zusätzlich werden noch die QuickPitch-Bänder (Sturmverspannung) gesichert und festgezogen

Der Aufbau geht super schnell und ist von einer Person in ca. 3 Minuten erledigt. Wir haben uns für die kleinere Version vom Sunshine Pro entschieden, welches eine Breite von 300 cm und eine Tiefe von 250 cm hat. Die Stehhöhe beträgt  235-250 cm und das Packmaß 70 x 26 cm und das bei einem geringen Gewicht von nur 6,8 kg inkl. Tasche, Heringen und Luftpumpe.

Die beiliegende Luftpumpe mit 2,2 Litern Fassungsvermögen hat ordentlich Wumms, ist aber mit knapp 60 cm Höhe relativ sperrig. Unsere per Akku betriebene Elektrische Luftpumpe, kann zwar eine sehr gute Vorarbeit leisten, aber erzeugt am Ende nicht genug Druck. Somit muss man hier von Hand noch einmal kurz nachgeholfen werden, um den Luftschlauch richtig prall zu bekommen.

Hierzu habe ich mir eine kleinere Pumpe mit 37cm* zugelegt und auch die beiliegenden Heringe aus Kunststoff wurden ersetzt. Die kommen verständlicherweise an die Stabilität der Aluminium Schlagschraubheringe von Peggy Peg* nicht heran. So schnell wie das Sonnensegel aufgebaut ist, so schnell ist es auch wieder abgebaut und verstaut.

Abbau

  1. Das Ventil an der Linken Seite des Bogens öffnen und die Spannseile lösen
  2. Sonnensegel aus der Kederschiene entfernen und auf dem Boden ausbreiten
  3. In das gewünschte Format falten oder rollen und dabei die restliche Luft aus den Schläuchen drücken

Wir nutzen zum verstauen aber nicht die beiliegende Tasche, sondern eine Eurobox mit den Maßen 60 x 40 x 22 cm, in welche das Sonnensegel inkl. der kleineren Luftpumpe perfekt hineinpasst. Die Eurobox wiederum findet in unserem selbstgebauten Aluminium Regal in der Heckgarage Platz.

Verarbeitung und Einsatz bei Wind

Also die Verarbeitung ist insgesamt sehr gut. Alles wirkt super hochwertig und es gibt nichts auszusetzen. Am Wochenende war das Sonnensegel auf dem Stellplatz in Schillig im Einsatz. Hier wehte ein recht ordentlicher Wind und einige der Camper, haben Ihre Markisen dann auch zur Sicherheit eingefahren. Unser Sonnensegel haben wir aber die ganze Zeit aufgebaut gelassen und es hat durchweg einen festen und sicheren Stand gehabt. Klar würde es ich bei einem Sturm abbauen, aber ich traue ihm insgesamt mehr Stabilität zu, als einer normalen Markise.

Fazit

Für uns ist das aufblasbare Sonnensegel Sunshine Air Pro* von Kampa eine perfekte alternative zu einer klassischen Markise, welche wir aus verschiedenen Gründen, wie Gewicht (ca. 25kg), Preis (ca. 700,00€), fester Montage usw. nicht haben wollen. Das von uns verwendete Model aus dem Jahr 2019, bietet auch die Möglichkeit einer Erweiterung durch optionale Seitenwände*, welche wir uns sicherlich auch noch zulegen werden.

In dem folgenden Video kann man sich den Aufbau und den Abbau vom Kampa Sunshine Air Pro in Echtzeit angucken. Weitere Testberichte von uns, erfolgen spätestens in unserem nächsten Urlaub in Norwegen im Juli/August diesen Jahres.

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(Stand von: 2020/05/25 6:04 am - Details
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4 Kommentare
  1. Avatar
    Tzosch sagte:

    Bin sehr auf die Erfahrungen gespannt. Besonders das Thema „Sturmsicherheit“.
    Grüße

  2. Marc Broch
    Marc Broch sagte:

    Funktioniert auch bei stärkerem Wind. War in Norwegen nur wenig im Einsatz, aber wenn hat es uns vor erfolgreich vor Regen und Wind geschützt. Weiterhin eine absolute Kaufempfehlung.

  3. Avatar
    Michael Priester sagte:

    Grüße Dich Marc.
    Tolles Produkt.Da braucht man durch dir Zugleinen im Frontbereich aber sehr viel Platz, den man meist auf einem Campingplatz nicht hat.Müssen diese denn überhaupt in einem so flachen Winkel angebracht werden?
    Grüße Michael

  4. Marc Broch
    Marc Broch sagte:

    Hallo Michael, zur Seite hin ist das gar kein Thema. Hier nimmt man in der Regel nicht mehr Platz weg, als der Camper lang ist. bei der Frot kannst Du auch je nach Platzbedarf einen viel steileren Winkel verwenden, um Platz zu sparen und das hält immer noch super fest. Grüße Marc

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