Zuhause (in den festen 4 Wänden) da es mit der Energieversorgung ja eigentlich ganz einfach. Solange die Rechnungen bezahlt werden, kommt der Strom aus der Steckdose und das Gas für die Heizung aus der Leitung. Im Camper sieht die Sache aber schon wieder ganz anders aus. Dort gewinnt der Begriff „endliche Ressourcen“ erst richtig an Bedeutung.

Strom kommt aus der Aufbaubatterie und die Gasversorgung wird in über 90% der Fahrzeuge, über 11kg Gasflaschen sichergestellt. Ein Großteil aus Stahl und manche wenige aus Alu. Beide haben aber eine gemeinsam, nämlich sie sind irgendwann leer und laut Murphys Gesetzt natürlich immer dann, wenn man es am wenigsten gebrauchen kann. Somit möchte man als Camper aus verschiedensten Gründen, doch am liebsten immer vorher und ohne großen Aufwand wissen, wie es um den Füllstand der Gasflaschen steht.

Ausbauen und wiegen (Gewicht minus Tara) ist hierbei definitiv die unkomfortabelste Art. Mit kleinen Helferlein wie etwa dem Truma Levelcheck*, geht das schon recht zuverlässig, aber man muss sich immer noch proaktiv darum kümmern und die Messung manuell an der Flasche durchführen. Deutlich komfortabler sind hier passende Messgeräte, die an der Flasche befestigt werden.

Zum einen gäbe es die Ultraschalllösung Truma LevelControl*, welches ich hier im Blog bereits vorgestellt habe und eine Waage von Brunner*, welche wie auch die Lösung von Truma, den Füllstand per Bluetooth an eine passende App übermittelt. Was haben die beiden gemeinsam? Nun sie sind recht teuer. Vor allem bei Truma kann man 130 bis 150 Euro pro Flasche rechnen. Für meine Alugas Tankflaschen gibt es zwar eine Füllstandsanzeige von Livello*, aber die ist auch recht teuer und schön ist auch etwas anderes. Also habe ich mich für unseren neuen Camper mal nach einer Alternative umgeschaut und wurde beim Hersteller MOPEKA fündig.

Dieser bietet Sensoren an, welche ebenfalls den Füllstand per Bluetooth an eine App für Android oder iOS übermitteln und im Doppelpack bereits für knapp 100 Euro zu bekommen sind. Es lässt sich aber auch eine Fernanzeige im Innenraum montieren, womit sich die Sensoren also auch ohne Smartphone auslesen lassen.

Die Montage

Der Sensor selbst wird einfach mittig am Flaschenboden platziert und hält an Stahlfaschen dank sehr starker Magneten. Bei Aluflaschen kann das mit dem Magneten natürlich nicht klappen und so kann man entweder zum Truma Spannblechgreifen, sich der Lösung von Marco Neul bedienen, oder sich aus einem Stück Blech etwas selber bauen, was den Sensor fest gegen den Flaschenboden drückt und nicht verrutschen lässt.

Bei Tauschflaschen sollte man sich zwingend eine Erinnerung etwa in Form eines Zettels an den Flaschen befestigen. Sonst läuft man Gefahr, die Sensoren beim tauschen an den Flaschen zu vergessen und dann sind sie auch schon weg.

Die Einrichtung

Die Einrichtung geht sehr einfach, indem man einfach 6 mal die SYNC Taste drückt und danach erscheint der Sensor auch schon in der App. Als nächstes muss man noch die Flaschengröße auswählen und dem Sensor einen Namen wie etwa „Primäre Flasche“ verpassen.

Der Sensor zeigt dann in der App direkt Visuell oder in Prozent den aktuellen Füllstand der Gasflasche an und dieser wird dann auch fortlaufend abgerufen. Zusätzlich wird einem auch die Signalstärke zum Sensor und die Batteriekapazität angezeigt. Die Batterien sollen übrigens auch bei bei recht intensiver Benutzung ca. 1 Jahr durchhalten. Wer möchte kann auch ein Alarmlevel einstellen und sich bei einem gewissen Füllstand auch proaktiv von der App benachrichtigen lassen. Auch das Updateintervall lässt sich hier von 3,5 auf 10 Sekunden ändern

Genauigkeit der Messung

Natürlich handelt es sich hierbei um kein Präzisionsmessgerät und bei jeder auf dem Markt erhältlichen Lösung, muss man mit gewissen Ungenauigkeiten rechnen. Ein solcher Ultraschallsensor gibt einem aber schon einen recht genauen Wert zurück. Ob es nun 80% oder 85% sind, ist hierbei eigentlich egal. Man bekommt auf jeden Fall einen Wert, mit dem man sehr gut einschätzen kann, ob ein Flaschentausch oder eine Befüllung notwendig ist, oder eben noch nicht.

Der saubere Sensor muss mittig am wiederum sauberen Flaschenboden angebracht werden. Ich habe für den ersten Test eine angebrochene 11kg Alugasflasche auf unsere Plattformwaage* gestellt. Das Gewicht wurde mit 15,10 kg angegeben und bei einem Eigengewicht (Tara) von 5,5kg, macht das 9,6 kg Gas und in Prozent sind dass 87,27%.

Der Sensor zeigt mir 74% an und ich habe dann in der App die Flasche angepasst, indem ich unter Arbitrary 36 cm angeben habe und erhielt so die gewogenen 88%. Die 36 cm entsprechen der eigentlichen Höhe des zu füllenden Teils einer 11kg Gasflasche. Auch bei meiner zweiten und in dem Fall vollen Flasche, lieferte mir der angegebene Wert den genauen Gasinhalt von 100% zurück.

Fazit

Die Montage geht einfach und die Einrichtung ist schnell erledigt. Die App ist gut aufgebaut und reagiert (unter iOS getestet) sehr zuverlässig. Bei Alugasflaschen kann man sich entweder fertige Halter kaufen, oder sich etwas selber basteln, was auch keinen großen Aufwand bedeutet. Meine selbstgebastelten Bleche für die Alugasflaschen waren in ca. 10 Min fertig. Wer nicht basteln möchte, kann sich auch welche kaufen. Bei den üblichen Gasflaschen aus Stahl, hält der Sensor ja von alleine mit seinen Magneten.

Für einen wie ich finde sehr erschwinglichen Preis, kann man mit den Sensoren von MOPEKA bei zwei Gasflaschen sehr einfach und auch zuverlässig den Füllstand abfragen. Sich auch proaktiv bei einem gewissen Stand benachrichtigen lassen, ist ebenfalls eine sehr nette Funktion. Klare Kaufempfehlung von meiner Seite!

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(Stand von: 2019/06/17 6:57 am - Details
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Nachtrag

Die Sensoren arbeiten an Tauschlaschen aus Stahl und Aluminium sehr zuverlässig. Leider nicht an LPG Tankflaschen, weil dort ein Schwimmer verbaut ist und somit habe ich erneut eine Livello Tankflaschen Fernanzeige nachgerüstet.

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