Über den Unterschied zwischen einer Tauch- und Druckwasserpumpe hatte ich im Blog ja bereits berichtet. In unserem jetzigen LMC Explorer ist wieder eine leise Tauchwasserpumpe verbaut, aber im vorherigen Fahrzeug, dem LMC Breezer, war eine SHURflo LS204 von Lilie verbaut.

Einen angenehmen Druck macht eine Druckwasserpumpe ja, aber sie verdammt laut. Die hört man nicht nur im, sondern auch außerhalb des Campers und das nervt. Also musste etwas unternommen werden und das ist eigentlich gar nicht so schwer, wenn man nur weiß, auf was man achten muss.

Die verschiedenen Pumpen

Der sicherlich größte und wahrnehmbare Nachteil von Druckwasserpumpen ist deren hohe Lautstärke. Hier muss man je nach Montageort etwas nachbessern, was die Übertragung der Vibrationen angeht. Ein in Campern sehr häufig anzutreffender Hersteller ist Lilie mit seiner Pumpe Namens SHURflo. Es gibt drei verschiedene Serien beim Hersteller Lilie und auf meine Rückfrage wurde die SOFTSERIE als die leistest beschrieben.

Eine weiterentwickelte Pumpenlösung ist die Soft-Serie, diese Pumpen sind unsere leisesten und haben zudem einen integrierten Bypass der den Druckausgleichstank ersetzt.

CLASSICSERIE
3-Kammer-Druckwassermembranpumpen – Bewährt, zuverlässig und langlebig

  • zuverlässig
  • erfolgreicher Klassiker
  • robust
  • präzise und kontrolliert
  • 59db (Angabe laut Hersteller)

SOFTSERIE
4-Kammer-Druckwassermembranpumpen – Leise und sanft dank Bypass-Technologie

  • zuverlässig
  • leise
  • sanft
  • intelligente Technik
  • 48db (Angabe laut Hersteller)

SMARTSERIE
5-Kammer Sensor-Druckwassermembran- pumpen – Hohe Leistungskraft, variable Anpassung

  • Flüsterreglerfunktion
  • elektronische Regelung
  • Dosierung exakt nach Bedarf
  • höchste Druckbeständigkeit
  • 50db (Angabe laut Hersteller)

Wir hätten also durch den Wechsel auf eine Pumpe aus der SOFTSERIE eine weitere Reduzierung der Lautstärke erreichen. Mit knapp unter 100 Euro eine auch noch überschaubare Investition. Ich wollte dennoch versuchen den Lärmpegel durch andere Maßnahmen zu reduzieren.

Vermeidung von Vibrationen

Am Ende haben die Pumpen aber alle eines gemeinsam, sie übertragen die Vibrationen auf das Fahrzeug und dadurch entsteht erst der hohe Geräuschpegel, oder auch Krach genannt. Bei der einen Serie halt mehr und bei der anderen etwas weniger. Dennoch noch zu viel.

Wenn man mal ganz naiv dem Hersteller Glauben schenken möchte, dann kann man aus dem passenden Merkblatt Druck-Pumpen erfolgreich einsetzen zitieren:

Wenn Pumpen in bestimmten Fahrzeugen als laut empfunden werden, liegt es praktisch nie an der Pumpe! Baut man die Pumpe nämlich aus, fördert sie leise Wasser. Es handelt sich meist um ein Phänomen, das von verschiedenen Umständen abhängt. Die Lautstärke hängt meist mit dem Einbauort, der Befestigung, der Verwendung von nicht geeigneten Leitungen oder Wasserhähnen oder mit einer fehlerhaften Installation zusammen.

Ahja natürlich ist es nicht die Pumpe, sondern an der Umgebung und der Art des Einbau. Was kann man jetzt dagegen tun? Wenn die Pumpe läuft, entstehen Vibrationen und die müssen so gut es geht vermieden werden. Erste und sicherlich auch einfachste Maßnahme ist die Nachrüstung vom Montageset „Leise Sohle. Dieses passt für alle Pumpen der Classic Serie und mindert deren Schallübertragung auf das Fahrzeug durch eine vollständige Lagerung auf Gummis. Mit um die 15,00€ eine lohnende Invention.

1. Maßnahme - Reduzierung durch die Leise Sohle

Hierzu wurde das Montageset Leise Sohle montiert. Dieses bekommt man für ca. 15 Euro und es passt für alle Pumpen der Classic Serie. Durch die vollständige Lagerung auf Gummis, mindert es die Schallübertragung auf das Fahrzeug.

2. Maßnahme - Reduzierung durch Dämmung mit Schaumstoff

Ich habe mir im Baumarkt für etwa 10 Euro eine Platte von 4cm dickem Schaumstoff besorgt. Dieser wurde dann einfach in passende Streifen geschnitten und unter die verlegten Rohrleitungen gequetscht, damit diese den Boden nicht direkt berühren können und die Vibration nicht an das Fahrzeug weitergeben.

Fazit

Durch relativ einfache und kostengünstige Maßnahmen, konnte ich damals im LMC Breezer den Lärmpegel der Druckwasserpumpe deutlich reduzieren. Warum das nicht von Reisemobilherstellern ab Werk bereits umgesetzt wurde, ist mir genauso ein Rätsel, wie das man eine Wasserpumpe (schlecht zugänglich) direkt neben der Elektrik verbauen kann. Also wen die Lautstärke der Druckwasserpumpe so nervt wie mich, der sollte sich ans basteln begeben.

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