Grundsätzlich sind wir mit unserem LMC Breezer A 694 G recht zufrieden, jedoch gibt es ein paar Kleinigkeiten, die uns an ihm stören und so spielten wir mit dem Gedanken, einen Fahrzeugwechsel vorzunehmen. Es war hauptsächlich das recht hohe Querbett, was immer mehr Unmut erzeugte und der Alkoven, welcher uns bei den Tunnelfahrten in Norwegen viele Nerven gekostet hat. Der Rest ist jammern auf ganze hohem Niveau und nicht weiter erwähnenswert.

Wir dachten also über einen neuen Grundriss nach und es sollten Einzelbetten sein, welche man ja ganz bequem zu einem großen Bett verbinden kann, aber der Einstieg ist um einiges leichter, als bei einem Querbett. Wenn wir auf einen Alkoven verzichten wollen, dann bleibt nur ein Hubbett, weil die Sitzgruppe jedesmal umbauen und auf sie dann verzichten, wollen wir nicht.

Ein Teilintegrierter fällt hier auch schon raus, weil dort ein Hubbett auf Grund des zu schmalen Fiat Ducato Aufbaus, die Sitzgruppe verdeckt und in den meisten Fällen auch noch gleich die Aufbautür versperrt. Es bleibt also nur der Vollintegrierte mit Einzelbetten und Hubbett als der passende Grundriss übrig. Er soll dabei nicht viel länger sein als unsere jetziger, also knapp unter 7 Metern und er soll mit all dem Zeugs nicht schwerer als 3,5 Tonnen sein.

Hier trennt sich ganz schnell die Spreu vom Weizen, denn wenn man sich die Leergewichte der Fahrzeuge anschaut und die obligatorischen Extras hinzurechnet, dann bleiben nicht mehr viele Hersteller übrig. Ein Model welches uns im Vorfeld in Auge gefallen ist, war der Dethleffs Pulse I 6811 EB. Dieser wurde auf dem Caravan Salon vorgestellt und wenn man sich eh eine größtmögliche Anzahl an Fahrzeugen, verschiedenster Hersteller anschauen möchte, dann bietet sich der Caravan Salon in Düsseldorf perfekt an. Also fuhren wir am vergangenen Freitag nach Düsseldorf.

Am Samstag stürzten wir uns dann ins Getümmel und steuerten als erstes den Stand von Dethleffs an. Grundsätzlich ein schönes Fahrzeug, aber die Sitzgruppe ist nicht voll nutzbar. Die kleine Sitz neben der Tür ist nicht nur klein, sondern winzig, was die Sitztiefe angeht. Auch auf der gegenüberliegenden Bank, kann ein Erwachsener wegen fehlender Tiefe nicht sitzen.

Als Beinablage mag das ja ok sein, aber mehr geht nicht. Auch der notwendige Umbau des L-Sitzgruppe für die Fahrt ist nichts, was dauerhaft standhalten wird. Das Brettchen welches man hier herausnehmen muss, ist sehr dünn und muss dann noch unter die dünne Wandverkleidung gesteckt werden und spätestens dieses macht keinen stabilen Eindruck. Auch zeigten einige Scharniere und Griffe bereits erste Müdigkeitserscheinungen und dieses am ersten Messetag um kurz nach 11:00 Uhr. Das hat uns leider nicht überzeugt, also zogen wir weiter und nur ein paar Meter weiter, war auch schon der Stand von LMC.

Als wir uns dort gerade umschauen wollen, kam Herr Hoeker von Soma Caravaning aus Bremen auf uns zu. Bei ihm haben wir unseren aktuellen LMC Breezer A 694 G gekauft und waren mit seiner Beratung sehr zufrieden. Wir schilderten ihm kurz wo nach wir suchten und er sagte „ich habe ich doch was feines für Sie“. Es handelt sich hierbei um den LMC Explorer Comfort I 675 G.

Von innen die für uns natürlich gewohnte LMC Optik und somit fühlten wir uns auch auf Anhieb wohl. Der LMC Explorer Comfort I 675 G, unterscheidet sich vom Grundriss nahezu kaum, vom Dethleffs Pulse I 6811 EB. Aber eben mit einem feinen Unterschied, nämlich dass die Sitzgruppe und der Sitz neben dem Eingang, auch von Erwachsenen Personen genutzt werden kann. Hier ist eine ausreichende Sitztiefe vorhanden und zusätzlich lässt sich hier ein 5. per Gurt gesicherter Sitzplatz für nur 590,00€ nachrüsten.

Fahrer und Beifahrersitz lassen sich sehr einfach umklappen und schon kann man das Hubbett herablassen. Hier würden wir auch auf den Elektrischen Motor verzichten, das spart nicht nur 1.350 Euro, sondern auch 5 Kilo und von Hand kann man es auch ganz einfach herablassen und wieder hochschieben. An der Unterseite vom Hubbett findet man auch einen Teil der sehr schönen Indirekte Beleuchtung. Die Sitzgruppe ist bei herabgelassenem Hubbett, auch dann bis auf den Fahrer und Beifahrersitz voll nutzbar.

An der gesamten Verarbeitung hatten wir nichts auszusetzen auch die Heckgarage hat die gleiche Größe wie bei unserem Breezer, jedoch mit dem Vorteil, dass für die Gasflaschen ein separates Außenfach vorhanden ist. Das erleichtert den Einbau und die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen bei Gas Tankflaschen. Auch die Serviceklappe finde ich besser umgesetzt, weil man hier u.a den Wassertank leichter reinigen kann und der CEE Stromstecker hinter der Klappe geschützt ist.

Wie immer kommt auch bei diesem LMC die Long Life Technologie zum tragen und es werden nur hochwertige Komponenten verbaut. GFK Dach und GFK Boden, sind bei LMC ebenso Standard, wie ein Holzfreier Aufbau dank XPS Schaum und einem harten PU-Kern, kombiniert mit einer Aluminium Seitenwand.

Der Explorer verfügt auch über einen Doppelboden mit Fußbodenerwärmung und neben ein paar praktischen Bodenfächern, hat das vor allem einen großen Vorteil im Winter. Der Frisch (120 Liter)- und auch der Abwassertank (90 Liter) sind nämlich nicht nur isoliert, sondern befinden sich beide im beheizten Bereich des Fahrzeugs. Hier kann also bei Temperaturen unter 0° Grand nichts mehr einfrieren.

Ausreichenden Stauraum findet man nicht nur über der Sitzgruppe, sondern vor allem im hinteren Teil des Fahrzeugs. Um die beiden Einzelbetten zu gelangen, kann man Fächer ausziehen, die als Treppe dienen und dieser sind wiederum als Fächer verwendbar. Unter dem linken Bett ist ein großer Schrank vorhanden und gegenüber eine Art Apothekenschrank. Aber auch über dem Bett sind rundherum Fächer vorhanden, so das hier keine Platzprobleme entstehen werden.

Auch die Küche bietet mit ihren Schubladen mit Softeinzug und den Fächern, genügend Stauraum und bemerkenswert ist auch der Thetford N3142 Absorberkühlschrank. Der Kühlschrank ist nur 418 mm breit – gegenüber dem Standard von 525 mm -, bietet mit über 140 l aber dennoch ein großes Volumen einschließlich einem 15 l-Gefrierfach. Er verfügt natürlich über eine automatische Stromquellenauswahl und bietet ein LED-Bedienfeld und einem ein praktisches Schiebefach zum Herausnehmen, für etwa die Aufbewahrung von z. B. Flaschen und Gemüse.

Auch ein Argument war der uns bereits so bekannte Dreiflammenkocher mit elektrischer Taktfunkenzündung von Thetford. Hier passt nämlich unser geliebter Omnia Backofen drauf, was bei anderen Herstellern leider nicht selbstverständlich ist.

Was das Bad angeht, so hätten wir zwar am liebsten eine separate Dusche gehabt, aber das ist ohne große Abstriche bei einem Fahrzeug für 4 Personen und unter 7 Metern, kaum zu machen. Das Kombibad macht aber einen sehr guten Eindruck. Wenn man duschen möchte, kann man das Waschbecken mit der ganzen Wand einfach nach links über die Toilette schieben und hat so eine ausreichend große Dusche.

Hier muss man halt nur vorher daran denken, Duschgel usw. rauszuholen, weil an den großen Wandschrank kommt man dann nicht mehr dran. Aber das sollte man sich ja merken können.

Zur Serienausstattung gehört ansonsten u.a eine 70 cm breite Aufbautür mit Fenster, Fliegenschutz und Zentralverriegelung, eine elektrisch ausfahrbare Einstiegsstufe, eine schöne indirekte Beleuchtung im gesamten Fahrzeug und natürlich LMC iBusConnect.

Serienausstattung vom Explorer Comfort I 675 G

ChassIs / Cockpit

  • ABS
  • ASR + ESP mit Traction+
  • Außenspiegel elektrisch verstellbar und beheizt
  • Außenspiegel in Wagenfarbe lackiert
  • Bereifung 16“
  • Fahrer- / Beifahrersitz drehbar
  • Fahrer- / Beifahrersitz höhenverstellbar
  • Fahrerairbag
  • Faltrollosystem Fahrerhaus
  • FIAT Ducato 35 mit Tiefrahmen
  • Halogenscheinwerfer
  • Kraftstofftank 60 ltr.
  • Lenkrad höhenverstellbar
  • Pilotensitze mit Armlehnen für Fahrer- und Beifahrer Radiovorbereitung inkl. Lautsprecher Aktiv-Antenne DAB fähig Radzierblenden
  • Reifenreparaturset
  • Schadstoffnorm / -klasse S4 (Euro 6)
  • Zentralverriegelung für Fahrertür (mit Fernbedienung)

Aufbau Wohnraum

  • Aufbautür mit Fenster, Fliegenschutz und Zentralverriegelung 70 cm Ausstellfenster mit Multifunktionsrollos
  • Bodenstaufächer
  • Dachhaube im Toilettenraum
  • Dachhaube Mini Schlaf-/Sitzgruppenbereich
  • Doppelboden mit Fußbodenerwärmung
  • Dritte Bremsleuchte
  • Einstiegsstufe (elektrisch ausfahrbar)
  • Hartgummibelag in Heckgarage (I 675 G, I 735 G)
  • Heckabsenkung für erhöhte Nutzlast 250 kg
  • Heckgaragentür Beifahrerseite
  • Hubbett manuell
  • Im Dachspoiler integrierte Rückfahrkamera ohne Monitor
  • Kaltschaummatratze im Hubbett
  • Kaltschaummatratzen in Festbetten
  • Klarglasdachhaube mit integrierter Beleuchtung und Kombirollo Kleiderschrankbeleuchtung
  • Kopfstützen in Mittelsitzgruppe
  • Medizinisch empfohlene Lattenroste
  • Panoramafenster
  • Rauchmelder
  • Verzurrschienen mit Ösen in Heckgarage (I 695, I 745, I 755)
  • Vorzeltleuchte über Aufbautür
  • Winterrückenlehnen

Küche

  • Dreiflammenkocher mit elektrischer Taktfunkenzündung und Glasabdeckung
  • Thetford Kühlschrank N3142 mit 142 ltr.
  • Schubladen mit Softeinzug
  • Spüle mit Glasabdeckung

Heizung

  • Heizung Umluft Combi 6 mit Bedienteil CP plus
  • Umluftanlage 12 V

Wasserversorgung - Waschraum

  • Abwassertank 90 ltr.
  • Beheizte und isolierte Frisch- und Abwassertanks
  • Frischwassertank mit Einfüllstutzen 20/120 ltr.
  • Taucherpumpe Tandem
  • Toilettenraum mit Duscheinrichtung mit Duschtür/Duschvorhang
  • Warmwasserboiler 10 ltr. integriert im Heizungssystem
  • Warmwassermischbatterie
  • Zentrale Ver- & Entsorgungseinheit

Gas Elektro

  • Elektroversorgung 230 V mit FI-Schalter und Ladegerät
  • Gasflaschenkasten (für 2 x 11 kg)
  • Indirekte Beleuchtung
  • iNet Box (App-Fernbedienung)
  • LED-Innenbeleuchtung
  • Multifunktionsbedienpanel
  • Separate Versorgungsbatterie 95 Ah
  • Stromeinspeisung Seitenwand
  • TV-Platz Vorbereitung (1 x 12 V-Steckdose, 1 x Cinch-AV) USB-Anschlüsse (2 x im Einstiegsbereich / 2 x flexibel)

Wir haben dann zu der bereits recht üppigen Serienausstattung noch folgende Extras gewählt. Es handelt sich hier um reine Listenpreise.

Bezeichnung Gewicht Preis
Ducato 35 2,3 ltr. MJT, Gesamtgewicht 3.500 kg mit 109 KW und 150 PS 1730,00€
Chassis-komfort-Paket

  • Beifahrerairbag
  • Klimaautomatik Fahrerhaus
  • Kraftstofftank 90 ltr.
  • Multifunktionslenkrad mit Bedienelement
  • Nebelscheinwerfer Vollintegriert
  • Tagfahrlicht LED (VI)
  • Tempomat
44 kg 2690,00€
Design-Paket

  • Abblend- und Fernlicht LED-Technik
  • Aluminiumfelgen 16“ (für Ducato 35)
  • Armaturenbrett mit Aluminium-Applikationen
  • High-Level-Instrumententafel in Chromoptik
  • Lenkrad und Schaltknauf in Lederausführung
1,5 kg 1690,00€
Heckgaragen-Paket

  • Reserveradhalterung in Heckgarage
  • Stauraumsystem in der Heckgarage
  • Verzurrschienen mit Ösen in Heckgarage
  • Heckgaragentür Fahrerseite
9,5 kg 720,00€
5. gurtgesicherter Sitzplatz (nur in Verbindung mit Hubbett) 15 kg 590,00€
Duschwanneneinlage aus Holz 1 kg 145,00€
Rahmenfenster mit LMC Multifunktionsrollos inkl. Sichtschutz 2 kg 790,00€
Gesamt 73 kg 8.350,00€

Die Gewichtsfrage

Am besten rechnet man immer mit dem Leergewicht und dieses beträgt beim LMC Explorer Comfort I 675 G, mit einer Länge von 6,99 Metern 2.881 kg. Hinzu kommen jetzt die von uns ausgesuchten 73 Kilo an Zusatzausstattung. Er wird also ein persönliches Leergewicht von 2.954 Kilo haben. Hinzu kommt dann die 220 WP Solaranlage, 2 Alugas Tankflaschen und diesmal eine Lithium Batterie Epsilon SB12V1200Wh-M mit90 Ah von Super B. Hier sparen wir gegenüber unseren beiden jetzigen Exide ES900 Equipment Gel satte 41,5 kg.

Auch werden wir keine Markise mehr bestellen und sparen so weitere 50 Kilo. Stattdessen werden auf ein Sonnensegel mit Airlineschiene oder Kederleiste setzen. Auf einen Fahrradträger verzichten wir auch. Wir nutzen die Räder nur sehr selten bzw. sehr gezielt und würden die dann in der Heckgarage transportieren. Alles in allem sieht es laut meiner Excel Tabelle (Download) recht gut aus. Aber wie immer muss man hier ein Auge drauf haben und das ein oder andere wird ausfliegen, weil wir es eh nie gebraucht haben.

Es passt und wir sind zusammengekommen

Das Fahrzeug hat uns auf Anhieb sehr gut gefallen und was die Verarbeitungsqualität angeht, so haben wir bis jetzt bei LMC, dem Verschluss vom Abwassertank mal abgesehen, nur positive Erfahrungen gemacht. Diesen Verschluss per Bowdenzug gibt es übrigens nicht mehr und unserer wurde auf Kulanz ja auch gegen einen elektrischen getauscht.

Auch hierbei konnten wir halt schon mal sehr positive Erfahrungen mit dem Hersteller sammeln und das gilt halt auch für den Händler, welcher alles in die Wege geleitet hat. Herr Hoeke machte uns ein Angebot was wir nicht abschlagen konnten. Unser Breezer geht beim ihm in Zahlung und wir können ihn so lange fahren, bis unser neuer da ist.

Wenn alles klappt, sollte das bis Ende des Jahres der Fall sein und wir warten jetzt mal den schriftlichen Liefertermin ab. Bis dahin genießen wir weiterhin unsere Breezer und freuen uns auf den Explorer. Natürlich freue ich mich auch wieder auf das anstehende Gebastel am neuen Fahrzeug. Es wurde ja schon langsam langweilig.

Nachdem wir am LMC Stand alles und Dach und Fach hatten, zogen wir noch schnell weiter in Halle 13. Hier wollten wir zu Guido Neiken von GNS TV, welcher dort gerade seine Beratung 2.0 anbietet. Man findet ihn an den Ständen der Hersteller Phaesun, (Stand E13), Super B (Stand D02), Oyster / ten Haaft (Stand A63), Dometic (A31-01) und bei Votronic (Stand C03). Der zentraler Meetingpoint für Guido ist Phaesun am Stand E13.

Passte super, denn zum einen hatte Guido am Samstag Geburtstag und wir konnten ihm somit persönlich gratulieren und er wurde direkt vorgewarnt, dass wieder etwas an Arbeit vor seiner Spanienreise auf ihn zu kommt. 220 WP Solaranlage, 2 Alugas Tankflaschen und eine Super B Lithium Batterie wollen eingebaut werden und wie das halt so ist. Einmal zu Guido, immer zu Guido.

10 Kommentare
  1. Michael Merklinghaus sagte:

    Moin. Moin Marc,

    herzlichen Glückwunsch zum neuen WoMo!!!
    Das klingt und liest sich ja so schon mal sehr gut. Wir waren am Sonntag auf der caravan, um uns zwei drei Hersteller anzusehen, die für uns in Frage kämen. Doch wir kamen „nur“ bis zu Knaus! Da traf meine Frau nen bekannten (um vier Ecken) und der hat uns das pro und contra des Van I 600 MG aufgezählt und uns dann was anderes gezeigt. (Zum Glück waren die Kids mit zum testen)
    Somit kamen wir zum „L!ve Wave 700 MEG“ wo meine Frau gleich hellauf begeistert war.
    Fazit nach ein wenig hin und her und fachsimpeln, haben wir uns zum 85% für das Auto entschieden.
    Wenn alles so läuft wir gedacht, ist im April soweit. Was uns völlig ausreicht.
    Und somit geht die geplante Reise nach Süd-Schweden nun doch wohl im eigenen WoMo los

    Was Du mir bitte noch dringend erzählen musst, ist das mit dem Sonnensegel. Schick mir mal ein paar Infos.

    Bis denen, angenehme Vorfreude aufs neue Fahrzeug.

    Gruß Michael

  2. Marc Broch
    Marc Broch sagte:

    Hallo Michael, der sieht doch gut aus und von der Aufteilung unserem LMC Explorer sehr ähnlich. Unterschied ist hier natürlich durch die Bauform geschuldet das Hubbett. Wenn das bei euch runtergefahren ist, kann man die Sitzgruppe nicht mehr nutzen und die Tür ist zum Teil versperrt, aber das ist bei deinem Teilintegrierten halt so. Das Leergewicht von 2.855 ist auch in Ordnung. Das sollte in der Realität also mit 3,5 Tonnen klappen können.

    Thema Markise und Sonnensegel. Also jeder hat ja eine andere Art zu Reisen. Manche stehen viel an einem Ort und das auch noch im Sommer. Dann macht eine Markise sicherlich auch Sinn. Bei uns ist die Nutzungszeit recht gering. Die meiste Zeit nutzen wir die Markise einfach nicht. Mal bei Sonne und auch mal bei Regen, aber insgesamt einfach im Jahr viel zu wenig. Dafür schleppen wir dann aber unnötigen 50-60 Kilo je nach Größe mit uns herum. Von den Euros die so ein Teil kostet ganz abgesehen.

    Problem an einer Markise, ist sie erstmal die da, kann sie nicht mehr abgebaut werden. Die wird ja nicht nur geklebt, sondern auch geschraubt. Wie bei Fahrradträger auch, wobei ich hier zumindest „nur“ das Grundgerüst mit mir herumschleppe, wenn ich den Träger nicht brauche.

    Also wollen wir keine haben und bei unseren beiden Vorgängern, war die immer schon dran, da es sich immer um ein Neufahrzeug gehandelt hat, was aber schon so beim Händler stand. Diesmal bestellen wir ja aber ganz nach unseren Wünschen und somit ohne Markise. Natürlich wollen wir aber auch mal hier und da Schutz gegen die Sonne, oder gegen Regen haben und hier kommt dann ein Sonnensegel, oder eine Plane zu Einsatz.

    An den Camper kommt dann eine sogenannte Airlineschiene und die muss auch nicht gebohrt werden. Dekalin Kleber reicht hier etwa vollkommen. In eine solche Airlineschiene werden dann die sogenannten Single Fittings eingeklinkt, an denen man das Sonnensegel oder halt eine Plane mit Karabinern befestigt. An das andere Ende der Plane oder des Segels, kommen dann zwei Zeltstangen, sofern nicht etwa ein Bum oder ähnliches als Befestigungspunkt herhalten kann.

    Vorteile aus unserer Sicht: Ein Sonnensegel ist um einiges leichter und günstiger als eine Markise. Ich nehme es „nur“ mit, wenn ich es auch brauche, also eher nicht mit in die Herbst oder Winterferien. Wird das Sonnensegel nass, trocknet es nicht nur viel schneller als die Markise, sondern ich kann es auch woanders aufhängen und Trocknen lassen.

    Bis auf die Zeltstangen, passt alles in ein kleines Beutelchen. Sonnensegel sind auch problemlos bei bis zu 30 Grad waschbar und halten Regen ähnlich gut stand, wie der Stoff einer Markise.

    Eine Alternative zu einer Airlineschiene wäre noch eine Kederleiste. Dafür muss allerdings auch die Plane bzw. das Segel entsprechend mit einer Keder ausgerüstet sein. Die sind dann mit ca. 130- 150€ aber etwas teurer, wobei immer noch weit von einer Markise entfernt. Die Airlineschiene bietet einem einfach mehr Flexibilität. Hier kann man alles mögliche mal eben dran befestigen und sei es nur ein Seil an einen Single Fitting und an einen Baum oder Zeltstange gespannt, um Wäsche aufzuhängen.

    Also aus unserer Sicht deutlich mehr Flexibilität bei deutlich weniger Kosten und deutlich weniger Gewicht.

  3. Bodo Schulz sagte:

    Hallo Marc,
    wir haben unseren Euramobil Activa One 650 VB auch ohne Markise bestellt. Und nun bin ich sehr gespannt, wie es bei Dir mit der Realisierung von „Stattdessen werden auf ein Sonnensegel mit Airlineschiene oder Kederleiste setzen.“ aussieht. In diese Richtung wollen wir für den Sommer 2019 auch investieren.

    Gespannt bin ich, ob Du von LMC ein Wiegeprotokoll bekommst und wieviel der Wagen dann auf der Waage fahrbereit bei 2 Erwachsenen, 2 Kindern und Hund, Wasser usw. tatsächlich wiegt. Die COC-Papiere unseres nagelneuen Weinsberges (Knaus Tabbert Gruppe) hatten ja nicht gestimmt und der Wagen ging 2017 nach wenigen Monaten dann an den Hersteller zurück. Statt mit 4 Personen hätten wir nach EU Norm maximal mit 3 Personen nur fahren können.

    Unseren Eura haben wir einen Tag vor dem Sommerurlaub 2018 vollbesetzt auf die Waage gefahren und kamen auf 3550 kg. Damit lagen wir unter der 2 % Toleranzgrenze in Österreich. In Österreich gibt es jetzt schon auf vielen Autobahnen automatische Gewichtskontrollen (WÄHREND DER FAHRT!) und wenn Du keine Maut-Box hast, aber über 3500 kg + max. 2 % liegst, dann wird das Fahrzeug etwa 300 Meter später geblitzt. Wir sind über zwei solcher im Boden eingelassenen Systeme gefahren und haben bis heute keine Post bekommen…

    In diesem Sinne freue ich mich auf den Bericht zum Sonnensegel!

    Beste Grüße
    Bodo

  4. Marc Broch
    Marc Broch sagte:

    Hallo Bodo,

    ich bin bei dem Thema Gewicht durch die Erfahrung unseres letzten LMC´s guter Dinge. Von LMC gibt/gab es ein eigenes Gewichtszertifikat. Unabhängig den COC Papieren bzw. mit nur minimaler Abweichung. Die Angabe dort passte mit dem vom Händler ausgestellten Wiegschein nach Übergabe überein. Dann kamen noch die Extras dazu und alles hat vom Gewicht her gepasst.

    Am Ende fahre ich nachdem alles drin ist, eh selber nochmal auf die Waage. Aber gearbeitet wird immer mit dem Leergewicht. Fahrbereiter Zustand interessiert mich nicht. Ich nehme die echte Leermasse und rechne selber alles andere dazu und das passte.

    Das Du sehr negative Erfahrungen mit deinem Weinsberg gemacht hast ist wirklich sehr ärgerlich. Bei LMC sollte mir das eigentlich nicht passieren. Schließlich ist LMC Marktführer im Bau gewichtsoptimierter Fahrzeuge.

    Was das Sonnensegel angeht, so habe ich gerade noch mit einem Freund darüber gesprochen und wir sind jetzt bei von der Airlineschiene weg und die Kederleiste ist der Favorit. Zum einen gibt es ohne große Probleme Kederschienen in einer Gesamtlänge von etwa 6 Metern zu kaufen. Kostenpunkt keine 50 Euro. Die Airlineschienen sind meistens nicht länger als 2 Meter. So müsste man also mehrere Leisten zu einer zusammenfügen. Kann man machen, ist aber nicht so schön, wie eine Leiste am Stück.

    Viel wichtiger ist aber der Abschluss an der Fahrzeugwand. Wenn hier eine Airlineschine befestigt wäre, dann würden in der ja die Fittings eingehängt und an denen dann wiederum „erst“ das Sonnensegel und evtl. dazwischen noch ein Karabiner oder ähnliches. Es ergibt sich also logischerweise ein Spalt und das ist nicht gut bei Wind und vor allem nicht gut bei Regen.

    Die Kederleiste bzw. das Sonnensegel mit Keder, schließt hier aber mit dem Fahrzeug ab. Somit gibt es keinen Spalt und es regnet einem nicht vor die Tür bzw. in den Rücken. Einziger Nachteil gegenüber einem Sonnensegel ohne Keder, ist das Packmaß. Das lässt sich wegen der eingenähten Keder, nicht in einen kleinen Sack stopfen, sondern muss gerollt bzw. gefaltet werden und nimmt etwas mehr Platz weg. Aber passt locker die Heckrage und schwer ist ein solches Segel trotz der Keder nicht. Über die Google Bildersuche, findest Du ein paar Impressionen.

    Wenn der Wagen da ist, was ja noch ein bisschen dauern wird, dann gehts an die Montage und darüber gibt es natürlich auch einen passenden Bericht. In diesem Sinne beste Grüße nach Berlin. Marc

  5. Bodo Schulz sagte:

    Hallo Marc,
    … ich hatte mich über die Airlineschiene schon als Grundlage für ein Sonnensegel gewundert. Aber: Du hast mich auf die Idee gebracht, diese INNEN im hinteren Staukasten evtl. anzukleben. Dann kann ich den Campingtisch etc. befestigen. Wenn Du Deine Kederleitste angebracht hast, werde ich mir das genau ansehen und „kopieren“. Bin schon sehr gespannt. Aber bis Sommer 2019 ist ja noch etwas Zeit…

    Beste Grüße
    Bodo

  6. Marc Broch
    Marc Broch sagte:

    Hi Bodo, ja die Airlineschiene bietet sich perfekt für die Heckgarage zum befestigen an. Eine Oben und eine andere unten und dann Spanngurte oder ähnliches zum befestigen von Stuhl, Tisch und dem ganzen Zeugs. Beste Grüße Marc

  7. Bodo Schulz sagte:

    Hallo Marc,

    nach dem Weinsberg 601 MQH bin ich ja bzgl. Gewicht ein gebranntes Kind. Ich habe mal den Explorer Comfort I 675 G vom Gewicht gerechnet. Laut Unterlagen des Herstellers hat der Wagen ein betriebsbereites Gewicht von 3056 kg. Wie bei einigen Herstellern wird der 150 PS Motor vom Mehrgewicht nicht berücksichtigt. Er wiegt 10 kg mehr als die 130 PS Version. Die zweite ALU-Gasflasche mit 16 kg kommt auch dazu. Dann ist beim Explorer Comfort nur 20 Liter Frischwasser vorgesehen. So wie Du den Wagen nutzen willst, kommen mind. 60 kg für Frischwasser dazu. Du hast zwar die Reserveradhalterung bestellt, aber das Gewicht für den Reifen muss auch berücksichtigt werden. Das sind mit Felge rund 25 kg dazu. Wenn jetzt Hund 15 kg, 2 Kinder zusammen 70 kg und Deine Frau mit 75 kg dazu kommen. Dazu noch die bestellten Sonderausstattungen. Naja, dann kannst Du noch 100 kg an Kleidung, Proviant, Solar, usw. einbauen/mitnehmen. Wenn Du die Lithuim-Batterie nimmst, dann hast Du 15 kg gewonnen. Ich bin gespannt, was der Wagen wirklich wiegt, wenn es in den Urlaub gehen soll. Wir haben beim Eura mächtigt um jedes Kilo gekämpft und sind mit 80 Liter Diesel, 70 Liter Frischwasser und voller Besetzung mit Getränke, Essen usw. – komplett ausgestattet bei 3550 kg angekommen. Wir hatten auch extra auf eine Markise verzichtet. Damit lagen wir in Österreich unter der 2 % Grenze, ab wo es Strafe gibt. Vielleicht ergeben sich bei Dir wegen Einbau der anderen Gastankanlage ja noch andere Werte. Vielleicht nimmst Du doch besser die 4400 kg Version.

  8. Marc Broch
    Marc Broch sagte:

    Hi Bodo, ich hab mit dem Leergewicht gerechnet und damit sollte es passen. Die wage wird es am Ende zeigen. Man sollte zwar auf das Gewicht achten, aber sich auch nicht verrückt machen.

  9. Bodo Schulz sagte:

    Hallo Marc, wir liegen ja auch etwa 50 kg drüber. In Österreich gibt es mittlerweile auf den Autobahnen an 16 Stellen im Boden eingelassene automatische Gewichtskontrollen – während der Fahrt! Wenn Du mit Vignette bis 3500 kg unterwegs bist und über der zulässigen Toleranz liegst, dann wird etwa nach 300 Metern hinter der Gewichtskontrolle per Kamera ein Foto gemacht. Tag und Nacht. Alles automatisch. Deswegen haben wir in Österreich sehr auf das Gewicht geachtet. Wir haben in Graz einen Camper getroffen, den hat es erwischt. Wir sind über 2 solcher Anlagen gefahren und wurden nicht geblitzt. Post ist bis heute aus Österreich auch nicht gekommen. In der EU macht ja jedes Land was es will und es kostet entweder ganz wenig (Deutschland) oder ganz viel. In Dänemark wird Übergewicht richtig teuer. Daher: nicht verrückt machen, aber je nach Land sich anpassen… Nach EU Verordnung gibt es z.B. überhaupt keine „Fahrbefüllung“ für Frischwasser. Das haben sich die Hersteller so ausgedacht, in den Verkaufsunterlagen erwähnt, und meinen damit korrekt zu handeln. Ist aber unzulässig nach EU Norm. Ein Wohnmobil ist eben dazu da autark genutzt werden zu können und nicht auf dem Campingplatz zu stehen. Lass Dir einfach ein Wiegeprotokoll mit den bestellten Sonderausstattungen aushändigen. Und dann schau mal, was noch geht…

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Marc Broch

Hallo! Mein Name ist Marc und bin glücklicher Besitzer eines Wohnmobils. Ich freue mich jedesmal auf Veränderungen am Fahrzeug und natürlich auf neue Touren mit der Familie.

Wir haben das Campen als eine sehr schöne Alternative zum eher „klassischen“ Hotelurlaub für uns entdeckt und sind seit Ende 2015 mit einem Wohnmobil in Europa unterwegs.