Wie es der schwedische Wetterdienst vorausgesagt hatte, fing es am Vormittag an zu regnen und das mal nicht zu knapp. Geschüttet hat es wie aus Kübeln und wir verließen unseren schönen Platz am Meer und zogen weiter in den Nationalpark Skuleskogen.

Der 1984 eingerichtete Nationalpark Skuleskogen mit einer Gesamtfläche von 2360 Hektar liegt in einer bergigen, sehr abwechslungsreichen Küstenregion an der Ostsee südlich von Örnsköldsvik. Hier kann man tagelang wandern, sich an den üppigen Feuchtwäldern erfreuen oder hoch auf die Felsen steigen und die gewaltigen Aussichten bestaunen.

Wir trafen am Nachmittag auf dem Wanderparkplatz vom Nordeingang ein und hier können auch 3 Wohnmobile auf einem ausgewiesenen Bereich stehen.

Es regnete zwar noch immer etwas, aber wir wollten uns dennoch etwas die Beine vertreten. Nur die kurze Strecke mal eben bis zum Wasser. Am Ende waren es dann doch etwas über 8 Kilometer. Durch den Regen ist die Luftfeuchtigkeit hier im Wald so hoch gestiegen, dass mir teilweise die Brillengläser beschlagen sind. Der Boden war voller kleiner Frösche und es roch sehr angenehm nach Wald.

Hier kann man an vielen stellen Wald-Erdbeeren und Blaubeeren sammeln. Letztere sind vom Geschmack her sehr intensiv und ein paar davon schmecken mit Naturjoghurt sehr lecker.

Bemerkenswert ist hier auch das Vorkommen der Langbartflechte (Usnea longissima) einer langsam wachsenden, selten gewordenen Flechtenart, die vollkommen auf die Lebensgemeinschaft mit der Fichte angewiesen ist.

Am nächsten Tag war perfektes Wetter zum Wandern. 25° Grad und Sonnenschein. Der Wald hat mir bei Regen aber auch sehr gut gefallen muss ich gestehen. Von oben hat man wie so oft einen sehr guten Blick über die wunderschöne Landschaft Schwedens.

Das Ziel unserer Wanderung war die Slåtterdalskrevan, der wohl größten Sehenswürdigkeit des Parks. Hierbei handelt es sich um eine etwa 200 m lange Schlucht mit 40 m hohen senkrechten Wänden.

Es existieren 30 km markierte Wanderpfade (inklusive des Weitwanderweges Höga kustenleden, der durch das Gebiet führt) mit kostenlosen, frei zugänglichen Übernachtungs- und Rasthütten.

An Tieren lassen sich im Park ElcheReheLuchseBären, Füchse, Dachse sowie einige seltene Vogelarten beobachten. Gesehen haben wir während unseres Aufenthalt leider keines der Tiere, aber dennoch ein wirklich schönes Naturschutzgebiet und ein toller Ort zum Wandern und das bei wirklich jedem Wetter.

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Marc Broch

Hallo! Mein Name ist Marc und bin glücklicher Besitzer eines Wohnmobils. Ich freue mich jedesmal auf Veränderungen am Fahrzeug und natürlich auf neue Touren mit der Familie.

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