Das Wetter präsentiert sich an der Küste der Insel Senja passend zur Insel selbst. Als rau und wild könnte man es wohl am besten bezeichnen. Dicke Wolken hingen über den Bergen und wir entschieden uns nach einem kleinen Spaziergang weiterzuziehen.

Auf Senja gibt es wie in Norwegen üblich recht viele Tunnel. Nur mit dem Unterschied, dass hier nur ein Auto einpasst. Zwei nebeneinander geht bei teilweise nur 3 Metern Breite eher schlecht.

Dafür gibt es dann im Tunnel Haltebuchten und auf jeder Seite einen Schalter für Radfahrer. Dann leuchtet bei der Einfahrt ein Licht, welches signalisiert das sich ein Radfahrer im Tunnel befindet. Die Tunnel ähneln teilweise eher einem Bergwerksschacht. Irgendwie unheimlich und spannend zugleich.

Das nächste Ziel unserer Etappe ist das Ankerlia Freilichtmuseum direkt an der Finnischen und Schwedischen Grenze. In früheren Zeiten kurz vor 1900 gab es in Ankerlia ein Erz-Bergbaugebiet mit Verhüttung. Das Erz fand sich als Schicht oder als Linsen im Quarzit-Schiefer in der Nähe von Amphibolit der mit einem Gabbro verbunden war. Es wurde auch Pyrrhotin, Chalkopyrit und Sphalerit abgebaut. Der Kupfergehalt des Erzes lag bei 3-6 Prozent.

Die Ruinen von Ankerlia sind heute ein Freilichtmuseum mit einem Lehrpfad durch die alten Hüttenanlagen, Wohnhäuser, Baracken, Schmelzöfen kann man herrlich herumklettern. Vom Parkplatz aus kann man das Gelände relativ schnell zu Fuss erreichen und das ganze ist kostenlos.

Weiter oben im Berg findet man die Grube Monte Carlo, wo damals das Erz abgebaut wurde. Der Weg dorthin ist relativ steil und ca. 1,5 Kilometer lang. Von dort oben hat man eine herrliche Aussicht auf das Tal.

Wieder unten angekommen, wanderten wir noch bis zu einer kleinen Aussichtsplattform, von der aus man die Gorsabrua sehen kann. Die Gorsabrua ist eine moderne Brücke, die sich spektakulär über Nord-Europas tiefste Schlucht (153 Meter) spannt. Von dort aus kann man auch per Bungee Jumping über 153 Meter in die enge Gorsa Schlucht stürzen.

Eigentlich wollten wir hier „nur“ etwas spazieren gehen und am Ende waren es über 10 Kilometer und 5 Stunden, die wir hier gewandert sind. Zurück am Parkplatz gab es leckere Köttbullar und wir fuhren danach noch ein paar Kilometer und genossen die Abendsonne, während wir die E6 weiter Richtung Norden fuhren.

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Marc Broch

Hallo! Mein Name ist Marc und bin glücklicher Besitzer eines Wohnmobils. Ich freue mich jedesmal auf Veränderungen am Fahrzeug und natürlich auf neue Touren mit der Familie.

Wir haben das Campen als eine sehr schöne Alternative zum eher „klassischen“ Hotelurlaub für uns entdeckt und sind seit Ende 2015 mit einem Wohnmobil in Europa unterwegs.