Nordkap 2018 – Gorsabrua und die Ruinen von Ankerlia

Die Lesedauer für diesen Artikel beträgt ca. 3 Minuten

Das Wetter präsentiert sich an der Küste der Insel Senja passend zur Insel selbst. Als rau und wild könnte man es wohl am besten bezeichnen. Dicke Wolken hingen über den Bergen und wir entschieden uns nach einem kleinen Spaziergang weiterzuziehen. Auf Senja gibt es wie in Norwegen üblich recht viele Tunnel. Nur mit dem Unterschied, dass hier nur ein Auto einpasst. Zwei nebeneinander geht bei teilweise nur 3 Metern Breite eher schlecht.

Dafür gibt es dann im Tunnel Haltebuchten und auf jeder Seite einen Schalter für Radfahrer. Dann leuchtet bei der Einfahrt ein Licht, welches signalisiert, dass sich ein Radfahrer im Tunnel befindet. Die Tunnel ähneln teilweise eher einem Bergwerksschacht. Irgendwie unheimlich und spannend zugleich.

Das nächste Ziel unserer Etappe ist das Ankerlia Freilichtmuseum direkt an der finnischen und schwedischen Grenze. In früheren Zeiten kurz vor 1900 gab es in Ankerlia ein Erz-Bergbaugebiet mit Verhüttung. Das Erz fand sich als Schicht oder als Linsen im Quarzit-Schiefer in der Nähe von Amphibolit, der mit einem Gabbro verbunden war. Es wurde auch Pyrrhotin, Chalkopyrit und Sphalerit abgebaut. Der Kupfergehalt des Erzes lag bei 3-6 Prozent. Die Ruinen von Ankerlia sind heute ein Freilichtmuseum, mit einem Lehrpfad durch die alten Hüttenanlagen, Wohnhäuser, Baracken, Schmelzöfen kann man herrlich herumklettern. Vom Parkplatz aus kann man das Gelände relativ schnell zu Fuß erreichen und das Ganze ist kostenlos.

Weiter oben im Berg findet man die Grube Monte Carlo, wo damals das Erz abgebaut wurde. Der Weg dorthin ist relativ steil und ca. 1,5 Kilometer lang. Von dort oben hat man eine herrliche Aussicht auf das Tal.

Wieder unten angekommen, wanderten wir noch bis zu einer kleinen Aussichtsplattform, von der aus man die Gorsabrua sehen kann. Die Gorsabrua ist eine moderne Brücke, die sich spektakulär über Nord-Europas tiefste Schlucht (153 Meter) spannt. Von dort aus kann man auch per Bungee-Jumping über 153 Meter in die enge Gorsa Schlucht stürzen.

Weiter geht es im nächsten Teil der Reise…..
3 Kommentare
  1. Horst Schmier
    Horst Schmier sagte:

    Hallo,

    schöner Bericht , nur hat das leider mit Senja überhaupt nichts zu tun …….

    Gruß, Horst Schmier

    www.northwards.de

  2. Marc Broch
    Marc Broch sagte:

    Hallo Horst, das passt schon, weil wir von Senja aus dahin gefahren sind. Du musst die Etappen in der richtigen Reihenfolge lesen, dann passt es. Viele Grüße Marc

  3. Horst Schmier
    Horst Schmier sagte:

    Hallo Marc,
    das habe ich schon verstanden.
    Bestimmt habe ich mich falsch ausgedrückt. Aber der Text unter dem ersten Bild, der sich auf Senja bezieht, hat mit dem Bild nichts zu tun, das Bild beinhaltet die Brücke über die Gorsa-Schlucht. Ankerlia wird ja später im Text erwähnnt. Also zumindest bin ich da etwas verwirrt.

    Im übrigen sind die Bilder und der Text über das Grubengebiet von Ankerlia ja sehr schön.

    Gruß, Horst.

    www.northwards.de

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