Auch wenn wir es ja eigentlich zum Entschleunigen benutzen wollen gibt es auch dort einen Bedarf nach intelligenten Systemen, die unser Leben und unser Hobby erleichtern. Vielleicht bin ich aber auch nur ein Technik-Nerd, der es einfach nicht lassen kann.

Ein solcher digitaler Helfer ist beispielsweise die iNet Box von Truma*. Als Telemetrie-Erweiterung der Heizung aus dem Hause Truma können wir über sie die Heizung ein- und ausschalten, den Status von einzelnen Parametern abfragen und auch Timer setzen. Das ist toll und enorm praktisch, wenn man beispielsweise morgens bei schönen Wetter mit dem Rad in die Arbeit fahren will (gute Vorsätze für 2018) und dort im eigenen Wohnmobil (warm) duschen möchte.

Auf halbem Weg kann man so bequem in Sekundenschnelle die Heizung einschalten und wird bei der Ankunft mit warmem Wasser belohnt. Leider hat Truma bei der Umsetzung auf eine aus meiner Sicht falsche und veraltetet Technik gesetzt: SMS.

Die SMS ist quasi der Teletext der modernen Nachrichtenübertragung. Als Standards haben sich längst die offenen Netzwerktechnologien und –protokolle durchgesetzt. Nicht umsonst hat WhatsApp die SMS als Kommunikationskanal ersetzt. Über Router und Switches können obendrein mehrere Geräte eine Datenleitung teilen und sogar untereinander kommunizieren.

Besonders ärgerlich dabei finde ich, dass ich bei Truma eine SIM-Karte in die iNet Box stecken muss (Prepaid, welches ich mindestens einmal pro Jahr nachladen muss) und dann diese SIM-Karte für nichts anderes benutzen kann!

Gleichzeitig doof ist, dass weitere digitale Helfer (Victron Solarwandler, Batteriecomputer, Ladegerät, u.v.m.) gute und sinnvolle Informationen für mich bereithalten, als einzige digitale Schnittstelle aber nur Bluetooth vorgesehen ist. Bluetooth ist eine tolle Technologie, hilft mir aber nicht wenn ich zehn Kilometer entfernt meine Heizung einschalten will.

Die Lösung ist eigentlich ganz einfach! Die gemeinsame Technologie von Truma iNet Box und den Victron Komponenten ist Bluetooth. Für alle diese Komponenten gibt es Apps für Android.

Daher habe ich mir ein günstiges Android Smartphone* gekauft, dort die Hersteller-Apps installiert und die SIM-Karte einfach dort hineingesteckt (Datentarif notwendig, ob das billiger wird als SMS sei mal dahingestellt). Über Teamviewer kann ich sowohl von meinem Computer als auch von meinem iPhone aus das Android Telefon fernsteuern und mir die Bildschirminhalte anzeigen lassen.

So kann ich Bluetooth-Apps auch von vielen Tausend Kilometer entfernt aus benutzen. In Echtzeit kann ich mir dabei anschauen, wieviel Watt Sonne gerade aufs Dach prasseln, wie der Ladezustand der Batterien momentan ist und auch, wie die Innentemperatur in Wohnmobil und Wasserboiler aktuell ist.

Weitere Nebeneffekte liegen ebenfalls im Android Smartphone. Dieses ist obendrein als LTE-Router* aktiv und versorgt unsere Kommunikationsgeräte (Laptop, iPads, iPhones) auf Reisen mit einem Internetzugang über WiFi.

Daneben läuft eine Tracking-Software im Smartphone, die die zurückgelegte Strecke aufzeichnet. Im Falle eines Diebstahls könnte ich so unser Wohnmobil auch orten (wobei nur der größte Depp als Dieb das Smartphone anlassen würde auf seiner Flucht…). Zu guter Letzt kann ich auch über die eingebaute Kamera im Smartphone „nach dem Rechten sehen“. Gerade wenn das eigene Wohnmobil in einem Industriegebiet steht beruhigt das schon ungemein.

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