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Gas, Wasser und Strom

ALUGAS Tankflasche im Wohnmobil

Jeder Wohnmobilbesitzer weiß, Kühlschrank, Herd, Heizung und warmes Wasser, ohne Gas läuft hier einfach nichts und der Energiegehalt von Gas ist unschlagbar. 1kg Propan Flüssiggas hat einen Energiegehalt von knapp 14,00 kWh/kg und somit hat eine 11 Kilo Gasflasche, einen Energiegehalt von 154 kWh. Eine unserer beiden 80Ah Gel Batterien mit 27 Kilo Gewicht, bringt es dagegen gerade mal auf 0,96kWh.

Das nervige Thema Gasflaschentausch

Naturgemäß hat man im Winter einen höheren Verbrauch, aber auch im Sommer ist der Vorrat mal aufgebraucht und Nachschub muss her. Wie die meisten, haben auch wir mal mit den klassischen grauen Stahl Gasflaschen begonnen. Ist die Flasche leer, kann man Sie in fast jedem Baumarkt, an einigen Tankstellen und gegen einen ordentlichen Aufschlag, auch auf vielen Campingplätzen wieder gegen eine volle tauschen. Zumindest in Deutschland stellen Stahlflaschen also auf den ersten Blick kein großes Problem dar.

Ihr Nachteil ist aber ihr recht hohes Eigengewicht (Tara), von im Durchschnitt 11,5 Kilo. Daher haben wir uns im März 2017 dazu entschieden, diese Stahlflaschen, gegen welche aus Aluminium zu tauschen. Ihr Vorteil ist das geringere Eigengewicht, von im Durchschnitt 5,5 Kilo und somit spart man bei zwei Flaschen 12 Kilo. Bei dem Thema leidigen zulässiges Gesamtgewicht, machen 12 Kilo leider einiges aus.

Aber die Schattenseite der Alugasflaschen ist deren geringere Verbreitung. Somit kann man nicht überall Alugasflaschen tauschen, wo man die Stahlflaschen tauschen kann. Beide Versionen haben einen gemeinsamen Nachteil, man darf Sie nicht selber wieder befüllen, sondern muss sie immer tauschen. Wenn man also als Beispiel in den Urlaub fahren möchte und eine von beiden Flaschen ist bereits zu Hälfte leer, tauscht man oftmals diese zu Sicherheit gegen eine volle Flasche.

Ist man dann noch im Ausland unterwegs, sieht es mit den Tauschmöglichkeiten selbst bei Stahlflaschen überhaupt nicht mehr so rosig aus. In Europa gibt es ca. 300 verschiedene Anschlusssysteme und somit ist von einer einheitlichen Gasversorgung nicht wirklich zu sprechen. Andere Länder, andere Flaschen. Zwar gibt es ein günstiges Gasflaschenadapter-Set*, aber dieses hilft einem auch nur dabei, Gasflaschen aus etwa Italien, an die Gasanlage anzuschließen. Die leere Gasflasche bekommt man in der Regel trotzdem nicht getauscht. Eine suboptimale Situation wie ich finde.

Beispiel Tausch gegen Tankflasche in Schweden:

Laut der Übersichtskarte von ALUGAS, gibt es ganz Schweden lediglich 10 Händler, bei denen man seine Alugasflasche tauschen kann. Das ganze dann auch nur im unteren Teil von Schweden. Ab Mittelschweden besteht keine Möglichkeit mehr, an frisches Gas zu kommen. Die LPG Versorgung sieht da schon deutlich besser aus. Auf myLPG.eu findet man 51 eingetragene Tankstellen, die LPG oder auch Motorgas genannt anbieten und das auch im hohen Norden.

Es müssen also Alugas-Tankflaschen her

Ein fester Gastank ist zwar in der Anschaffung günstiger, aber aus Gewichtsgründen (Eigengewicht von ca. 23kg) für uns keine Option. Von der Firma Alugas gibt es neben den Alugasflaschen zum tauschen, auch befüllbare. Das Eigengewicht mit 6,3 kg ist somit nur minimal höher als bei den Tauschflaschen. Den Kragen kann/darf man auch demontieren, was dann da Gewicht auf 5,8 und die Höhe von 60 auf 57,5 cm reduziert.

Neben dem geringen Gewicht, haben Flaschen aus Aluminium außerdem eine höhere Verdampfungsleistung bei niedrigen Temperaturen gegenüber Stahlflaschen. Zusätzlich sind sie auch noch korrosionsbeständig und dadurch können keine Ablagerungen bilden und irgendwas verstopfen.

Welche Tankflaschen sind rechtlich erlaubt?

Entscheidend ist die Einhaltung der gesetzlich vorgeschriebenen Gasabschaltung bei einem Unfall 2004/78 EG und ECE-R 67/01. Es muss ebenfalls ein Ventil eingebaut sein, welches bei 80-prozentigem Füllstand die Betankung automatisch abschaltet.

Hier mal eine Zusammenfassung:

  • Ortsbewegliche Gasflaschen/ Tankflaschen dürfen nur durch qualifiziertes Personal an Tankstellen befüllt werden.
  • Tankflaschen dürfen an allen Tankstellen betankt werden, sofern die Flaschen
    aufrecht stehend fest mit dem Fahrzeug/Aufbau verbunden sind und über einen
    Fernbetankungsanschluss verfügen.
  • Tankflaschen mit direktem Tankanschluss dürfen im eingebautem Zustand nicht
    selbst betankt werden, weil durch die Hebelwirkung der Tankgarnitur der Tankstelle die Messingarmaturen an der Tankflasche undicht werden können.
Nach dem Einbau eines Gasnachrüstsystems ist immer eine Gassystemeinbauprüfung (GSP) durchzuführen. Die GSP kann von amtlich anerkannten Sachverständigen oder Prüfern (aaSoP) der technischen Prüfstellen (TP), von den Prüfingenieuren (PI) der amtlich anerkannten Überwachungsorganisationen (TÜV, Dekra, GTÜ, KÜS usw.) sowie von anerkannten GSP-Werkstätten durchgeführt werden.

Der Knackpunkt ist der EinbauortDer Einbau in einen Flaschenkasten ist nur dann zulässig, wenn dieser nur von außen zugänglich ist und keine Verbindung zum Innenraum hat. Bei Wohnmobilen mit einem separaten Flaschenkasten und eigener Tür (Fahrzeugschürze), ist das also alles kein Problem. Bei uns befindet sich der Flaschenkasten in der Heckgarage, welche aber nur von außen zugänglich ist. Also auch kein Problem.

Der Kastenwagen fällt in den meisten Fallen erstmal raus, weil sich der Flaschenkasten im Innenraum, in der Regel im Heck unter dem Bett befindet. Hier muss dann ein Aussenanschluss zum betanken gelegt werden, was auch kein Problem darstellt.

Um den Einbauvorschriften für den stationären Betrieb zu genügen, ist zwingend eine Flaschenhalterung nach DIN EN 12979 und ECE-R 67/01 einzubauen, welche fest mit dem Fahrzeug verbunden ist. Diese sorgt dafür, dass die Gasflasche aufrecht steht, unverrückbar, unkippbar und undrehbar ist. Die Flaschen sind mit einem Spannband mit Gummiüberzug und einem Spannschloss gesichert. Sofern also die Tankflaschen stationär verwendet werden und die Einbauvorschriften beachtet wurden, kann die Tankflasche an LPG Tankstellen betankt werden.

Der Gasprüfer macht aber den Unterschied. Dieses liegt an der etwas ungenauen rechtlichen Lage. Es gibt Gasprüfer, welche sich auf ein Infoblatt vom DVFG (Deutscher Verband Flüssiggas) berufen. Dieses beruft sich wiederum auf die Technische Regeln für Betriebssicherheit (TRBS) aus dem Jahre 2015, welche auch für Tankstellen gilt. Es geht hier im Detail um die TRBS 3151 „Vermeidung von Brand-, Explosions- und Druckgefährdungen an Tankstellen und Gasfüllanlagen zur Befüllung von Landfahrzeugen“. Dort heißt es u.a:

5.1.4 Betankung von Kraftfahrzeugen (…)

(4) An Gasfüllanlagen für Flüssiggas und Erdgas dürfen Druckgasbehälter im Sinne der TRBS 3145/TRGS 725 nicht befüllt werden.

5.1.2 Überwachung durch den Arbeitgeber bzw. Betreiber

(7) Der Arbeitgeber bzw. Betreiber einer Tankstelle oder Gasfüllanlage hat zu kontrollieren, ob die erforderlichen Betriebsanweisungen eingehalten werden. Es ist in den erforderlichen zeitlichen Abständen insbesondere zu kontrollieren, ob (…) keine Druckgasbehälter im Sinne der TRBS 3145/TRGS 725 (z. B. Propanflaschen) befüllt werden.

Es „kann“ also vorkommen, dass ein Prüfer die Abnahme der Tankflaschen verweigert und es „kann“ vorkommen, dass euch ein Tankwart wegschickt. Als erstes kann man natürlich die Gasabnahme immer bei dem Händler durchführen, der einem die Tankflaschen eingebaut hat und man kann bei über 7000 LPG Tankstellen alleine in Deutschland, auch bis zur nächsten fahren, oder den Tankwart mal aufklären.

Weiterhin steht in dem Infoblatt aber auch folgendes:

Flüssiggastanks in Fahrzeugen

Druckbehälter für Flüssiggas können in Fahrzeugen fest installiert sein. Diese Druckbehälter werden als Tanks bezeichnet und entsprechen den in der StVZO zitierten Bauvorschriften, in diesem Fall im Allgemeinen der ECE R 67.01, Teil I, Anhang 10. Diese Tanks können auch in Flaschenform gestaltet sein und sind daher visuell schwer von einer Gasflasche zu unterscheiden. Für den Einbau dieser Tanks gelten in jedem Fall die Anforderungen der DIN EN 12979 bzw. der ECE R 67.01, die u.a. eine feste Verrohrung und eine hohe Stabilität des Einbaus fordern. Das Füllen der mit dem Fahrzeug dauerhaft fest verbundenen Fahrzeugtanks erfolgt ausschließlich über den Füllanschluss des Fahrzeugs. Ein Ausbau des Tanks zum Füllen ist unzulässig.

Wie oben bereits beschrieben, muss man eh eine Flaschenhalterung nach DIN EN 12979 und ECE-R 67/01 einbauen und dadurch würde man die Anforderungen erfüllen. Die Tankflaschen wären im von Alugas mit Zertifikaten ausgestatteten Wandhalter easy way slim, dann ordnungsgemäß befestigt. Lediglich die Alugastankflaschen selber, haben noch keine ECE-R 67/01 Zertifizierung. Wir werden uns zur Betankung eine Dose auf die Beifahrerseite legen lassen, damit wir die Heckgarage gar nicht erst öffnen müssen, um an den Flaschenkasten zu kommen.

Funktionieren alle Geräte im Wohnmobil auch mit LPG

Bei der Entnahme von LPG ändert sich nichts, alle Geräte und Regler können wie bisher an das Ventil angeschlossen oder miteinander kombiniert werden. Somit ist der Betrieb des Duo Control CS  Reglers und der Truma Gasfilter weiterhin möglich.

Was genau ist LPG oder auch Autogas und GPL genannt?

Autogas ist ein fossiler Energieträger, der bei der Verarbeitung von Rohöl zu Kraftstoffen und Derivaten anfällt. Es ist also ein Kohlenwasserstoffgas, das bei der Verbrennung zu CO2 und H2O oxidiert. Abgesehen von der CO2 Freisetzung erfolgt die Verbrennung ohne andere Abgase wie Stickoxide oder Schwefelwasserstoff, also recht umweltfreundlich.

Es besteht aus verschiedenen Gasen wie Propan und Butan, aber auch anderen Gasen wie Propen, Buten, Isobutan oder anderen Abwandlungen, daher wird öfters auch von Flüssiggas gesprochen. Bei Autogas handelt es sich also um ein Gemisch aus Propan, Butan und in geringen Mengen aus anderen artverwandten Gasen. Die Zusammensetzung des Gemisches ist unterschiedlich von Land zu Land und teilweise auch abhängig von der Jahreszeit.

Was ist nun der Unterschied von Propan zu LPG?

  • Propangas in Flaschen besteht ganzjährig zu über 99% aus Propan.
  • LPG besteht überwiegend aus Propan und Butan. Das Verhältnis von Propan zu Butan verändert sich je nach Jahreszeit und Außentemperatur. Im Sommer kann das Verhältnis auch 60% Propan und 40% Butan sein.
  • Additive werden dem LPG nicht beigemischt. Somit sind auch keine Betriebsstörungen der Verbraucher (Heizung, Gasherd, Kühlschrank) zu erwarten
  • Im Winter besteht die Gefahr, dass eine mit LPG gefüllte Flasche nicht zu 100% genutzt werden kann. Im Winter könnte ein beheizter Gaskasten dieses Problem aber beseitigen.

Wie hoch ist der Energiegehalt LPG gegenüber Propan

  Propan Butan
Heizwert in Kilo 12,87 kWh/kg 12,69 kWh/kg
Brennwert in Kilo 13,98 kWh/kg 13,74 kWh/kg
Siedetemperatur     -42,1 °C  -0,5 °C

LPG wird in der Regel als „Sommermischung“ 40:60 und als „Wintermischung“ 60:40 angeboten, aber von der Leistung tut sich so gut wie nichts.

Wie tankt man LPG und wie läuft das im Ausland?

Zum Betanken in Europa werden 3 Adapter (Bajonett -, Europa- und ACME-Adapter) benötigt. Einer davon passt immer. Je nach Ausführung der Zapfpistole, ist der entsprechende Adapter am Füllanschluss anzubringen. Die Zapfpistole muss dann entsprechend ihrer Ausführung durch Drehen, Schrauben oder Klemmen an den Füllanschluss angebracht werden. Zum Starten des Betankungsvorgangs muss der Hahn der Zapfpistole arretiert sein und dann ein Knopf an der Zapfsäule gedrückt werden.

LPG ist in der Regel sauber und ohne Verunreinigung auch im Ausland zu bekommen. Man hört aber immer mal wieder das verunreinigtes LPG getankt wurde und es dadurch zu Störungen an den Gasgeräten gekommen ist. Das gilt aber auch für eine gefüllte Tauschflasche und daher habe ich zwischen den Flaschen und dem Gasregler, Gasfilter von Truma eingebaut.

Guido Neiken von der Firma GNS zeigt in einem Video, wie einfach man mit einem passenden Adapter in Spanien Gas tanken kann.

Warum darf man die Flasche nur 80 % füllen?

Flüssiggas bleibt schon bei geringen Drücken in Umgebungstemperatur flüssig. Der Druck in einer Gasflasche steigt mit steigenden Temperaturen, dabei dehnt sich Flüssiggas allerdings mehr aus als beispielsweise Wasser. Deshalb werden Gasflaschen auch für höhere Drücke ausgelegt, als im normalen Betrieb jemals vorkommen. Eine Besonderheit bei Flüssiggas ist, dass der Druck im rein flüssigen Zustand rapide steigt, nämlich 7 bar je 1° C.

Aus diesem Grund ist wichtig, dass in der Gasflasche keine reine Flüssigphase herrscht, sondern stets ein Dehnvolumen vorhanden ist. Deshalb dürfen Gasflaschen nicht zu 100 % gefüllt werden, sondern lediglich mit 80 %. Dies belässt 20 % des Flaschenvolumens als Dehnvolumen in der Flasche, was in unseren Temperaturgefilden völlig ausreichend ist. Steigt die Temperatur in der Gasflasche, dehnt sich die flüssige Phase aus und der Druck steigt um gut 0,2 bar je 1° C. Dieser Wert gilt für Propan, bei Butan steigt der Druck langsamer an. Wird eine Gasflasche bei 15° C mit 80 % Propan gefüllt, herrscht in der Flasche ein Druck von ca. 7 bar. Steigt die Umgebungstemperatur der Gasflasche, füllt die flüssige Phase erst bei etwa 70° C das komplette Volumen der Gasflasche aus, es herrschen etwa 25 bar Druck in der Gasflasche. Bei höherer Temperatur steigt der Druck nun um 7 bar je 1° C an, schnell ist ein kritischer Druck erreicht. Allerdings kommen derartige Temperaturen (fast) an keinem Ort dieser Welt vor.

Als zusätzliche Sicherheitsmaßnahme wird in Deutschland wie auch in anderen Ländern mit Sicherheitsventilen (PRV = Pressure Relief Valve) gearbeitet, die bei Erreichen eines bestimmten Druckes Flüssiggas aus der Flasche entweichen lassen und bei Erreichen eines geringeren Druckes die Flasche wieder schließen. Aus diesem Grund ist das Arbeiten mit Flüssiggas eine sehr sichere Sache.

Anders, wenn die Flasche zu 100 % gefüllt wird. Das könnte geschehen, wenn beispielsweise eine Gasflasche ohne Füllstop-Mechanismus, also eine normale Gasflasche, unvorsichtigerweise bis zum Rand gefüllt wird. Auch hier gilt die Regel, dass der Druck um 7 bar je 1° C ansteigt, nur diesmal gibt es kein Dehnvolumen, sondern die Druckerhöhung wirkt unmittelbar auf die Gasflasche. Schon bei Temperaturerhöhungen von lediglich 10° C könnte es zu einem Bersten der Gasflasche kommen. Es würde flüssiges Gas freigesetzt, das verdampft und dazu erhebliche Mengen von Energie benötigt, was zu einer schlagartigen Abkühlung der Umgebung führen würde (Erfrierungen), oder aber in Anwesenheit einer ausreichend starken Feuerquelle zur Zündung des Gases und damit zu einer Explosion. Quelle: Alugas

Kostenvergleich

Bis Ende 2018 wird Flüssiggas (LPG/Autogas) als Kraftstoff in Deutschland mit 18 Cent/kg (= 9,74 Cent/l) besteuert. Anfang Juni 2017 hat der Bundestag für eine Verlängerung der Förderung von Autogas über 2018 hinaus gestimmt, jedoch in abnehmendem Umfang. Demnach steigt die Steuer ab 2019 um 2,47 Cent/l pro Jahr bis auf 40,9 Cent/kg (= 22,1 Cent/l) im Jahr 2023 (alle Steuersätze jeweils zzgl. MwSt.). Demnach kostet ein Liter LPG ab 2023 inkl. MwSt dann 14,7 Cent mehr. In der Schweiz wird Flüssiggas seit 2008 steuerbegünstigt. Dadurch wurde es um ca. 0,25 Franken/Liter günstiger.

Tauschflasche gegen Tankflasche

Eine volle 11 Kilo Tauschflasche kostet im Baumarkt etwa 15,00€. Je nach Region und Angebot, etwa auf Campingplätzen, können es aber auch über 20,00 sein. Setzen wir hier mal für die Berechnung 18,00€ für die Flasche an. 

LPG kostet selten mehr als 60 Cent und in eine 11 Kilo Flasche, passen 27,2 Liter an Gas und weil bei 80% abgeschaltet wird, sind es 22 Liter die an LPG getankt werden können. Somit kostet uns eine Füllung etwa 13,20€. Das sind 4,80€ weniger und man müsste also bei den aktuellen Preisen für LPG, ganze 218 Flaschen tauschen, um die Kosten wieder herauszuholen, sofern man bereits Alutauschflaschen besitzt. Wer noch auf Stahl unterwegs ist und eh auf Alu umsteigen möchte, bei dem reduziert sich die Anzahl der Flaschen auf immer noch 156 Flaschen.

  2 Alu Tauschflaschen 2 Alugas Tankflaschen
Anschaffungskosten 300,00€ 600,00€
Zubehör nicht notwendig 400,00€
Montagekosten nicht notwendig 150,00€
Gesamtkosten   300,00€ 1050,00€

Das ist natürlich Quatsch! Das ganze ist so nämlich eine Milchmädchenrechnung, oder ein Vergleich von Äpfel und Birnen. Oftmals gibt man eine noch nicht ganz leere Flasche bereits zurück, oder fährt extra einen Umweg zur nächsten Tauschmöglichkeit. Entscheidend bei dem Kauf ist eher der Faktor der Bequemlichkeit und der Komfort den man bekommt, wenn man „mal eben“ einfach auf dem Weg nachtanken kann.

Die Vorteile einer (Alu) Tankflasche

  • Bei ca. 30.000 Autogas Tankstellen in Europa ist die Abdeckung gesichert.
  • Es brauchen keine Flaschen mit Restinhalt getauscht werden.
  • Das Tanken ist günstiger als das Tauschen einer Flasche.
  • Man zahlt nur so viel, wie man getankt hat.
  • Das Füllstop-Ventil sorgt für eine automatische Abschaltung, egal wie voll die
    Tankflaschen vor dem Tanken sind.
  • Mit einer passenden Füllvorrichtung an der Außenwand, ermöglicht es ein Tanken wie bei einem Autogas-Fahrzeug, d.h. kein unnötiges Herausheben einer leeren Gasflasche und einer vollen Gasflasche in den Flaschenkasten.
  • Die Alu-Tankflasche ist mit ihren 6,3 kg bzw. 5,8 ohne den Kragen fast genau so leicht wie eine normale 11 kg Gasflasche aus Aluminium.
  • Sie ist genauso sauber wie eine normale 11 kg ALUGAS Flasche, keine Rostflecken oder verunreinigtes Gas in der Flasche.
  • Sie ist so leistungsfähig wie eine normale 11 kgALUGAS Flasche. Die Verdampfungsleistung einer Gasflasche aus Aluminium ist fünfmal besser als die einer Stahlflasche und unvergleichlich viel besser als die von Kunststoff.

Fazit

Die Anschaffung einer oder zwei Gastankflaschen über Euros zu (ver)rechnen, wird sehr schwer bzw. sehr lange Zeit dauern. Aber das hängt natürlich vom eigenen Verbrauch ab. LPG kostet auf den ersten Blick schon weniger als Propan in Tauschflaschen und wer im Winter viel fährt bzw. das Wohnmobil heizen muss, der hat auch einen höheren Verbrauch. Aber entscheidend ist wie ich oben schon sagte eher der große Komfortgewinn. Wir werden uns auf jeden Fall zwei Flaschen einbauen lassen.

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2 Kommentare

  • Sven

    24. November 2017

    Hallo Marc, super Beitrag!
    Nachdem wir ja das gleiche Modell („leider“ das 2017er Modell mit 176kg weniger Zuladung…) fahren, bin auch ich immer auf der Suche nach Maßnahmen zur Gewichtsoptimierung. 2 AluGas-Flaschen stehen bei mir auch schon in der Heckgarage. Für die Bequemlichkeit wollte ich auch 2 AluTankflaschen nachrüsten, bin aber noch am Überlegen ob ich denn nicht nur eine Tankflasche nehme und die zweite Alu-Gas(nichtTankFlasche) so belasse. Da wir auch im Winter mal hier und da zum Skifahren unser Womo nutzen wollen, und dann nicht nach 3-4 Tagen den Schnee abkehren möchten um Gas tanken zu fahren, kann so immer eine Flasche auf dem CP getauscht werden. Im Sommer ergibt sich für mich der Vorteil dass man in dieser Jahreszeit wo der Gasverbrauch so oder so sehr gering ist, so ggf. ein Paar Kilo mehr Nutzlast hat – indem man eben auf die 2. AluGas (nichtTankFlasche) verzichtet und sie zuhause lässt. LPG findet sich ja an jeder Ecke. Viele Grüße und weiter so! Sven

  • Marc

    Marc

    25. November 2017

    Hallo Sven, zwischen den Alu Tauschflaschen oder einer Alu Tankflasche ist der Unterschied vom Gewicht nicht mehr relevant. Ja auch eine Kombi aus zwei Flaschen kann sich lohnen, oder für den „einen“ Einsatz im Schnee einfach quasi eine dritte (eine Tauschflasche). Hier muss man dann natürlich überlegen, ob es besser eine Stahlflasche seine sollte, die man auf jeden Fall getauscht bekommt. Im Winter nehmen wir zum Beispiel keine Fahrräder mit, das Gewicht der extra Stahlflasche würde also wieder ausgeglichen. Man hat auf jeden Fall verschiedene Möglichkeiten. Am 09.02.2018 habe ich den Termin für den Einbau der Flaschen bei Guido Neiken in Mönchengladbach. Viele Grüße Marc

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