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Reiseberichte

Eine Woche Herbstferien 2017 auf der Insel Föhr

Kilometerlange weiße Sandstrände. Wunderschöne grüne Natur. Mildes, vom Golfstrom begünstigtes Seeklima. Und jede Menge friesische Traditionen: All dies zusammen macht aus Deutschlands zweitgrößter Nordseeinsel Föhr die Friesische Karibik. Mitten im Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer gelegen bietet die Insel Föhr jung und Alt mit über 8.500 Veranstaltungen pro Jahr eine außergewöhnliche Erlebnisvielfalt. Auf 82 Quadratkilometern lockt Föhr zu jeder Jahreszeit mit purem Urlaubsfeeling!

Na bei so einem tollen Werbetext von der Föhr Tourismus GmbH, kann man doch nicht nein sagen und so haben wir und einen Platz auf dem einzigen Stellplatz der Insel „reserviert“ und die Fährtickets gebucht. Beides ist im Vorfeld sinnvoll bzw. notwendig, denn zum einen sind die Fähre(n) nicht besonders groß und die Plätze daher schnell vergeben und es gibt auf Föhr nur einen Wohnmobilstellplatz.

Die Insel Föhr gehört zu den Nordfriesischen Inseln und zum Kreis Nordfriesland in Schleswig-Holstein. Föhr ist die größte und zugleich bevölkerungsreichste deutsche Insel ohne Landverbindung. Einwohner: 8360 (31. Dezember 2013); 101 Einw./km²; Länge: 12,5 km, Breite: 8,5 km.

Soviel zu den Basics über die Insel und los ging unsere Reise am Freitag nach Dagebüll zum Fähranleger. 350 Kilometer in 5 Stunden sollte zu schaffen sein, aber wenn man durch Hamburg muss und das an einem Freitag mit Ferienbeginn, dann weiß man das ja leider nie so genau. Die Fähre wartet auf jeden Fall nicht auf uns. Wir haben es aber dann doch geschafft und waren rechtzeitig am Fähranleger.

Die Überfahrt dauert etwa 45 Minuten und man legt im Ort Wyk auf Föhr an. Zum Stellplatz sind es dann nach ca. 20 Minuten zu fahren. Die sehr freundliche Betreiberin war auch noch da und wir konnten und einen freien Platz aussuchen. Wir erhielten dann auch direkt unsere Kurkarten für die 7 Tage auf Föhr.

Es stehen 50 großzügige und schöne Plätze zur Verfügung und der Platz ist insgesamt sehr gepflegt und besonders die Sanitäranlagen fallen positiv auf. Große und saubere Duschen bzw. eher Badezimmer stehen einem hier zur Verfügung. Hier kosten 3 Minuten warmes Wasser 1 Euro und bezahlt wird mit einer Guthabenkarte, die man am Automaten aufladen kann. Es wird aber wie auch bei anderen Dingen, in kleinen Mengen Guthaben abgebucht und so ist es immer sehr fair gelöst. Das Guthaben kann man auch für die Stromsäulen verwenden und das Restguthaben der Stromsäule, kann man wieder auf die Karte laden und sich später am Automaten wieder auszahlen lassen. Sehr vorbildlich!

Es gibt auch einen kleinen Spielplatz und ein paar Ställe mit Hasen für die Kinder. Als die größere unsere Töchter, mal eben für ein paar Minuten unbeaufsichtigt war, ist es auch schon passiert. Ein Hase ist ausgebüxt. Oh wir hatten Spaß! Erster Abend und es war auch bereits dunkel. Wir brauchten über eine Stunde um den kleinen Racker, mit Taschenlampen bewaffnet wieder einzufangen. Danach ab in Wohnmobil, Abendessen und ab ins Bett. Es war ja aufgrund der Aktion schon recht spät geworden.

Erster Tag auf Föhr

In der Nacht hat es angekündigt angefangen zu regnen. Am Mittag war es aber für ein paar Stunden trocken und wir gingen am Strand spazieren und genossen die Zeit. Danach machen wir es uns im Wohnmobil gemütlich, lesen, spielen und relaxen.

Zweiter Tag auf Föhr

Für heute war Sonnenschein angesagt und sonntags ist in Wyk Fischmarkt und so machen wir uns mit den Fahrrädern auf den knapp 14 Kilometer langen Weg nach Wyk. In meiner Vorstellung würden wir uns mit leckeren geräucherten Fisch eindecken. Leider hatte das einem Fischmarkt jetzt nicht so viel zu tun, denn Fisch zum mitnehmen gab es hier nicht. Nur die üblichen Buden, wo man ein Fischbrötchen oder ähnliches kaufen konnte. Zusätzlich gab es einige Buden mit Klamotten Souvenirartikeln und natürlich Getränken. Nicht ganz was wir erwartet hatten, aber dennoch nett gemacht.

Die Geschäfte in der Innenstadt hatten aber auch geöffnet und wir machten uns einen schönen Bummeltag und das ein oder andere Kleidungsstück, wechselte seinen Besitzer. Passend zum Wetter, wurden auch unsere Vorräte an Schietwettertee und weiteren leckeren Teesorten im Föhrer Teekontor wieder aufgefüllt.

Am Abend radelten wir die 14 Kilometer wieder zurück und gingen im Strandrestaurant Sehliebe Essen. Hier bekommt man neben einem super leckeren essen, einen traumhaften Blick auf die Nordsee, ob auf unserer Terrasse oder durch die großen Panoramascheiben aus dem warmen Restaurant. Sehr zu empfehlen!

Dritter Tag auf Föhr

In der Nacht war es super windig und es hat stark geregnet. Das ganze Wohnmobil schaukelte teilweise hin und her. Hier ist man froh es kuschlig, trocken und warm zu haben. Die ganze Woche war laut Wetterbericht ein Mix aus Sonne, Regen und vor allem viel Wind angesagt. Wann man sich die Infos genauer anschaut, findet man immer ein Zeitfenster, wo die Regenwahrscheinlichkeit laut Wetter App am geringsten ist.

In genau so einem Zeitfenster fuhren wir mit unseren Fahrrädern in Richtung des etwa 19 Kilometer entfernten Ziegenhofs. Wir hatten einen leichten Rückenwind und so kamen wir entspannt und trocken auf dem Ziegenhof an.

Man kann sich den Stall angucken und die Kinder können die ca. 60 weißen deutschen Edelziegen mit Heu versorgen. Käse und Milch wechselten natürlich im Hofladen den Besitzer und wir machten uns wieder auf den Heimweg.

Vierter Tag auf Föhr

Die Nacht war wieder sehr stürmisch und regnerisch. Am Tag zogen die Wolken super schnell vorbei und wenn man dachte, gleich könnte man eine Runde spazieren gehen, so fing es auch schon wieder an zu regnen. Also verbrachten wir einen Großteil des Tages gemütlich im Wohnmobil. Am Nachmittag ergab sich aber ein schöner bzw. trockener Moment und wir flitzen zum Strand und genossen die Sonnenstrahlen.

Fünfter Tag auf Föhr

Heute war mal früh aufstehen angesagt, weil die Kids hatten um 10:00 einen Termin „Bunter Perlenspass für kleine Glitzerladys“ in Wyk auf Föhr. Hier wurden 2 Stunden lang Traumfänger oder Sterne aus Perlen gebastelt. Ich habe die Zeit entspannt mit einem Buch im Wohnmobil verbracht und Sonja war shoppen.

Danach sind wir für zwei Stunden in Schwimmbad Aquaföhr gegangen. Alle 30 Minuten ist hier Wellengang angesagt und es gibt auch eine kleine Rutsche. Nicht das Mega moderne Bad, aber bei 16,50€ als Familienkarte für 2 Stunden, ist das mehr als OK.

Nach dem Schwimmen kurz fürs Abendessen einkaufen und wieder auf den Stellplatz, um ein Zeitfenster ohne Regen abwarten. Als dieses gekommen war, ging es kurz an den Strand. Leider war der Ausflug nur von kurzer Dauer. Das Wetter spielte einfach nicht mehr mit. Egal spielen, kochen und es sich im Wohnmobil gut gehen lassen, war angesagt.

Sechster Tag auf Föhr

Der Sturm Xavier tobt über den Norden von Deutschland und hier auf Föhr merken wir den Sturm ganz schön. Bis zum Nachmittag war an einen Spaziergang nicht zu denken. Gegen 15:00 gab es aber endlich ein kleines Zeitfenster und so machten wir und wieder auf den Weg zum Strand. Der Steg war gestern übrigens noch voll begehbar.

Ein paar Surfern und Kitern schien das Wetter aber nicht viel auszumachen und so drehten sie beeindruckend ihre Runden. Als dann aber eine dunkle schwarze Wand aufzog, machten wir uns auf den Rückweg und schafften es genau rechtzeitig.

Am nächsten Tag ging es wieder aufs Festland und weiter nach Travemünde, wo die Kids die letzte Ferienwoche bei Oma und Opa verbringen. Wir beide machten uns dann noch einen schönen Abend in Hamburg, bevor es wieder nach Hause ging.

Feste Kosten
Fährkosten (Wohnmobil, Heckträger, 2 Erwachsene, 2 Kinder, Hund) 204,55€
Stellplatzkosten 7 Tage 119,00€
Wasser, Strom, Waschmaschine und Trockner 20,00€
Kurbeitrag 31,10€
1 Gasflasche zum Heizen und Duschen 14,90€

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1 Kommentar

  • Michael

    14. Oktober 2017

    Vielen Dank für den Bericht! Hattet ja leider etwas Pech mit dem Wetter, trotzdem sehr interessant zu lesen.

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