In neuen Wohnmobilen von LMC, ist bereits serienmäßig eine Rückfahrkamera eingebaut. Diese verfügt aber leider nicht über eine äußerst praktische und eigentlich zum Standard gehörende Nachtsichtfunktion per Infrarot LED´s. Auch gegen Mehrpreis ist eine solche Kamera bei LMC auf Rückfrage nicht zu bekommen, was ich nicht verstehen kann.

Also habe ich mich selber ans Werk gemacht und im ersten Schritt einmal geschaut, welche Kamera verbaut ist. An der vorhandenen Verkabelung wollte ich nichts ändern und „nur“ die Kamera selbst austauschen. Im linken Hängeschrank über die Querbett, befindet sich ein Zugang für die Kabel vom Bremslicht und der Rückfahrkamera.

An dem Kabelbaum habe ich ein Etikett mit der genauen Bezeichnung der Kamera gefunden. Es handelt sich hierbei um eine ROSHO RK 1707 M, mit einem Blickwinkel von 150°.

RK 1707 M IR

Der Hersteller bietet ein baugleiches Model mit der Bezeichnung RK 1707 M IR (CM-5-150-02) an, welche wie die Buchstaben IR schon vermuten lassen, über eine Infrarot (6 LED´s) Nachtsichtfunktion verfügt. Ich habe mir daraufhin vom Hersteller bestätigen lassen, dass ein einfacher Tausch der Kamera möglich ist. Man muss lediglich zu der Kamera, auch den passenden O-Ring für die Befestigung in einem Bohrloch bei der Bestellung mit angeben. Die Gesamtkosten betrugen knapp 130,00 € direkt beim Hersteller.


Technische Daten der RK 1707M IR

Bildsensor CMOS – Sensor
Auflösung 960 x 480
Helligkeitsabgleich Auto
Videosignal 1 Vs-p, 75 Ohm
Blickwinkel 170°
Lichtempfindlichkeit 0 Lux (6 IR LED)
Spannungsversorgung  12 – 24V
Stromaufnahme  +/- 130mA
Betriebstemperatur  -30°C ~ +85°C
Gehäuseschutzklasse  IP 67
Abmessungen (mm)  30,8 x 34,7
Gewicht (g)  100



Der Tausch der Kamera ging recht einfach und dazu löst man von außen behutsam zuerst die Dichtungsmasse am O-Ring der Kamera. Das geht am besten mit einem passenden Zierleistenkeil, damit man nichts verkratzt. Danach hebelt man die Kamera langsam aus der Öffnung heraus. An das Ende vom Anschlusskabel der alten Kamera im Schrank, habe ich einem Draht gebunden, damit das Kabel der neuen Kamera, bequem von außen nach innen geführt werden kann. Jetzt nur noch den O-Ring der Kamera mit etwas Dichtungsmasse, oder Silikon versehen und die neue Kamera einsetzen.

Jetzt sehen wir auch bei Nacht, was hinter dem Fahrzeug alles passiert und ein Ein- und ausparken, ist sicherer und auch alleine umzusetzen. Der Tausch hat sich für uns auf jeden Fall gelohnt und der Aufwand betrug insgesamt keine 30 Minuten.

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Marc Broch

Hallo! Mein Name ist Marc und bin glücklicher Besitzer eines Wohnmobils. Ich freue mich jedesmal auf Veränderungen am Fahrzeug und natürlich auf neue Touren mit der Familie.

Wir haben das Campen als eine sehr schöne Alternative zum eher „klassischen“ Hotelurlaub für uns entdeckt und sind seit Ende 2015 mit einem Wohnmobil in Europa unterwegs.