Heizlüfter sind eine wirklich praktische Ergänzung für die in der Regel verbaute Gasheizung im Reisemobil. Es gibt von Truma zwar auch Modelle mit einem (E) in der Bezeichnung, welche dann auch mit Strom betrieben werden können, aber nicht jeder hat so ein Model. Wir nämlich auch nicht und weil wir uns nicht komplett vom Gas abhängig machen wollen, stand die Anschaffung eines Heizlüfters an. Hierzu muss man aber für den Einsatz auf Camping und Stellplatz, aber einiges beachten.

Heizlüfter gibt es viele und auch sehr günstige Modelle aus dem Baumarkt. Warum also ein spezielles Model für den Einsatz beim Camping? 

Für einen solchen Einsatz bietet sich ein Keramikheizer an, weil die Heizelemente bestehen aus Keramikplatten. Keramik kann nicht durchbrennen, glüht nicht und erhitzt sich „nur“ auf rund 200 Grad Celsius. Heizdrähte schaffen bis mehr als 1.000 Grad Celsius. Das minimiert also auch die Gefahr, sich verbrennen, und sie verursachen auch keinerlei Staubverbrennung, was nicht nur für Allergiker gut ist. Man muss bei der Anschaffung auch darauf achten, dass einem auf hoher Stufe die Stromkosten kein Problem bereiten und einem die Sicherung vom Campingplatz nicht um die Ohren fliegt. Zwar sind in Deutschland die meisten Plätze mit zehn oder sogar 16 Ampere abgesichert, aber im Ausland sieht das ganz anders aus. Hier ist meistens bei 3 Ampere Schluss und spätestens wenn noch weitere Verbraucher wie ein Kompressorkühlschrank am Strom hängen, dann steht man hier schnell im Dunkeln.

Rechenweg für den Verbrauch eines Gerätes, etwa von einem handelsüblichen Heizlüfters auf höchster Stufe mit 1.800 Watt:  (1.800 W/230 V = 7,8 Ampere).

Der AWN Thermal plus* verfügt über einen EcoModus und bleibt dann bei unter 500 Watt und liegt somit bei maximal 2,2 Ampere. Er würde also auch auf sehr schwach abgesicherte Plätzen noch gut zurechtkommen und keine hohen Kosten erzeugen.

Üblicher Preis auf dem Campingplatz für 1 eine Kilowattstunde sind 50 Cent. In der Eco Stufe würden 12 Stunden somit 3 Euro kosten. Bei machen Plätzen zahlt man auch nach Zeit, oder hat gleich eine Pauschale, was das ganze dann noch viel interessanter macht.

Der Heizlüfter kann auch ununterbrochen betrieben werden, denn er verfügt über einen eingebauten Überhitzungsschutz und ein interner Schalter stoppt den Wärme- und Luftausstoß falls das Gerät umkippt. Das Gerät arbeitet leise und vibrationsfrei.

Mit seinen Maßen von (BxHxT): 150 x 210 x 130 mm, findet er überall noch ein Plätzchen und trägt mit seinen 1,48 Kilogramm, auch nicht negativ zum Gesamtgewicht bei.


Ich habe in den einzelnen Stufen einmal den Stromverbrauch gemessen.

  • Eco Modus
    493 Watt
    2,2 Ampere
  • Normaler Modus Stufe 1
    1117 Watt
    4,48 Ampere
  • Normale Stufe 2
    1182 Watt
    5,13 Ampere
  • Normale Stufe 3
    1258 Watt
    5,46 Ampere
  • Normale Stufe 4
    1323 Watt
    5,75 Ampere
  • Normale Stufe 5
    1377 Watt
    5,98 Ampere
  • Stufe 6
    1400 Watt
    6,08 Ampere


Die Verarbeitung AWN Thermal plus durchweg sehr gut. Der EcoModus ist super praktisch und die Lautstärke der Lüfter auf einer der niedrigen Stufen, ist sehr moderat. Somit ein perfekter Begleiter für jeden Camper. Der AWN Thermal plus, ist übrigens baugleich mit dem Berger Keramik-Heizer PLUS*, nur halt günstiger.

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2 Kommentare
  1. Gue sagte:

    Bei einem Keramiklüfter sollte man am Produktfoto aber keine Heizdrähte erkennen können, oder? Sieht für mich irgendwie aus wie normaler Heizlüfter? Wir haben ja auch etwas länger nach eine passende Heizlösung gesucht, bei uns ist es nach eingein Versuchen der Honeywell HZ220 geworden. Vorteile: SEHR leise, auch beim nächtlichen Einschaltvorgang durch das Thermostat wacht man nicht auf, die Temperatur wird über Nacht wirklich sehr gut gleichmäßig gehalten, genau die passende Größe & Gewicht, sehr stabiler Stand, kann trotzdem leicht in einem Hochschrank verstaut werden. Nachteile: Niedrigste Leistung sind immer noch 1000W (=4,35A), damit hatten wir bis jetzt aber noch keine Probleme! Sicherer Betrieb trotz Thermostat wohl nur bei Anwesenheit. Das gilt aber auch für den HeatMaster 90x60cm Heizteppich den wir dazu verwenden. Mit dieser Kombination heizen wir seit 2 Jahren eigentlich immer nur mit Strom, wir sind aber auch keine Wintercamper und hatten beim Campem noch nie weniger als 4 Grad Außentemperatur ;-)

  2. Marc
    Marc sagte:

    Die auf dem Foto zu sehenden Elemente erhitzen sich nicht, wie es bei einem normalen Heizlüfter der Fall ist. Er hat leider kein Thermostat und würde somit durchgehend laufen, auch wenn die „gewünschte“ Temperatur längst reicht ist. Das ist meiner Meinung nach der einzigste Nachteil. Ansonsten ist der top und mir war die niedrige Leistung sehr wichtig. Das einem bei über 3 Ampere die Sicherung ansonsten rausfliegt, haben wir in Italien und in Schweden bereits erlebt. Sonst macht der Honeywell aber auch einen guten Eindruck.

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