Damit das Wohnmobil auch im Winter schön warm bleibt, müssen ein paar Voraussetzungen vorhanden sein. Das wichtigste ist hierbei eine gute Heizung und die meisten werden sicherlich ein Model des Marktführers Truma verbaut haben. Gut wer hier ein (E) Model hat, denn so kann man neben Gas, auch mit Strom heizen, was für mehr Unabhängigkeit sorgt.

Sehr gute Erfahrungen haben wir auch mit der Truma Duo Control CS* gemacht, welche nicht nur das Betreiben der Gasanlage während der Fahrt erlaubt, sondern automatisch von der leeren, auf die zweite volle Flasche umschaltet. Für einen zusätzlichen Komfort, sorgt das Bedienteil Truma CP Plus, an dem man seine gewünschte Temperatur einstellen kann und neben weiteren praktischen Funktionen, vor allem per Zeitschaltuhr bietet. So ist etwa um 16:30 bereits schön warm im Wohnmobil, wenn man wieder von der Skipiste kommt und der Raum tagsüber ansonsten nur auf 6 Grad beheizt war.

Die Truma Fernanzeige DuoC mit EisEx, ist auch eine praktische Erweiterung für die Truma Heizung. Zum einen zeigt sie einem an, auf welcher Flasche man gerade unterwegs ist und einer die EisEx Funktion, welche einen gegen die Reglervereisung schützt. Im Prinzip genügt natürlich die eigentliche Heizung und unsere Truma Combi 6, schafft eine Nennwärmeleistung von 6000 W und das reichte aus, um den LMC Breezer bei -10 Grad Außentemperatur drinnen schön warm zu bekommen. Das liegt aber auch mit daran, dass LMC XPS im gesamten Korpus verbaut. Diese Hochleistungs-Isolierkern aus XPS-Schaum hält die Kälte im Winter draußen und schützt im Sommer gegen große Hitze.

Hier ist dann halt „nur“ der Gasverbrauch deutlich höher. Wenn man keine (E) Version einer Truma besitzt, wie es bei uns der Fall ist, dann ist man auf Gas angewiesen, oder man legt sich einen kleinen Keramik Heizlüfter* zu. Ich werde das für Camper sehr gut geeignete Model, in den nächsten Tagen noch hier im Blog vorstellen.

In Planung ist bei uns der Einbau eines Gastanks oder zwei Alugasflaschen, anstatt der beiden schweren Stahlflaschen. Ziel ist das bequeme tanken von LPG und hierzu werde ich mich beim Einbau unserer Solaranlage von Guido Neiken mal in Ruhe beraten lassen.

Isolierung

Die größte Problemstelle am Wohnmobil ist hier das Führerhaus. Die Kälte zieht hier vor allem im Bereich der Pedale rein und natürlich durch die Front- und Seitenscheiben. Eine einfache Frontscheiben-Abdeckung* aus dem Baumarkt, welche es auch mit 2,3 Meter Breite gibt, wirkt hier bereits kleine Wunder. Auch entfällt das Eiskratzen am nächsten Tag. Eine weitere Matte kann man auch einfach in den Fußbereich vom Fahrzeug legen. Das ist dann die einfachste und günstigste Art, die Kälte draußen zu lassen. Eine solche Matte schützt einen im Sommer auch vor starker Aufheizung.

Doch noch um einiges dicker und somit besser dämmend, ist die passgenaue Matte von Hindermann* für den Fiat Ducato inkl. den Seitenfenstern. Für den Fussraum gibt es auch von Hindermann, eine passgenaue Fußraumisolierung für den Ducato. Wer also nur mal ein paar Tage im Jahr bei Kälte unterwegs ist, dem reicht die Heizung und solche Matten bereits.

Wie auch im Weinsberg CaraBus haben wir auch im LMC Breezer von Remis die Seiten-und Frontscheibenverdunkelung* Remifront verbaut. Die ausziehbaren Plissees, schützen einen nicht nur vor neugierigen Blicken, sondern sind von der Außenseite isoliert und somit schützen sie auch vor Wärme und Kälte. Eine Nachrüstung ist hier problemlos möglich.

Dann gib es auch verschiedne Varianten von Thermovorhängen*, die das Fahrerhaus vom Wohnraum trennen und natürlich die großen Bugschutzplanen*, mit denen man auch sein ganzes Fahrzeug wie ein Bonbon einpacken kann.

Wer keinen doppelten Boden im Wohnmobil hat, der sollte auf jeden Fall einen Teppich verlegen, damit die Kälte nicht so gut von unten ins Fahrzeug kommen kann und die Füße nicht so kalt sind. Wir haben uns diesmal einen passenden Teppich gegönnt, aber es geht auch deutlich günstiger. Im CaraBus hatten wir damals den Ikea Schutzfangteppich Lynäs verlegt. Der lässt sich sehr gut schneiden und erfüllt voll seinen Zweck. Für das Fahrerhaus, sollte man auch eine passende Fahrerhausmatte für den Ducato verwenden.

Fussmatte1

Kondenswasser

Auch wenn bei LMC Hinterlüftete Möbel verbaut sind, welche der Luft im Innenraum die Möglichkeit geben, zu zirkulieren, muss man vor allem auf Schwitzwasser achten. Die Feuchtigkeit entsteht nicht nur durch Kochen, Duschen, oder die nasse Kleidung, sondern vor allem durch uns selbst beim atmen. Um die Feuchtigkeit aus dem Wohnmobil zu bekommen, empfehle ich einen Raumentfeuchter*, welcher mit einem Granulat-Block Räume (50 m²) bis zu 3 Monate trocken hält und das ganz ohne Stromverbrauch.

Beim Kochen wird immer das Dachfenster geöffnet, damit der Dampf gut abziehen kann. Auch ein Stoßlüften kann etwas bringen, ist nur ist dieses im Wohnmobil deutlich schwerer als es im Kastenwagen damals der Fall war.

Wasser und Abwasser

Das Fahrzeug muss natürlich beheizt sein, damit einem die Abwasser- und Wasserleitungen nicht einfrieren. Das gilt auch für Abwasser- und Frischwassertank, aber hier reicht es tagsüber natürlich die Temperatur so auf 6 bis 8 Grad zu stellen, wenn man gar nicht „Zuhause“ ist. Aber man sollte sicherstellen, das der Abwassertank isoliert bzw. beheizt ist. Vor allem bei älteren Fahrzeugen ist das nämlich nicht der Fall. Aber auch dann kann es zu doofen Problemen beim öffnen des Abwassertanks kommen. Zuerst ist uns beim ersten Einsatz der Ablaufschlauch eingefroren und beim zweiten Einsatz noch das Ventil bzw. der Außenmechanismus zum öffnen des Ventils. Diesen Bereich habe ich jetzt mit einer einfachen Frontscheiben-Abdeckung aus dem Baumarkt isoliert.

Wenn Ihr keinen isolierten bzw. beheizten Abwassertank besitzt, bietet sich ein passender Abwasser Kanister* an. Ich habe mich extra für diese günstigere Variante, ohne eine Trolleyfunktion entschieden und lieber eine Mini Sackkarre dazu genommen. Die kann ich auch für andere Zwecke wie dem transportieren von Gasflaschen nutzen. Einen solchen Abwasser Kanister braucht man aber dann, wenn man den Platz zum Ablassen nicht verlassen möchte, was ja gerne mal auf Campingplätzen im Sommer der Fall ist.

Sollte euch aber dennoch mal der Tank, oder eine Leitung einfrieren, dann ist Ruhe bewahren angesagt. Das eine Leitung oder platzt kann zwar passieren, ist aber eher unwahrscheinlich. Dann einfach schön die Heizung aufdrehen und alles abtauen lassen. Man kann in den Abwassertank auch mal ein bisschen Frostschutzmittel einfüllen, damit sie erst gar nicht einfrieren. Ist aber natürlich für die Umwelt nicht so toll und sollte man vermeiden, wenn es irgendwie geht.

Weitere Hilfsmittel

Es ist im Winter immer ganz wichtig, den Schnee und das Eis vom Fahrzeug zu entfernen. Dafür benötigt man einen Eiskratzer mit einem Besen* und eine Schaufel*. Wer auch sein Dach von Eis und Schnee befreien möchte, benötigt in der Regel eine Teleskopleiter*. Wenn man trotz aller Vorbereitungen doch mal liegen bleibt, sollte man ein passendes Abschleppseil*,  Starthilfekabel* und eine praktische Stirnlampe* mit dabei haben.

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Marc Broch

Hallo! Mein Name ist Marc und bin glücklicher Besitzer eines Wohnmobils. Ich freue mich jedesmal auf Veränderungen am Fahrzeug und natürlich auf neue Touren mit der Familie.

Wir haben das Campen als eine sehr schöne Alternative zum eher „klassischen“ Hotelurlaub für uns entdeckt und sind seit Ende 2015 mit einem Wohnmobil in Europa unterwegs.