Wie auch beim Kauf eines PKW, so wird auch beim Wohnmobil gerne ein All-in-One Gerät, oder auch Moniceiver genannt, vom Händler direkt mitverkauft. Damit kann man nicht nur Musik oder Radio hören, sondern neben der Funktion als Monitor für die Rückfahrkamera, dient es gleichzeitig als Navigationsgerät. Ich persönlich halte von solchen Geräten überhaupt nichts. Viel zu teuer und das Kartenmaterial ist meisten schon bei der Auslieferung veraltet und mit der eigentlichen Software und dessen Bedienung, sowie mit der Möglichkeit von Softwareupdates, ist das leider auch immer so eine Sache.

Selbst von einem reinen schon sehr guten portablen Navi, wie dem Garmin camper 760LMT-D EU*, halte ich nicht so viel. Die Geräte sind auf die reine Navigation beschränkt und kosten dafür dann auch wiederum viel zu viel Geld. Meine persönliche Empfehlung ist eine Kombination aus einem Doppel DIN Radio, mit der Möglichkeit die Rückfahrkamera anzusteuern und einem Tablet mit GPS, oder einem Smartphone.

Als Doppel DIN Radio verwende ich das Pioneer MVH-AV280BT, welches ich hier im Blog bereits ausführlich vorgestellt habe und als Tablet ein iPad, wobei mein iPhone 6s Plus auch ausreicht. Es kann hierfür natürlich auch ein Gerät mit Googles Betriebssystem Android sein. Am Ende bekommt man in der Kombination einfach deutlich mehr für Geld und ist seitens der Software oder Hardware einfach viel flexibel.  

Es geht hierbei mehr um die Software, als um die Hardware. Wem die Displaygröße seines Smartphones schon genügt, der braucht „nur“ noch eine Halterung und hier seinem die OSO Smart Touch Air Vent Magnetic* (Testbericht) empfohlen, welche über eine Springfeder verfügt und dadurch sehr stabil an der Lüftungslamelle befestigt werden kann.

Als Navigationssoftware würde ich persönlich immer wieder zu Navigon als Europa Edition, mit Lebenslangen Updates und einem sehr großem Funktionsumfang greifen. Es darf aber natürlich auch eine andere Software sein, solange man bei dieser Informationen zum eigenen Fahrzeug eingeben kann. Also Länge, Breite, Höhe und Gesamtgewicht. Nur so kann man sich darauf verlassen, nicht unter einer Bücke festzustecken, oder auf einer Brücke einzustürzen.

NAVIGON Europe
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Preis: 79,99 €+
  • NAVIGON Europe Screenshot

Wenn man sich für ein Tablet entscheidet, hat man während der Fahrt einen schönen großen Bildschirm für die Navigation und nach der Fahrt, auch gleich noch ein Tablet zum Filme gucken, Internet surfen und zum Spielen. Wer einen Stellplatz sucht, sollte sich auf Apps wie etwa Stellplatz Radar von der Zeitschrift promobil verlassen, die sich genau darauf spezialisiert haben. Die GPS Koordinaten vom Platz, kann man dann in Navigon eingeben.

Stellplatz-Radar
Preis: Kostenlos+

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9 Kommentare
  1. Lars sagte:

    Ich bin viel mit Navi auf dem Handy durch die Gegend gefahren. Schon mit einem Nokia Symbian und HTC P3300, durch ganz Europa. Inzwischen nutze ich Navisoftware auf dem Handy (iPhone) aus Prinzip heraus nicht mehr. Zuviel Ablenkung vor der Nase bei Smartphones! Das Handy ist bei mir im Fahrzeug als Navi tabu. Dann lieber ein günstiges TomTom. Um sich allerdings in einer unbekannten Gegend zu Fuß zu organisieren, ist die Karten Software auf dem Handy top.

    Ansonsten gehört trotz moderner Technik eine analoge Straßenkarte mit ins Auto. Rettet einen zwischendurch durchaus mal. 😉

    Navigon gibt es bei der Telekom als Select Version für Kunden übrigens für zwei Jahre kostenlos und kann über iTunes und Play Store bezogen werden. Aktuell gibt es Navigon auch bei Amazon kostenlos: https://www.amazon.de/dp/B019C5LZX4 sogar inkl. InApp Käufe, was einen Wert von 140Euro für lau bedeutet.

    Gruß
    Lars

  2. Marc
    Marc sagte:

    Wie immer gibt es verschiedene Wege nach Rom und Navis helfen einem halt nur dabei. Es gibt neue 7″ Tablets für sehr kleines Geld und dann „nur“ noch Navigon drauf und schon kann los gehen. Die von Dir als kostenlos verwendete Version, blendet Werbung ein, was sicherlich auch keine so gute Idee ist.

  3. lars sagte:

    Bei der Telekom ist definitiv keine Werbung dabei. 😉 Bei Amazon habe ich noch nicht getestet, wenn auch schon auf einem Fire drauf. Soweit ich das aber auf die Schnelle sehe ebenfalls Werbefrei. Man zahlt aber eben mit der „Überwachung“ durch Amazon. Aber wo tut man das dank Cookies und Co nicht sowieso? 😉

  4. Gue sagte:

    Also derzeit ist das Navigon Europe ja für 55€ zu haben, aber wenn man in der Beschreibung mal genau nachliest dann ist da nur der aktuelle Kartenstand zum Kaufzeitpunkt inkludiert und für weitere Updates muss man sich dann nochmals die Fresh Maps XL dazu kaufen für 20€ pro 2 Jahre?
    Es wird auch noch die Truck Navigation für einmalig 40€ angeboten, braucht man diesen In-App-Kauf denn auch für die Wohnmobil/Wohnwagen-Navigation?
    Ich teste die Navigon-App (ohne Europe) für 7 Tage und da fehlen z.B. die Einstellungen für Länge/Breite/Höhe/Anhänger komplett und auch die Zielzeit ist dementsprechend falsch…
    Wäre echt der Hammer wenn du uns mit deinen Erfahrungen bezüglich des Navigon am iPhone am laufenden halten würdest 🙂
    Zum Thema Ablenkung sei noch schnell gesagt dass ich meine iPhone-Halterung absichtlich fix im Sichtbereich montiert habe damit ich den Navischirm immer mit einem Auge im Blick habe und auch die Touch-Bedienung keine Ablenkung darstellt. Das hat sich inzwischen schon seit 3 Jahren zum Urauben im Ausland bewährt, begonnen hab ich mit dem iPhone 5 und Tomtom, danach kurz mit CoPilot (war leider rausgeworfenes Geld) und derzeit mit dem iPhone 6s (perfekte Größe) und dem sogar kostenlosen Nokia HERE klappt das schon richtig gut (auch offline!), nur hat das halt leider keinen Wohnwagen/-mobil Modus…

  5. Marc
    Marc sagte:

    Hi, was die Kosten angeht, so kann ich hier nicht viel beitragen. Habe NAVIGON Europe damals zur Einführung der App für 50,00 Euro gekauft. Für Karten updates, welche einmal im Quartal kommen, habe ich noch nie etwas bezahlt, aber würde es sofort tun.

    Die Truck Erweiterung beinhaltet die Option Länge, Höhe und Breite einzugeben und passt auch die Geschwindigkeit auf die eines Wohnmobil an. Passt alles perfekt wie ich finde. Ja die Erweiterung ist für „lediglich“ dieses von mir genutzte Option recht teuer, aber jeden Cent wert. Nur so fährt man nicht unter einer zu niedrigen Brücke her und schottet sein Fahrzeug.

    Habe das iPhone 6s Plus im Einsatz. Optimal von der gösse her und hängt genau in der Mitte der Konsole an einer magnetischen Halterung, welche wiederum an der aufklappbaren Tablet Halterung vom Fiat Ducato befestigt ist. Von meiner Seite aus ist NAVIGON eine absolute Empfehlung

  6. Gue sagte:

    Danke für die Antwort! Bei einem Gesamtpreis von 95€ werde ich dann wohl doch noch etwas abwarten ob du vielleicht in nächster Zeit noch weitere Erfahrungen damit postest 🙂

  7. Marc
    Marc sagte:

    Oh fahre wie gesagt seit Anfang an mit der NAVIGON App auf dem iPhone oder dem iPad mini. Ich werde nicht wechseln. Bin rundum zufrieden!

  8. Michael Merklinghaus sagte:

    He marc,
    die „promobil“ App, zum suchen der Stellplätze, funktioniert die nur aufm Smartphone? Weil ich auf dem iPad nix finde, bzw. angezeigt bekomme.
    Wenn ich z.B. Skagen oder Hirtshals in DK eingebe, dann zeigt mir die App aufm iPad einen Ort in Thailand (!!!!) an oder er kennt ihn nicht! Oder auch Renesse in NL hat er irgendwo bei Stuttgart!!!
    Was läuft da schief? Ich nutze die Navigon Karte, welche als Navi (!!) NUR D, A und CH hat. Hat das damit evtl. was zu tun?

    Gruß Michael

  9. Marc
    Marc sagte:

    Hi Michael, es gibt die nicht als iPad App. Kannst die trotzdem installieren. Musst nur bei der Suche ankreuzen, das sich Apps angezeigt werden, die für das iPhone sind.

    Sieht aber gruselig aus. Sieht auf dem iPhone ja schon gruselig aus

    Du kannst natürlich im navigon nicht nach Orten suchen, für die das naiv keine Karten hat. Das kann nicht klappen

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