Ein Leser hat mich bezüglich unseres CaraBus angeschrieben und mir für seine Kaufentscheidung ein paar Fragen gestellt, die ich natürlich gerne beantworte und damit auch andere davon profitieren können, werden die Fragen hier im Blog beantwortet.

Wie kommt Ihr klar mit dem Verstauen des ganzen Gepäcks, also Klamotten? Ihr ward ja jetzt auch schon bei recht kalten Tagen unterwegs?

Super! Hinten über dem Bett gibt es vier große Fächer für Klamotten und das reicht auch für 3 Wochen. Wir kamen insgesamt super mit dem Platz aus und hatten eigentlich auch zu viel an Klamotten mitgenommen. Wie im Reisebericht erwähnt, kann man unterwegs auch ohne Probleme mal waschen und einen Trockner benutzen und für alles was nicht gebügelt werden muss, ging das ohne Problem. Ansonsten ist der Kofferraum wirklich groß genug und hier habe ich einen variablen Zwischenboden eingebaut und es passen jeweils 4 Klappkisten mit 46 Litern rein, oder 4 unten und oben eben das ganze andere Zeugs wie 4 Stühle, Tisch usw.

In dem Fach unter der Sitzbank ist mein ganzes Werkzeug, Kabeltrommel, Stecker usw. verstaut und in dem sehr großen Fach, welchen komplett über das Bad geht und auch vom Bett aus zugänglich ist, haben die Kids „tonnenweise“ Spielzeug. Das können sie sich dann auch Morgens vom Bett aus holen , damit die Eltern noch ein paar Minuten dösen können.

Der Schrank unter dem Kühlschrank ist unser Lagerraum für Getränke und Lebensmittel und wurde mit Fächern bzw. Kisten erweitert. Über dem Kühlschrank ist noch ein Schrank und hier findet zum Beispiel ein Korb mit den „aktuellen“ Schuhen seinen Platz, damit die zum Beispiel Abends im Bus nicht auf dem Boden rumliegen. Auch Winterjacken haben wir dort (an der Stange) untergebracht, bevor sie später in den Kofferraum gewandert sind. Alles in allem hatten wir keinerlei Probleme alles für unseren Urlaub unterzubringen und das auch nicht bei dem ganzen Zeugs, was wir so für die unterschiedlichen Wetterbedingungen mitgenommen haben.

Was ist eine angenehme Reisegeschwindigkeit, mit dem Hochdach und mit den 130 PS? Wir hatten 150 PS im Hymer und ich bin meistens 125-130km/h gefahren (Autobahn)

Läuft! Autobahn und überholen ist echt kein Thema! Die 130 PS reichen vollkommen aus, um wirklich gut mithalten zu können und auch die teilweise sehr steilen Bergstraßen in Österreich und Italien sind damit kein Problem. Hey klar düst man nicht mit 160 Sachen den Berg hoch, wie es manche Autofahrer machen, aber das würde ich auch mit einem PKW nicht machen müssen/wollen und ich nun auch im Urlaub, also keinen Stress. Zeit gewinnt man eh kaum, ob man 110 oder 140 fährt, merkt man eigentlich nur am Verbrauch und das ist beim PKW wie beim Wohnmobil das gleiche Thema. Ich würde (wenn möglich) aber die Automatik wählen, denn das ist nochmal eine Nummer entspannter und wollen wir die nicht mehr missen.

Wie klappt das mit dem Heizen, kannst Du Dämmung und die Heizleistung empfehlen?

Wir haben eine Truma Combi 4E mit einer Nennwärmeleistung von 4000 W und können somit auf Gas und Strom heizen. Bei manchen Stellplätzen war Strom inkl. und das habe ich natürlich genutzt. Das gleiche wie bei unserem Absorberkühlschrank, welcher auch auf Strom und Gas laufen kann. Heizleistung ist super! Bis der Boiler das Wasser zum Duschen auf 60° gebracht hat, dauert es nur 15-20 Minuten. Geht also sehr fix. Auch das aufheizen des Raumes (ist ja klein) geht super schnell. Geht man also wandern (draußen um do 0°)  lässt man die Heizung auf Stufe 1 und wenn man zurückkommt, stellt man sie auf Stufe 5 und nach maximal 10 Minuten ist es über 20° im Bus, wobei es selbst bei stufe 1 nicht wirklich kühl wird.

Ich wollte noch das Bedienteil Truma CP plus nachrüsten, da hat man dann ein paar nette Funktionen wie Wasserboost, Gebläsemodi, genauer Raumtemperatur, Zeitschaltuhr usw. und man(n) kann dann auch die Truma iNet Box nachrüsten und aus der Ferne per SMS die Heizung fernsteuern. Quasi kurz vor dem ankommen, schon mal die Temperatur auf „exakt“ 21.5° bringen. Ist aber natürlich wie eine Klimautomatik schon Spielerei die auch bezahlt werden muss (500-700€) und muss somit gut überlegt werden.

Dämmung ist ebenfalls super und wir habe sehr oft andere Fahrer gesehen, die Ihr Auto bzw. die Scheiben mit Isoliermatten „zugedeckt“ haben. Bei uns war das nicht nötig. Einfach die Remis‐Front‐ und Seitenscheibenrollos runter und es bleibt im Bus auch Nachts gemütlich warm. Selbst in Sölden bei -15° in der Nacht, stand die Heizung nur auf Stufe 1 und keiner hat gefroren.

Wieviel Gas hast Du ca. verbraucht bei dem Osterurlaub? (dabei möchte ich nur wissen ob vielleicht einmal 11 kg und einmal 5kg reichen würde?)

Nach 12 Tagen war die 1 Flasche 11kg Gas verbraucht (wobei die auch nicht zu 100% voll war) und die zweite wurde dann nach 12 Tagen angebrochen. Also ja du würdest auch mit 11 und 5 kg zu Recht kommen. Eigentlich keine schlechte Idee, eine 5kg Flasche als „Backup“ zu nehmen. Primäre ist die 11er Flasche und wenn sie leer ist, einfach die 5er anschließen und dann hat man ein paar Tage um die leere 11er Flasche zu tauschen.

Hat von euch schon mal jemand in dem Wagen geduscht? ist das praktikabel?

Ja fast jeden Tag! Auch wenn die meisten Stellplätze Duschen haben und zumindest in unserem Osterurlaub auch alle in einem sehr guten Zustand waren was so Thema Sauberkeit angeht, duschen wir doch am liebsten in den eigenen 4 Wänden und das geht auch erstaunlich gut. Es gibt einen Duschvorhang, mit einem Integrierten Fahrradschlauch und diesen kann man auch noch ein bisschen mit einer (dafür habe ich eine ganz kleine) Luftpumpe aufblasen. Dadurch dehnt sich dieser nach außen und vom Körper weg und klebt nicht an einem dran. Klar sollte man von den Körperlichen Abmaßen für das Bad nicht zu voluminös sein, aber wir (normaler Körperbau) hatten keinerlei Platzprobleme.

Der Wasserhahn bzw. die eigentliche Brause wird einfach raus gezogen und somit kommt ein langer Schlauch zum Vorschein. An der Decke gibt es dann dafür eine passende Halterung und so hat man beim Duschen praktischerweise die Hände frei. Das Wasser läuft durch zwei unterschiedlich positionierte Abflüsse am Boden auch sehr gut ab. Am Ende geht man kurz mit einem Lappen über den Boden und nimmt das restliche Wasser auf. Dauert keine 2 Minuten und schon ist das Bad wieder normal benutzbar.

Du hattest geschrieben das der Fahrradträger wichtig ist, der ist aber nur für 2 Räder und Ihr seid 4, wie wollt ihr das Regeln?

Wir haben hierbei das Gesamtgewicht unterschätzt. Der Träger ist nicht so schwer (wiegt alleine unter 10kg) aber mit zwei Rädern für die Erwachsenen und (was eh nicht passt) zwei kleinen Räder für die Kids hinten drin, wird es einfach zu schwer. Bei 3,5 Tonnen ist halt offiziell Schluss. Hier wollten wir uns 4 Tretroller von Hudora anschaffen. Klar ersetzt das keine Fahrradtour, aber sorgt doch für einen deutlich größeren Bewegungsradius. Ich habe schon zwei Modelle im Auge und werde darüber noch separat im Blog berichten.

Wieviel ‚Luft‘ habt ihr noch beim Gewicht?

Also wie wir die Gesamtmasse gut im Blick behalten, habe ich ja auch im Blog beschrieben und so können wir neben dem ganzen Zeugs auch mit genügend Lebensmittel, Frischwasser und Sprit losfahren und bleiben knapp unter der 3,5 Tonnenmarke.

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4 Kommentare
  1. gue sagte:

    Die Roller müssten halt zumindest Wiesen- und Schotterweg-tauglich sein da es auf vielen Campingplätzen keine asphaltierten Strassen gibt… Wir haben stattdessen die beiden Kinderräder am Fahrradträger und als Erwachsenenräder verwenden wir zwei vollwertige Dahon-20″-Falträder mit 7 Gängen (Bullhead) die wir direkt im Wohnraum festgezurrt haben. Das ist zwar nicht die günstigste Variante aber sie hat sich schon längst rentiert weil man mit den Dingern einfach überallhin fahren kann und sogar mehrstündige Radtouren sind angenehm zu fahren :-)

  2. Marc
    Marc sagte:

    Da hast du natürlich recht. Habe mir ein hudora big wheel 205 air dual brake zum testen bestellt. Die sollen dank der „großen“ Rädern mit Luft auch für solche Fälle geeignet sein. Ich guck mir aber auch mal die klappräder an, auch wenn ich befürchte, dass diese sich in einer ganz anderen Preisklasse bewegen.

  3. gue sagte:

    Naja rein für den Urlaub tun es natürlich auch die Aldi/Hofer-Klappräder um 200€ (selbst schon damit gefahren). Und wenn die mal geklaut werden sollten ist wenigstens der Schaden nicht gleich so hoch. Wir verwenden die Falträder ja nicht nur für den Urlaub sondern für alles andere auch und haben gar keine „normalen“ Fahrräder mehr. Deswegen haben wir uns da gleich besonders Gute (um knapp 600€) gegönnt und die passen einfach in jeden Kofferraum und so hat man sie auch öfter mal (z.B. in der Arbeit) mit dabei…
    Ich bin aber gespannt wie sich die BigWheel-Roller im Camping-Alltag so schlagen :-)

  4. Marc
    Marc sagte:

    Morgen ist er da und dann drehe ich ein paar Runden auf Waldwegen usw. und werde auch den Platzbedarf im Kofferraum prüfen.

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Marc Broch

Hallo! Mein Name ist Marc und bin glücklicher Besitzer eines Wohnmobils. Ich freue mich jedesmal auf Veränderungen am Fahrzeug und natürlich auf neue Touren mit der Familie.

Wir haben das Campen als eine sehr schöne Alternative zum eher „klassischen“ Hotelurlaub für uns entdeckt und sind seit Ende 2015 mit einem Wohnmobil in Europa unterwegs.