Eine Fußraumbeleuchtung ist für die einen reine Spielerei und für die anderen (wie für mich) eine große Bereicherung beim Thema Wohlfühlambiente. Seit über 15 Jahren habe ich in meinen ganzen Fahrzeugen immer irgendeine Art von Beleuchtung im Fußraum angebracht und so natürlich jetzt auch im Weinsberg CaraBus 601 MQH auf Fiat Ducato Basis.

Die LED Fußraumbeleuchtung* besteht aus 4 selbstklebenden LED Streifen von je 30 cm Länge, welche miteinander verbunden werden können. Der kleine Trafo wird mit 12V betrieben und verschwindet komplett hinter der Verkleidung in Höhe der beiden Flaschenhalter, also genau in der Mitte des Fußraums. Am Trafo befinden sich wiederum 3 Verbindungskabel, an denen dann die LED Streifen angebracht werden und ein Kabel mit einem Infrarot Empfänger am Ende. Über die Fernbedienung, kann man die verschiedene Farben auswählen und auch deren Helligkeit einstellen und die Beleuchtung darüber natürlich auch komplett ein- und ausschalten.

Der Einbau geht recht einfach und es liegen zwei Kabel für den 12V Anschluss bei. Das eine verfügt über einen Anschlussstecker für den Zigarettenanzünder und das andere dient zum direkten anzapfen der Stromversorgung. Ich wollte natürlich das am Ende keinerlei Kabel zu sehen sind und somit habe ich mit für den direkten 12V Anschluss entschieden. Der ganze Einbau ist in wenigen Schritten erklärt.

  1. Die Verkleidung beim Zigarettenanzünder muss gelöst werden. Dazu einfach unterhalb des Aschenbechers die Gummimatte herausnehmen und die darunterliegende Schraube lösen. Jetzt kann man die gesamte obere Verkleidung herausnehmen und kommt an die Anschlusskabel vom (rechten) 12V Zigarettenanzünder.
  2. Jetzt den Strom vom 12V Zigarettenanzünder mit dem beiliegenden Kabel abgreifen und das ist mit einer Lüsterklemme und etwas Isolierband schnell erledigt.
  3. Nun muss für das saubere verlegen der Kabel und das befestigen des Trafos, die vordere Verkleidung der beiden Flaschenhalter entfernt werden. Dazu auf beiden Seiten die kleine Abdeckung entfernen und dahinter ist jeweils eine Schraube und eine weitere Schraube befindet sich unter der Gummimatte unten in der Mitte zwischen den Flaschenhalter. Nachdem die drei Schrauben gelöst sind, kann man die gesamte Verkleidung vorsichtig nach vorne hin wegziehen.
  4. Das Kabel kann jetzt von oben nach unten durchgeführt und der Trafo einfach mit Gafferband* an der soeben entnommenen Verkleidung, unterhalb des kleinen Deckels befestigt werden. Zur Sicherheit würde ich den Stecker vom Stromkabel auch mit einem Klebestreifen an den Trafo kleben, damit er sich nicht während der Fahrt ablösen kann. In den Deckel einfach eine kleine Öffnung bohren und den Infrarot Empfänger nach vorne durchführen.
  5. An den Trafo wird nun das 3er Verbindungskabel für die LED Streifen angeschlossen, aber davon braucht man nur 2 Anschlüsse und legt eines nach links und eines nach rechts in den Fußraum. Daran werden jetzt die LED Streifen angeschlossen und zwar 2 Steifen pro Seite.
  6. Die bereits vorhandenen Klebestreifen werden aber nicht lange (wenn überhaupt) halten und daher empfehle ich hierfür einfach Heißkleber* zu verwenden. Der hält super gut, vor allem bei Unebenheiten und geht Rückstandslos wieder ab.
  7. Die LED Streifen (nach unten leuchtend) unten an der Verkleidung von Fußraum befestigen und die Verkleidung wieder anbringen und festschrauben.

Das war es schon und wenn man jetzt die Zündung betätigt, wird der Fußraum in der gewünschten Farbe und Helligkeit ausgeleuchtet. Mit der Fernbedienung lässt sich alles bequem ändern und die Einstellungen (Farbe usw.) bleiben auch gespeichert.


Hier noch ein rechtlicher Hinweis zum Thema Innenbeleuchtung

Es gibt aber auch in den Fahrerkabinen (Lkw) oder Fahrgasträumen von Pkw angebrachte Zierleuchten, deren Lichtaustrittsöffnungen nicht nach außen gerichtet sind. Solche sind dann den Innenbeleuchtungen zuzuordnen, da sie nur die Fahrerkabine ausleuchten bzw. verzieren sollen. Diese, zumeist farbigen Lämpchen, bleiben während der Fahrt oftmals eingeschaltet, um ein heimisches Ambiente zu erzeugen oder weil es einfach gefällt. In diesem Zusammenhang kommt es dann immer wieder zu Anzeigenfertigungen oder Verwarnungsgeldangeboten wegen eines Verstoßes gegen § 49 a StVZO, da hierin eine unzulässige lichttechnische Einrichtung erkannt wird. Leider ist festzustellen, dass diesbezügliche Anzeigen auf Grund der wirklich komplizierten Rechtslage auf Fehlinterpretationen der gesetzlichen Vorschriften beruhen und somit oftmals rechtsfehlerhaft oder sogar ungerechtfertigt sind. Einschlägige Vorschrift ist dann § 30 StVZO. Tatbestandlich wäre hier nämlich nachzuweisen, dass durch den Anbau und die Verwendung der Innenbeleuchtung zu Zeiten, in denen Beleuchtung erforderlich ist (§ 17 StVO), die vom Fahrzeug ausgehende Betriebsgefahr, beispielsweise durch Blendungen oder Spiegelungen erhöht ist (Gefahrenerhöhung). Wobei dann auch ein Erlöschen der Betriebserlaubnis i. S. d. § 19 Abs. 2 Nr. 2 StVZO vorliegt. Tatbestandsmäßig wäre auch eine Behinderung anderer Verkehrsteilnehmer. Hier läge dann ein einschlägiger Verstoß gegen § 1 StVO vor.

Im Gegensatz zu denen in § 49 a StVZO genannten lichttechnischen Einrichtungen, dienen Innenbeleuchtungen der Beleuchtung der Fahrerkabine und sind somit nicht für das Signalbild verantwortlich. Hierbei dürfen die Lichtaustrittsöffnungen jedoch nicht unmittelbar nach Außen gerichtet sein, da dadurch das Signalbild beeinträchtigt werden kann und nach allgemeiner Rechtsmeinung damit eine unzulässige lichttechnische Einrichtung i. S. d. § 49 a StVZO vorliegt.

Da, wie bereits festgestellt, bezüglich der Innenbeleuchtungen an anderen Kfz als KOM keine expliziten Vorschriften erlassen wurden, sind für Innenbeleuchtungen weder bestimmte Farben, noch eine Mindest- oder Maximalleuchtkraft oder bestimmte Arten der Leuchtmittel vorgeschrieben. Ebenso ist nicht vorgeschrieben, dass Innenbeleuchtungen während der Fahrt auszuschalten sind. Der Kraftfahrer darf jedoch durch eingeschaltete Innenbeleuchtungen in seiner Sicht, beispielsweise durch Blendungen oder Spiegelungen, nicht beeinträchtigt werden und die Leuchtkraft darf das Signalbild des Fahrzeugs nicht beeinträchtigen. Die Zulässigkeit der Innenbeleuchtung lässt sich somit nur aus § 30 StVZO ableiten. Als Auffangtatbestand kann nur § 23 StVO herangezogen werden. Wenn auf eine wesentliche Beeinträchtigung der Verkehrssicherheit erkannt wird, dann liegt neben einen tateinheitlichen Verstoß gegen § 30 StVZO, ebenfalls ein Erlöschen der Betriebserlaubnis vor. Rechtsfolge ist dann ein Bußgeld von 50 € und 3 Punkte. Die Gefahrenerhöhung ist jedoch anhand des bestimmten Einzelfalls zu begründen.

Fazit:
Innenbeleuchtungen sind keine lichttechnischen Einrichtungen i. S. d. § 49 a StVZO. Nach derzeitigem Rechtsstand steht einer farblichen Gestaltung insofern nichts entgegen. Sie kann auch während der Fahrt eingeschaltet sein, solange der Fahrer in seiner Sicht nicht beeinträchtigt wird und ein sicheres Führen auch unter den Voraussetzungen des § 17 StVO gewährleistet ist. Zu beachten ist aber, dass die Anbringung der Innenbeleuchtung so zu erfolgen hat, dass die Lichtaustrittsöffnungen nicht nach außen weisen, womit das Signalbild beeinträchtigt wird oder andere Verkehrsteilnehmer geblendet werden könnten. Auch ist die Intensität der Innenbeleuchtung zu berücksichtigen.

Quelle: Verkehrsportal.de



Das könnte Dich auch interessieren:

0 Kommentare

Dein Kommentar

An Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns Deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

* Die Checkbox für die Zustimmung DSGVO Bestimmungen ist zwingend erforderlich

Ich stimme den DSGVO Bestimmungen zu.

Dieses Formular speichert deinen Namen, E-Mail Adresse (nicht öffentlich) sowie den Inhalt, damit wir die Kommentare im Blog darstellen und auswerten können. Weitere Informationen findest Du unter Datenschutz.

Marc Broch

Hallo! Mein Name ist Marc und bin glücklicher Besitzer eines Wohnmobils. Ich freue mich jedesmal auf Veränderungen am Fahrzeug und natürlich auf neue Touren mit der Familie.

Wir haben das Campen als eine sehr schöne Alternative zum eher „klassischen“ Hotelurlaub für uns entdeckt und sind seit Ende 2015 mit einem Wohnmobil in Europa unterwegs.