Wer erstmals Besitzer eines Wohnmobils oder eins Wohnwagens ist, für den werden sicher auch die Begriffe „Masse in fahrbereitem Zustand“ und „Maximale Zulademöglichkeit“ neu bzw. erstmalig interessant sein. Es klingt komplizierter als es ist und wie man die „Gesamtmasse“ immer bestens im Blick hat, um diese nicht zu überschreiten, das ist eigentlich kein Hexenwerk. Die meisten Wohnmobile haben eine maximal zulässige Gesamtmasse von 3,5 Tonnen und wenn Kind und Kegel quasi Abfahrtbereit sind, dann darf dieser Wert nicht überschritten werden. Ansonsten drohen neben Geldstrafen und eventuellen Pünktchen, auch noch Ärger mit der Versicherung bei einem Unfall.

Die Herstellerangaben über die Masse im fahrbereiten Zustand und die zulässige Gesamtmasse stehen natürlich im Fahrzeugschein, haben aber mit der Realität nicht viel zu tun. Je mehr man etwa an Sonderzubehör verbaut und an notwendigem Zubehör verstaut hat, um so schwerer ist das Fahrzeug. Diese Werte unterscheiden sich natürlich bei jedem, denn jeder nimmt halt wiederum andere Dinge mit. Fahrräder sind vor Ort echt was feines, aber die wiegen auch einiges. Ebenso bringen die mitfahrenden Personen auch unterschiedliche Werte auf die Waage und daher muss jeder seinen persönlichen fahrbereiten Zustand einmal vorher wiegen lassen und festhalten.

Das geht aber recht einfach, wenn man also das fest im Fahrzeug verbleibendem Zubehör wie Geschirr, Werkzeug, Kleinteile usw. verstaut hat und den Dieseltank zu 100% füllt, dann fährt man damit einfach auf die nächste öffentliche Waage. Wasser- und Abwassertank sollten auch leer sein, weil diese einem im Fall einer Überladung einen gewissen Spielraum geben. Es es sollte natürlich auch keiner im Wagen sitzen. Bei uns beträgt die zulässige Gesamtmasse, die üblichen 3,5 Tonnen und auf der öffentlichen Waage, kamen wir unter genanten Punkten auf ein Gewicht von 3210 Kilogramm.

Somit bleiben uns erstmal zwar 290 Kilo bis zur maximalen Gesamtmasse übrig, aber wenn ich jetzt mal die 176 Kilo für die vier Reisenden rechne, dann bleiben nur noch 114 Kilo für Essen, Kleidung, usw. übrig und das ist nicht wirklich viel. Ganz ohne Wasser fährt man ja auch nicht los und 20 Liter sollten alleine schon für den Kaffe unterwegs und den Besuch des stillen Örtchens an Board sein. Schon sind es nur noch 94 Kilo und so geht das dann munter weiter. Es gibt aber noch einen kleinen Puffer, denn laut Bußgeldkatalog 2016, passiert bei einer Überladung bis 4,9% oder auch 171,5 Kilo gar nichts. Somit hätte ich nicht nur 94 Kilo, sondern maximal 265,50 Kilo zur Verfügung.

Jetzt weiß ich aber natürlich nicht mal eben, was jedes Teil wiegt, welches jetzt nachträglich seinen Platz im Bus findet. Das sollte ich aber, weil ich will ja nicht vor jeder Fahrt wieder auf die Waage. Also besorgt man sich am besten einer Plattformwaage, welche nämlich über ein externes Display verfügt, weil eine Personenwaage ist meistens nicht mehr abzulesen, wenn eine Kiste oder ähnliches auf ihr steht. Bevor jetzt etwas hinzukommt, muss es einmal kurz auf die Waage und wird dann in eine Excel Tabelle (Download) eingetragen, welche die zusätzlichen Angaben berücksichtigt und so hat man immer die Gesamtmasse im Blick.

Zulässige Gesamtmasse einhalten

Noch ein einfacher Tip, damit wir nicht jedes Fitzelteil einzeln wiegen müssen, verwenden wir eine Kiste und in der werden dann nicht nur mehrere Dinge zum wiegen gesammelt, sie erleichtert einem auch noch den Transport ins Fahrzeug.

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2 Kommentare
  1. Tom sagte:

    … leider rechnen unsere Nachbarn in Österreich oder Schweiz mit einer Geräteungenauigkeit von nur 3%

  2. Marc
    Marc sagte:

    Je nach Land kann es hier große Unterschiede geben, was die Toleranzwerte und die entstehenden Kosten angeht. Am besten man hält sich an das Gesamtgewicht, denn nur so ist man auf der sicheren Seite.

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